Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2024/02/pm_029.php 08.02.2024 15:12:46 Uhr 05.03.2024 11:22:12 Uhr

Abschied von Architekt Peter Kulka

Am 5. Februar ist der bekannte Dresdner Architekt Professor Peter Kulka verstorben. Seine Geburtsstadt Dresden hat er in den letzten 30 Jahren auch zu seinem Wirkungsort gemacht und bleibend geprägt. 

Professor Kulka war ein unerlässlich inspirierender Mensch, Architekt, Städtebauer und Visionär. Mit gestalterischer Präzision und kritischem Blick hatte er immer auch das Leben der Menschen in ihren unterschiedlichsten Lebenslagen vor Augen. Er war für mich ein wichtiger Berater für die Entwicklung des Areals Kraftwerk Mitte und die Lingnerstadt. Er hat uns engagiert unterstützt bei der Kulturhauptstadtbewerbung. Seine Stimme galt und er nutzte sie, um sich einzumischen, Gesicht zu zeigen – er wird sehr fehlen. Sein Tod ist ein großer Verlust für Dresden, aber vor allem für seine Angehörigen, denen mein tiefes Mitgefühl gilt. Mit seinen Bauten und Ideen bleibt er.
Oberbürgermeister Dirk Hilbert
Professor Kulka hat mich und viele in meinem Geschäftsbereich mit seinem ansteckenden Engagement und seinen Ideen begeistert, überrascht und mit seiner Arbeit inspiriert. Es bleibt neben dem tiefen Gefühl von Trauer und Verlust sein Wirken auf das Stadtbild Dresdens. In einer dynamischen Zeit hat er mit seinen Entwürfen eine Richtung gewiesen.
Baubürgermeister Stephan Kühn

Mit dem Tod von Prof. Kulka geht ein Impulsgeber für die städtebauliche Entwicklung der Landeshauptstadt Dresden verloren. Es ist auch sein Verdienst, mit seinen Entwürfen zwischen dem reichen baukulturellen Erbe Dresdens und der Nachkriegsmoderne eine architektonische Brücke zu schlagen.

Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch

Zweifelsohne gehörte Professor Kulka zu den einflussreichsten Architekten der Gegenwart in Deutschland. Einige seiner bekannten Bauwerke prägen heute das Stadtbild von Dresden: der Sächsische Landtag, der kleine überdachte Schlosshof, die neu gestalteten Räume des Hygienemuseums, sein Wohnhaus in der Friedrichstadt oder die Architektur der Centrum-Galerie an der Prager Straße, bei der überraschend und selbstbewusst die Gestaltungselemente des Vorgängerbaus in neuer Form aufgegriffen werden. Mit dem Sächsischen Landtag hat er den Arbeitsräumen einer jungen Demokratie mit einfühlsamer Genauigkeit eine Form gegeben. Unvollendet bleibt das große Projekt zur Erweiterung des Sächsischen Landtags. So übergibt er mit seinem Ableben seiner Stadtgesellschaft auch ein Stück Verantwortung für die Baukultur der Zukunft.