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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2022/02/pm_071.php 01.03.2022 17:39:44 Uhr 20.05.2022 19:58:34 Uhr
Meldung vom 01.03.2022

Dresden: Hilfe und Unterstützung für Flüchtlinge

Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Der völkerrechtswidrige Angriff auf die Ukraine zeigt in brutaler Deutlichkeit, welche Not und welches Elend durch Kriege verursacht werden. Dresden selbst hat vor 77 Jahren erfahren müssen, welches Leid entsteht, wenn Bomben fallen. Doch Menschen in der ganzen Welt haben unserer Stadt die Hand in Frieden und Freundschaft gereicht. Und heute ist das wiederaufgebaute Dresden eine Stadt, die für Versöhnung zwischen den Völkern steht und die Frauenkirche das Symbol, dass aus Feinden Freunde werden können. Aus dieser historischen Verantwortung heraus bekennt sich die Landeshauptstadt Dresden dazu, die Menschen aus der Ukraine zu unterstützen, insbesondere diejenigen, die vor der Gewalt flüchten und bei uns Schutz suchen.“

Seit acht Jahren herrscht Krieg in der Ukraine. Die kriegerische Auseinandersetzung verschärft die ohnehin schlechte Situation für die Zivilbevölkerung vor Ort. Bisher sind 2,9 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, 1,6 Millionen Menschen wurden bereits vertrieben. Die neue Eskalation wird diese Zahlen vervielfachen. In der Ukraine leben 41 Millionen Menschen. Nach Angaben der EU sind seit Kriegsbeginn mehr als 500.000 Menschen geflohen – die meisten nach Polen. Etwa 1.800 Ukrainer kamen bisher nach Deutschland.

Hilfe

Der Krieg reißt tausende Familien auseinander. Männer zwischen 18 und 60 Jahren dürfen die Ukraine nicht mehr verlassen. Viele Frauen und Kinder flüchten vor dem Krieg. Die Stadt Dresden zeigt sich solidarisch mit der ukrainischen Bevölkerung und wird Betroffenen Schutz und Beistand gewähren. Die Task Force der Stadt Dresden bündelt aktuell städtische und bürgerschaftliche Kräfte in Dresden. Die Hilfsbereitschaft ist groß, aber wichtig ist jetzt vor allem, die vielen Angebote mit den wirklichen Bedürfnissen abzugleichen. Es geht um ehrenamtliche Unterstützung, Dolmetscherleistungen, Unterkunftsangebote und Sach- und Geldspenden.

Täglich laufen die Abstimmungen dazu in der Gruppe, die sich zusammensetzt aus den Bereichen Integration, Bürgeranliegen, Europäische und Internationale Angelegenheiten, Ordnung und Sicherheit, Ausländerbehörde, Immobilienverwaltung, Soziales, Ehrenamt und externen Partnern, wie das Diakonische Werk. Aktuelle Schwerpunkte sind Unterkünfte, die in den nächsten Tagen benötigt werden könnten und die Bündelung von Hilfsangeboten aus der Bevölkerung. Die Gruppe ist in enger Abstimmung mit der Dresdner Community der Menschen aus der Ukraine. Oberbürgermeister Dirk Hilbert trifft sich noch diese Woche mit Vertretern der Initiative Ukrainisches Kooperationszentrum Dresden, um weitere gemeinsame Schritte abzustimmen.
Auf der Internetseite der Stadt sind erste Informationen, FAQ's und Links zum Thema online unter www.dresden.de/ukraine-hilfe. Diese Seite wird stetig aktualisiert.
Für Angebote und Fragen wurde eine E-Mail eingerichtet: ukraine-hilfe@dresden.de

Wohnungen gesucht

Oberbürgermeister Dirk Hilbert: Wir suchen gemeinsam mit unseren Partnern Unterbringungen für geflüchtete Menschen in unserer Stadt, helfen Sie mit".
Gesucht werden ab sofort Ein- bis Fünfraumwohnungen mit Küche und Bad, gerne auch möbliert. Die Wohnungen sollten den ukrainischen Familien für mindestens ein Jahr zur Verfügung gestellt werden können – den hierzu gehörigen Anforderungskatalog und weitere Informationen unter www.dresden.de/anforderungen-unterkuenfte

Ehrenamt gesucht

Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Seit jeher bin ich stolz auf das aktive Ehrenamt in meiner Heimatstadt. Vor allem in dieser Ausnahmesituation bitte ich um Ihre engagierte Unterstützung. Wer ehrenamtlich helfen möchte, zum Beispiel bei der Begleitung zu Behörden, oder bei der Orientierung in Dresden, beim Benutzen der Verkehrsmittel oder bei Alltagsproblemen – jeder ist herzlich willkommen. Wir freuen uns über jede helfende Hand.“
Folgende Angaben werden benötigt: Kontakt mit Telefonnummer, gewünschter Einsatz-Stadtteil und mögliche Einsatz-Stunden im Durchschnitt pro Woche. Sprachkenntnisse in Russisch oder Ukrainisch bitte angeben. Bitte melden unter E-Mail: ukraine-hilfe@dresden.de.

Dolmetscher gesucht

Die Stadt Dresden freut sich über ehrenamtliche Dolmetscher und Dolmetscherinnen für Russisch und Ukrainisch. Bitte melden unter E-Mail: ukraine-hilfe@dresden.de.

Arche Nova

Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Die Dresdner Hilfsorganisation arche noVa, die seit 2005 mit der Landeshauptstadt Dresden im Bündnis „Dresden hilft“ vereint ist, hat einen Nothilfeeinsatz ausgerufen, den wir unterstützen. Es geht um Hilfe in der Ostukraine, wo sie bereits seit 2016 mit Hilfsprojekten im Bereich WASH (Wasser, Sanitär, Hygiene) und Bildung aktiv ist. Die langjährige lokale Partnerorganisation hat sich entschieden, vor Ort zu bleiben und ist derzeit dabei, in der Region Donezk und Luhansk den dringendsten Bedarf zu ermitteln und Nothilfe vorzubereiten.“
Mathias Anderson Geschäftsführer von arche noVa: „Wir werden den befreundeten humanitären Helferinnen und Helfern dabei so lange zur Seite stehen, wie es nur geht. Wobei die Sicherheit des Teams für alle Beteiligten oberste Priorität hat.“

Zugleich werden Hilfsaktivitäten für Geflüchtete in Anrainerstaaten vorbereitet, dazu ist arche noVa im engen Austausch mit internationalen Partnerorganisationen. Der Verein bittet um finanzielle Unterstützung für die Arbeit vor Ort. Informationen unter www.arche-nova.org/spenden, Spendenkonto: arche noVa e.V., Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE78850205000003573500, BIC: BFSWDE33DRE, Stichwort: Ukraine

Geldspenden

Die Solidarität mit der Ukraine und seinen Bewohnern ist groß – viele wollen den Flüchtenden helfen. Am besten eignen sich Geldspenden an seriöse Hilfsorganisationen. Das DZI hat aus diesem Grund eine Checkliste für sicheres Spenden zusammengestellt: www.dzi.de/wp-content/pdfs_Spendentipps/Checkliste_fuer_sicheres_Spenden.pdf

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