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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2017/12/pm_043.php 23.07.2019 14:58:09 Uhr 19.05.2024 05:07:52 Uhr

Aufgespürt: Vergessene jüdische Kultur

Am 16. Dezember startet Projekt „Judaica in Dresdner Sammlungen“

Mit einer Ausstellung und Lesung in der Galerie StarkeFOTOGRAFEN, Louisenstraße 6, startet am Sonnabend, 16. Dezember, 18 Uhr, ein vom Kulturhauptstadtbüro gefördertes Projekt.

An diesem Abend wird „Die betrübliche Geschichte des Jeremias David Alexander Fiorino“ erzählt. Er war ein in ganz Europa berühmter Miniaturenmaler, der 1847 in Dresden starb und heute (fast) vergessen ist. Der HATiKVA e. V., die Bildungs- und Begegnungsstätte für Jüdische Geschichte und Kultur Sachsen, hat ihn wieder aufgespürt und lädt jetzt zu dieser Entdeckungsreise in die Welt der Porträts ein.

Im Hinterraum können sich die Besucherinnen und Besucher gegenüber eines großen Spiegels selbst inszenieren und fotografieren. Die Fotos können ausgedruckt und gegen eine Spende mit nach Hause genommen werden. Über eine Leinwand werden sie auch auf das Schaufenster übertragen und laufen in Schleife.

Das Projekt „Judaica in Dresdner Sammlungen“ spürt vergessene und verstreute jüdische Kultur in Dresden auf, will sie neu im Kulturbewusstsein der Stadt verankern und schrittweise bis 2025 einen „Jüdischen Kulturpfad“ entwickeln.

2025 Euro für 2025

Im Rahmen des Projekts „2025 Euro für 2025“ des Kulturhauptstadtbüros wurden 13 Kleinprojekte ausgewählt, die auf kreative und ungewöhnliche Art und Weise die lokale Identität und die natürlichen Ressourcen der Stadt in den Blick nehmen, das gesellschaftliche Miteinander anregen oder Zukunftsvisionen für eine Stadt im Wandel entwerfen. Ziel ist es, Ideen auszuprobieren und im Hinblick auf das Jahr 2025 für ein größeres Vorhaben weiterzuentwickeln. Alle 13 Projektentwickler erhalten jeweils 2025 Euro, um ihre Projekte bis Ende 2017 zu realisieren.

Unter dresden.de/mikroprojekte werden alle Projekte vorgestellt.