Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2024/03/pm_012.php 05.03.2024 12:33:07 Uhr 20.04.2024 08:46:34 Uhr

Sozialer Wohnungsbau: Landeshauptstadt unterstützt WiD finanziell

Kommunale Ko-Finanzierung schließt die Lücke in der staatlichen Wohnungsbauförderung

Die Zuschüsse des Freistaats Sachsen für den sozialen Wohnungsbau reichen nicht aus, um die hohen Bau- und Finanzierungskosten vollständig zu decken. Um preisgünstige Mieten im Rahmen der Kosten der Unterkunft oder auch für einkommensschwächere Haushalte dennoch realisieren zu können, plant die Landeshauptstadt Dresden eine anteilige Finanzierung von zwei Neubauprojekten der WiD Wohnen in Dresden GmbH & Co. KG mit einem Zuschuss von bis zu 1,7 Millionen Euro. Das sieht eine aktuelle Beschlussvorlage der Stadtverwaltung vor.

„Dresden soll auch in Zukunft für Haushalte mit geringem Einkommen bezahlbar bleiben. Dafür brauchen wir mehr Sozialwohnungen mit bezahlbaren Mieten, insbesondere in städtischer Hand. Genau aus diesem Grund wurde die WiD gegründet. Wie die meisten Wohnungsbauunternehmen ist die WiD auf die staatlichen Fördermittel angewiesen. Aktuell klafft hier aber noch immer eine nicht unbedeutende Wirtschaftlichkeitslücke für unser kommunales Wohnungsunternehmen. Diese Lücke wollen wir – neben dem seit Jahren regelmäßig stattfindenden Einlegen kommunaler Liegenschaft in Form von so genannten Sacheinlagen in die WiD – jetzt zusätzlich mit einer kommunalen Ko-Finanzierung schließen. Gleichzeitig arbeiten wir gemeinsam mit dem zuständigen Ministerium an der Weiterentwicklung der sächsischen Förderkulisse.“

Sozialbürgermeisterin und WiD-Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Kristin Klaudia Kaufmann

Konkret sollen dem städtischen Unternehmen bis zu 1,7 Millionen Euro für den Bau neuer Wohngebäude an der Schönaer Straße (Stadtteil Großzschachwitz) und an der Braunsdorfer Straße (Stadtteil Löbtau-Nord) zur Verfügung gestellt werden. In der mittelfristigen Finanzplanung ist dieses Budget bereits eingeplant, allerdings für einen anderen Zweck. Bislang waren die Mittel für den Erwerb neuer Wohnimmobilien für die WiD vorgesehen, nicht für die Bebauung bereits vorhandener Grundstücke. Insoweit werden die Mittel für neue WiD-Wohnungen aktiviert. Nach zwei Jahren Bauzeit können so 54 neue, dringlich benötigte bezahlbare Wohnungen in kommunaler Hand entstehen. 

Der Ausschuss für Finanzen wird sich in seiner Sitzung am 11. März 2024 mit der Vorlage V2724/24 befassen.