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https://www.dresden.de/de/rathaus/aemter-und-einrichtungen/unternehmen/stadtarchiv.php 26.05.2020 17:28:15 Uhr 28.05.2020 09:05:28 Uhr
The Stranger´s Guide to Dresden / Stadtarchiv Dresden, 18 Bibliothek, Zt031, 1893
© The Strangers Guide / Foto: Elvira Wobst

Stadtarchiv

© Stadtarchiv Dresden

Ankunft der Roten Armee in Dresden

Am 8. Mai 2020 jährt sich die Befreiung Dresdens zum 75. Mal. Anlässlich dieses Ereignisses veröffentlicht das Stadtarchiv Dresden mit dem Filmausschnitt „Einmarsch der Roten Armee“ ein seltenes Zeitdokument und macht es damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Am 7. Mai 1945 unterzeichnete die deutsche Wehrmacht die bedingungslose Kapitulation im Obersten Hauptquartier der Alliierten Expeditionsstreitkräfte in Reims. Gleichzeitig erreichten Einheiten der Roten Armee am 7. Mai 1945 Radebeul und besetzten die nördlichen Dresdner Stadtbezirke. Bis zum späten Nachmittag waren die Panzer bis in die Nähe des Albertplatzes vorgerückt. Die Sprengung der Carolabrücke durch deutsche Militärangehörige verhinderte vorerst den Übertritt zum linken Elbufer. In der Nacht und am nachfolgenden Morgen überquerten Einheiten der Roten Armee, unter Umgehung des von Wehrmachts- und Volkssturmangehörigen bewachten Stadtzentrums, die unzerstörte Loschwitzer Elbbrücke, „Blaues Wunder“ genannt. Nach kurzem, intensiven Gefecht besetzten die Truppen bis zum Vormittag des 8. Mai auch die westlich der Elbe gelegenen Stadtbezirke und besiegelten somit das nominelle Kriegende für Dresden, wenige Stunden bevor die offizielle Kapitulation am 8. Mai 1945 um 23:01 Uhr MEZ in Kraft trat.

Mit dieser Veröffentlichung verbindet das Stadtarchiv eine Bitte an die Bürgerinnen und Bürger, am Zeitzeugenarchiv der Stadt Dresden mitzuarbeiten. Wir möchten mit unserem Zeitzeugenarchiv all jenen eine Plattform geben, die in Dokumenten, Fotos, Briefen und mit sonstigen Unterlagen bis hin zu Tagebucheintragungen Zeitzeugenschaft über jene bewegenden Tage vor, während und nach dem 8. Mai 1945 ablegen können. Unser Ziel ist es, ein möglichst detailliertes Bild jener Tage zusammenzustellen, nicht nur in der Absicht, die Erinnerung an dieses Ereignis aufrechtzuerhalten, sondern darüber hinaus nachfolgende Generationen für die Brisanz dieser Zeit zu sensibilisieren.

Wir sind an Ihren Lebenserinnerungen zu diesem Zeitabschnitt besonders interessiert. Für alle diesbezüglich aufkommenden Fragen, Übernahmen und Anmerkungen steht Ihnen im Stadtarchiv Dresden Frau Sylvia Drebinger als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Stadtarchiv Dresden Elisabeth-Boer-Straße 1 01099 Dresden stadtarchiv@dresden.de

Quelle: Stadtarchiv Dresden, 17.7 Filmarchiv, Nr. 9, Urheber unbekannt, 1945

Dresden und die Empidemien - Ein Gespräch im Stadtarchiv.

Epidemien in Dresden

Der Blick in die Geschichte zeigt deutlich, dass Ausbrüche von Epidemien eine deutliche Zäsur im städtischen Leben darstellten. Der Umgang damit ähnelt dem aktuellen Vorgehen, auch wenn Diagnose- und Therapiemaßnahmen natürlich nicht in dem gleichen Rahmen zur Verfügung standen. Die Bevölkerung wurde stark in die Bekämpfungsmaßnahmen eingebunden und musste (teils unter Protest) tiefgreifende Einschränkungen in Kauf nehmen. Die eingeleiteten Maßnahmen ließen aber auch in den zurückliegenden Epidemiewellen erkennen, dass bei den Einschränkungen wirtschaftliche Aspekte nicht außer Acht gelassen wurden.

Das Stadtarchiv bittet die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dresden um Unterstützung beim Sammeln von Material, das im Zusammenhang mit dem Coronavirus entstanden ist und entstehen wird. Nachfolgenden Generationen soll ein bestmögliches Bild zum Coronavirus-Ausnahmezustand in Dresden vermittelt werden. Dazu trägt das Stadtarchiv gegenwärtig alles Material zusammen. Wir würden uns freuen, wenn die Dresdner Bevölkerung dabei hilft und Drucksachen, Fotos, Videos und sonstige "Corona-Materialien" an das Stadtarchiv übergibt. Auch Lebenserinnerungen und Berichte sind wichtige Dokumente, die diese Zeit widerspiegeln, und sind willkommene Zeitzeugnisse. 

Für alle diesbezüglich aufkommenden Fragen, Übernahmen und Anmerkungen steht Ihnen im Stadtarchiv Dresden Frau Mandy Ettelt als Ansprechpartnerin zur Verfügung. 

stadtarchiv@dresden.de 

Buchverkauf "in civitate nostra dreseden"

Das Stadtarchiv Dresden verkauft die wenigen noch vorhandenen Exemplare der Publikation „in civitate nostra dreseden. Verborgenes aus dem Stadtarchiv“. In unserer bibliophilen Kostbarkeit, die in einer geringen Auflage von 700 Exemplaren erschienen ist, sorgen überwiegend unveröffentlichte Themen, die bisher in den Akten des Stadtarchivs verborgen lagen, für ein spannendes und kurzweiliges Lesevergnügen.

Wo sonst werden das teuflische Treiben von Kurfürst Moritz, ein kopfloser Reiter in der Dresdner Heide, ein Café als Orte des Anbandelns, der Pudel und Wagner, ein Wasserklosett für Damen, Chicago an der Elbe, eine Brücke über die Grundstraße und ungewöhnliche Sichten auf den Schillerplatz in der Geschichte Dresdens thematisiert?

Das Buch kann direkt im Lesesaal (4. Etage) des Stadtarchivs gekauft oder per Mail an stadtarchiv@dresden.de bestellt werden. Die Publikation kostet 35,00 Euro und bei Versand zuzüglich Versandkosten.

Bucheinband

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