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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2024/02/pm_022.php 07.02.2024 13:20:10 Uhr 05.03.2024 11:19:16 Uhr

Oberbürgermeister Dirk Hilbert: Wir dürfen nicht nachlassen und müssen einstehen für Demokratie

Sonntag, 11. Februar, finden in Dresden mehrere Demonstrationen statt

Am 13. Februar jährt sich der Gedenktag an die Bombardierung Dresdens zum 79. Mal. Wie jedes Jahr wird dieser Tag von zahlreichen Demonstrationen begleitet. Allein für Sonntag, 11. Februar 2024, sind zwölf Versammlungen mit Bezug zum 13. Februar 1945 angemeldet. Auch die extreme Rechte mobilisiert für diesen Tag. Oberbürgermeister Dirk Hilbert und die Beigeordneten nehmen diese Entwicklung nicht unwidersprochen hin und rufen die Stadtgesellschaft zu einem friedlichen Statement aller demokratischen Kräfte auf.

Die beeindruckenden Bilder, die wir bei den Demonstrationen am 21. Januar und 3. Februar auf den Straßen Dresdens erleben durften, geben Hoffnung. Es schlossen sich Zehntausende Menschen dem Demonstrationsgeschehen für unsere Demokratie an und zeigten klar, was sie von Rechtsextremisten halten. Das erfüllt mich als Oberbürgermeister mit Stolz und ich wünsche mir solch ein eindrucksvolles Zeichen auch am kommenden Sonntag. Hier dürfen wir nicht nachlassen. Wir dürfen das Gedenken an den 13. Februar nicht den Ewiggestrigen überlassen, die nichts aus der Geschichte gelernt haben. Es gibt keine bessere Form des gesellschaftlichen Zusammenlebens, als die Demokratie. Dafür einzustehen ist jede Zeit wert. Ich werde am Sonntag dabei sein.
Oberbürgermeister Dirk Hilbert
Der 13. Februar 1945 stellt vielschichtige Fragen an uns. Fragen nach Verantwortung und Erinnerung. Fragen nach Ursachen und Folgen von menschenverachtendem Denken. Rechtsextreme haben auf diese Fragen keine Antwort. Für uns ist Geschichte Spiegel unseres Handelns in der Gegenwart! Handeln wir und stellen uns gemeinsam den neuen Nazis entgegen!
Erster Bürgermeister Jan Donhauser
Menschenrechte für alle sind die Grundlage unserer Demokratie und unserer freiheitlich – demokratischen Grundordnung. Sie zu achten und zu schützen ist unser aller Auftrag. Aus der Geschichte haben wir gelernt: wer diese in Frage stellt oder zurück in vergangene, dunkle Zeiten möchte, dem müssen wir in Wort und Tat widersprechen. Dafür zeigt sich die Kraft gemeinsamer, friedlicher Demonstrationen in diesen Tagen.
Zweite Bürgermeisterin Eva Jähnigen
Wenn wir heute durch unsere wieder aufgebaute, schöne Stadt gehen, dann können wir auf die Entwicklung stolz sein. Ein wesentlicher Teil – Basis für vieles andere – haben wir einer wachsenden Wirtschaft und internationalen Verbindungen zu verdanken. Inzwischen arbeiten in Dresden fast 25.000 Menschen mit ausländischem Pass. Wer diese Erfolgsgeschichte weiter fortschreiben will, der muss sich für ein weltoffenes Dresden, Toleranz, Menschenwürde und Vielfalt entscheiden.
Bürgermeister Jan Pratzka
Aus der Geschichte unserer Stadt heraus und in historischer Verantwortung für Gegenwart und Zukunft wünsche ich mir, dass wir als Zivilgesellschaft am 13. Februar und am kommenden Sonntag 11. Februar den Versammlungen aus dem rechten politischen Spektrum mit vereinten Kräften, dafür gewaltfrei und friedlich entgegentreten. Die rechtspopulistische und nationalistische Geschichtsklitterung darf nicht unwidersprochen bleiben.
Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch
Nie bot unsere Stadt ihren Einwohnerinnen und Einwohnern mehr Chancen auf Glück und Gerechtigkeit als heute. Das lassen wir uns nicht kaputtmachen. Deshalb sind wir Demokratinnen und Demokraten jetzt aufgerufen, uns für unsere Werte stark zu machen und uns klar gegen jede Form von Revisionismus einzusetzen! Menschenrechte sind nicht verhandelbar!
Bürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann
Dresden ist eine weltoffene, tolerante und vielfältige Stadt. Hass, Hetze und Opfermythen dagegen, die Rechtsextreme und Geschichtsverdreher rund um den 13. Februar auf die Straße tragen, haben in unserer Stadt keinen Platz.
Bürgermeister Stephan Kühn