Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2022/02/pm_058.php 25.02.2022 10:26:38 Uhr 02.12.2022 10:16:00 Uhr
Meldung vom 25.02.2022

Oberbürgermeister Dirk Hilbert zum Krieg in Europa:

Vor wenigen Tagen, am 13. Februar, haben wir als Stadtgesellschaft nicht nur der Zerstörung Dresden gedacht, sondern der Opfer eines verheerenden Krieges in der Mitte Europas insgesamt. In der Kreuzkirche habe ich die Hoffnung geäußert, dass die Mächtigen aus dieser schrecklichen Erfahrung des Weltkrieges gelernt haben mögen. Leider ist dies nicht der Fall und wieder ist ein Krieg mitten in Europa ausgebrochen. Ich danke ausdrücklich den vielen Dresdnerinnen und Dresdnern, die am gestrigen Abend für Frieden gebetet und gleichzeitig ein Zeichen der Solidarität mit der Ukraine gesetzt haben. Dresden ist aus leidvoller Erfahrung eine Stadt des Friedens und der Versöhnung geworden und dieses Signal wird auch in diesen Tagen von hier ausgehen.
Als Zeichen dieser Anteilnahme habe ich entschieden, dass auch am Rathaus der Stadt Dresden auf unbestimmte Zeit die Flagge der Ukraine gehisst werden wird. Die Goldene Pforte wird dieses Wochenende in den Farben der Flagge der Ukraine leuchten.

Aber Anteilnahme alleine wird nach dem Überfall auf einen demokratischen Staat, der nur wenige Stunden von uns entfernt liegt, nicht reichen. Die Stadt Dresden wird gemeinsam mit der kommunalen Familie alles daran setzen, ukrainische Flüchtlinge die nach Deutschland kommen, bestmöglich und unverzüglich unterzubringen. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits.
So sind in der Landeshauptstadt Dresden entsprechende Vorbereitungen in einer Taskforce für ein Notfallszenario im Gang, um im Falle von Fluchtbewegungen Notunterkünfte bereitstellen zu können und sozialen Beistand für vertriebene oder geflüchtete Menschen zu leisten. Das Gebot der Stunde ist nun, die Entwicklungen der nächsten Stunden und Tage genauestens zu beobachten und notwendige Entscheidungen auch für Dresden entsprechend abzuleiten, zusammenzustehen und humanitäre Hilfe genau dort zu leisten, wo sie am dringendsten benötigt wird.

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