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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2022/05/pm_097.php 25.05.2022 15:53:13 Uhr 03.07.2022 15:53:31 Uhr
Meldung vom 25.05.2022

Leitstelle für ukrainische Geflüchtete am Dresdner Hauptbahnhof schließt am 31. Mai

Sozialbürgermeisterin Dr. Kaufmann dankt Lotsinnen und Lotsen für ihre Arbeit

Am Dienstag, 31. Mai 2022, endet die Arbeit des Anlaufzentrums für ukrainische Geflüchtete am Dresdner Hauptbahnhof. Dort kommen aktuell kaum noch Geflüchtete aus der Ukraine an. Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann dankt allen, die Geflüchtete am Dresdner Hauptbahnhof willkommen geheißen haben: „Die Lotsinnen und Lotsen haben hervorragende Arbeit geleistet. Das hat die Willkommenskultur in Dresden beflügelt. Die unkomplizierte und vertrauensvolle Kooperation mit Diakonie, Bahnhofsmanagement und Bundespolizei hat sich als Glücksfall für die Geflüchteten erwiesen. Mein herzlicher Dank geht auch an die Dresdner Verkehrsbetriebe, die anfangs sofort den Transport der Flüchtlinge in die Turnhallen übernommen haben, und an SachsenEnergie, die den Raum kurzfristig zur Verfügung gestellt hat.“

Der Dresdner Hauptbahnhof entwickelte sich im März und im April 2022 zu einer der größten Ankunftsstellen von ukrainischen Flüchtenden in Deutschland. Im März und April kamen zeitweise bis zu 400 Menschen am Tag an. Um sie zügig und möglichst passgenau an die Erstaufnahmeeinrichtungen des Freistaates Sachsen oder in städtische Unterkünfte zu vermitteln, wurde Anfang März die Leitstelle am Dresdner Hauptbahnhof eingerichtet. Das Kooperationsprojekt von Sozialamt und Diakonischem Werk, Stadtmission Dresden gGmbH, beinhaltet auch Auskunft und Beratung zum Ankommensprozess in Deutschland. Dank der engagierten Lotsinnen und Lotsen fanden zahlreiche ukrainische Geflüchtete private Unterkünfte bei Dresdnerinnen und Dresdnern.

Seit Mai 2022 verzeichnet die Stadt einen erheblichen Rückgang der am Dresdner Hauptbahnhof ankommenden Geflüchteten. Aktuell bewegen sich die täglichen Ankunftszahlen im einstelligen Bereich. Sollte die Anzahl der Schutzsuchenden erneut auf das Niveau von März und April 2022 ansteigen, wird die Stadtverwaltung die Reaktivierung der Leitstelle im Hauptbahnhof prüfen. Ungeachtet dessen bleibt die Diakonie im Rahmen der unvermindert fortbestehenden Bahnhofsmission für Reisende, Wohnungslose und Geflüchtete am Dresdner Hauptbahnhof präsent.

Vorübergehender Aufnahmestopp entschärft Lage in Dresden

Zu den rückläufigen Ankunftszahlen am Hauptbahnhof trägt auch der seit dem 16. Mai 2022 in Dresden geltende, vorübergehende Aufnahme- und Registrierungsstopp für Geflüchtete aus der Ukraine bei: Seither sind Registrierungsanfragen an den Hotlines und in den E-Mailpostfächern der Ausländerbehörde stark zurückgegangen. Die rund 8.000 Registrierungsanfragen vom 15. März 2022 (Arbeitsaufnahme Ankunftszentrum) bis zum 15. Mai 2022 konnten die Beschäftigten der Ausländerbehörde inzwischen abarbeiten. Damit haben nun alle Schutzsuchenden eine Fiktionsbescheinigung erhalten. Als nächstes prüft die Ausländerbehörde die Anträge und gibt die Produktion der Aufenthaltstitel bei der Bundesdruckerei in Auftrag. Die ersten Schutzsuchenden werden ab Anfang Juni zur Abholung ihrer elektronischen Aufenthaltstitel mit einem Terminanschreiben eingeladen. 

Im Sozialamt und seinen Außenstellen gehen die Wartezeiten allmählich zurück und die Warteschlangen werden kürzer. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reduzieren die Dauer von Vorsprachen bestmöglich. Dennoch bleibt das Sozialamt wichtiger Anlaufpunkt für die Geflüchteten, den viele von ihnen mehrfach aufsuchen müssen (z. B. monatliche Abholung der Leistung, Beantragung neuer Leistungen, wie beispielsweise im Rahmen der Anmietung einer Wohnung oder für notwendige ärztliche Behandlungen). Wartezeiten werden sich daher auch in absehbarer Zukunft nicht gänzlich vermeiden lassen. 

Aktuelle Zahlen

In Dresden sind bis heute, Mittwoch, 25. Mai 2022, 8.341 Geflüchtete aus der Ukraine registriert. 7.129 von ihnen sind privat untergebracht und weitere 1.212 in kommunalen Unterkünften. Dazu zählen die Messe Dresden (292 Personen), Hotels (615 Personen), Turnhallen (140 Personen), Wohnheime (19 Personen) und kommunal angemietete Wohnungen (146 Personen).

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