Hintergrund
Im Stadtteil Johannstadt leben zahlreiche Menschen aus unterschiedlichen Nationen auf dichtem Raum zusammen. Diese Vielfallt beinhaltet Chancen und Konflikte. Sprachliche und kulturelle Barrieren erschweren das nachbarschaftliche Zusammenleben. Vor diesem Hintergrund liegt gerade für Menschen mit Migrationshintergrund die Hemmschwelle höher, Bildungsmöglichkeiten und kulturelle Angebote wahrzunehmen. Durch den Ausbau der sozialen Infrastruktur, zum Beispiel mit Angeboten für Kinder und Familien, kann das Wohnen im Stadtteil attraktiver gestaltet werden.
Was in den letzten Jahren passierte
Seit Mai 2023 verbindet dieser neue Stadtraum als lebendige Achse die Gerokstraße mit der Pfotenhauerstraße – genau dort, wo einst das Plattenwerk stand.
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Basierend auf einer Bürgerbeteiligung entstanden moderne Spiel- und Sportflächen mit Trampolinen, Schachfeldern und einem Brunnen, außerdem viele Sitzmöglichkeiten und ein markantes Sonnendach.
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Mit 58 neuen Bäumen, einer Vielzahl von Gehölzen und Stauden sowie Regenwasser-Zisternen wurde die Straße zum ökologischen Vorzeigeprojekt und 2023 für den Deutschen Ingenieurpreis nominiert.
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Der Ausbau umfasst 61 neue Fahrradbügel, 32 neue Pkw-Stellplätze und die Erneuerung der öffentlichen Beleuchtung.
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Der Name ehrt die Künstlerin und Trans-Pionierin Lili Elbe, die eine enge Verbindung zu Dresden hatte.
Bönischplatz
Nach der Erneuerung im Jahr 2020, bei der viele Bürgerideen eingeflossen sind, präsentiert sich der Platz heute als belebter Ort mit hoher Aufenthaltsqualität:
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In der westlichen Spitze laden eine übergroße Bank, ein Büchertauschschrank und ein Trinkbrunnen zum Aufenthalt ein. Eine Geschichts-Stele („Johannstadt auf Tafeln“) im historischen Kern informiert über die Historie.
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Die neue Marktfläche beherbergt seit Frühjahr 2021 den wöchentlichen Markt.
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Ein moderner Mobilitätspunkt (Carsharing, Fahrradverleih) und eine barrierefreie Bushaltestelle verknüpfen den Platz optimal.
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18 neu gepflanzte Bäume und zusätzliche Bänke im historischen Kern sorgen für ein besseres Stadtklima und mehr Sitzgelegenheiten.
Johanngarten
Diese Grünanlage hinter der Rettungswache an der Gerokstraße ist ein Ort der besonderen Art. Die Gestaltung der Fläche macht die Geschichte des Stadtteils direkt erlebbar:
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Die südliche Fläche ist dem Grundriss einer WBS-70-Wohnung nachempfunden. Bunt gekachelte Platten, gemütliche Sitzbereiche und ein Unterstand laden zur Begegnung ein.
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Der barrierefreie Weg besteht teils aus historischen Wiedemannplatten (ehemals Kulturpalast). Eine Stele informiert über die Historie des Ortes.
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Nutzbar sind Sportgeräte aus originaler Plattenwerksproduktion zum Bolzen oder Slacklinen. Wer es ruhiger mag: Ein „Bett“ im Schatten alter Bäume lädt zur Pause ein.
Neue Begegnungszentren entstehen
In drei neuen Begegnungszentren können Bürgerinnen und Bürger im Quartier verschiedene Freizeit- und Bildungsangebote nutzen:
1. Stadtteilhaus Johannstadt
Seit Mai 2026 ersetzt der Neubau den bisherigen Kulturtreff in der Elisenstraße 35. Als zentrales Projekt des Fördergebiets "Nördliche Johannstadt" ist es der neue Ankerpunkt für rund 45.000 jährliche Gäste und zahlreiche Vereine.
Warum ein Neubau?
Da das alte Gebäude in der Elisenstraße nicht mehr zeitgemäß und eine barrierefreie Sanierung wirtschaftlich nicht möglich war, entschied der Stadtrat 2017 für einen modernen Neubau auf der Pfeifferhannsstraße 11. Ziel ist es, die soziale Infrastruktur langfristig zu sichern und das gesellschaftliche Miteinander im Viertel für alle Bewohnergruppen zu stärken.
Mieter & Angebote
In enger Zusammenarbeit mit den künftigen Nutzern wurde ein Konzept entwickelt, das eine breite Palette an Angeboten bündelt. Folgende Vereine ziehen in das neue Haus ein:
- Johannstädter Kulturtreff e. V.
- Kindertreff JoJo (Der Kinderschutzbund Ortsverband Dresden e. V.)
- Ausländerrat Dresden e. V.
- Stadtteilverein Johannstadt e. V.
- Lebenshilfe Dresden e. V.
Anreise & Parkmöglichkeiten
Besuchern wird die Anreise zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV empfohlen. Für PKW stehen im Umfeld folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
- Aldi-Parkdeck (Pfotenhauerstr.) (44 Plätze): Kostenfrei außerhalb der Ladenzeiten (Mo–Sa 22–7 Uhr & So/feiertags). Keine Ein-/Ausfahrt zwischen 22 und 6 Uhr.
- Pfeifferhannsstraße (41 Plätze): Bewohnerparken (südlich der Pfotenhauerstraße)
- Lili-Elbe-Straße (36 Plätze): Bewohnerparken
2. Famlienzentrum in der "Schokofabrik"
Im Juli 2023 zog das Familienzentrum des Deutschen Kinderschutzbundes in das sanierte Gebäude der ehemaligen Schokofabrik an der Lili-Elbe-Straße ein.
3. Jugendzentrum Trinitatiskirche
Im Jahr 2022 erfolgte der Umbau der Trinitatiskirche zum Jugendzentrum.
Die Förderung der Johannstadt wird fortgeführt
Im Zuge der Wiederherstellung der ehemaligen Blumenstraße wird die angrenzende Grünfläche ab September 2026 umfassend umgestaltet. Die heute als „grüne Oase“ geschätzte Fläche – geprägt durch einen wertvollen Baumbestand – wird dabei behutsam zu einem modernen Aufenthaltsort weiterentwickelt.
Die Gestaltung basiert direkt auf den Wünschen der Johannstädter: Im Mai 2023 brachten Kinder und Erwachsene am Tag der Städtebauförderung ihre Ideen ein. Aufbauend auf einer Befragung von 2021 wurden Pflanzen, Erholungsbereiche und Spielmöglichkeiten gemeinsam mit den Planern verortet.
Das erwartet Sie:
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eine große Wiese für Sport und Spiel
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viele Sitzmöglichkeiten
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Beete mit Zier- und Wildstauden und eine farbenfrohe Blütenwiese
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Aufenthaltsbereich mit Spiel- und Picknicktisch sowie Tischtennisplatte
Wie die neue Grünfläche aussehen könnte sowie weitere Details sehen Sie hier.
Mit vielen weitere Projekten wird die Johannstadt erneuert und an die heutigen Bedürfnisse angepasst. Aufgrund des hohen Entwicklungsbedarfes wurde der Stadtteil sowie die angrenzende Pirnaische Vorstadt im Jahr 2014 erstmals in gleich drei verschiedene Förderprogramme von Bund, Land und der Europäischen Union aufgenommen. Mit der Verwendung von städtischem Budget und der Unterstützung durch Fördermittel kann die Umgestaltung der Johannstadt intensiv gesteuert und gefördert werden.