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https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/oberflaechenwasser/blaues-band-geberbach.php 25.10.2021 11:17:58 Uhr 01.12.2021 01:42:32 Uhr

Blaues Band Geberbach

Neue Varianten für die Gewässer- und Radwegeplanung

Gezeichneter Bach mit Bäumen, Radweg und Haltestelle
Visualisierung des neuen Bachlaufes an der Pirnaer Landstraße Ecke Salzburger Straße
Gezeichneter Mann mit einem Fahrrad vor einem Wald mit einem Weg und einem Bach
Idee von Rad- und Fußweg am neuen Geberbach hinter der Pferderennbahn

Das Umweltamt hat eine neue Vorlage für die städtischen Gremien erstellt. Diese enthält verschiedene Varianten für die Gewässer- und Radwegeplanung, unter anderem im Bereich der Rennbahn, der Kreuzung Salzburger Straße/Pirnaer Landstraße und im Altelbarm von der Salzburger Straße bis zur Elbe.

Die Vorlage kann im Ratsinformationssystem der Landeshauptstadt Dresden eingesehen werden:

Informationsvorlage "Gewässer- und Radwegeplanung"


Nach zwei Jahren Vorplanung werden bis zum Jahresende 2021 die ersten Variantenüberlegungen in der Stadtverwaltung und verschiedenen Ausschüssen vorgestellt. Diese Vorschläge werden Anfang 2022 im Rahmen einer Bürgerbeteiligung auch der Öffentlichkeit präsentiert und diskutiert.

Im Ergebnis der Öffentlichkeitsbeteiligung soll sich aus den vorgestellten Möglichkeiten eine sogenannte Vorzugsvariante herauskristallisieren. Diese wird dem Stadtrat Ende nächsten Jahres zum Beschluss vorgelegt. Stimmt der Stadtrat zu, können in den Folgejahren die praktischen Lösungen für die vielen Detailfragen entwickelt, die Genehmigung bei der Landesdirektion Sachsen beantragt, Fördermittel eingeworben und dann hoffentlich - wie geplant - mit der praktischen Umsetzung in 2028 begonnen werden.


Inzwischen ist das Projekt ein Impulsgeber für eine Vielzahl weiterer infrastruktureller Themen geworden. So ist die Umverlegung des Geberbachs der Auslöser, um Lösungsansätze für die zukünftige Entwässerung der angrenzenden Stadtteile zu entwickeln. Das ist wichtig, um in den Stadtgebieten Prohlis, Reick, Nickern und Torna Gewerbe ansiedeln und weitere Wohnungsbauten realisieren zu können.

Gezeichneter Fuß- und Radweg mit einem Mann und einem Bach und Bäumen
So könnte der neue Bachlauf am Seidnitzer Weg zukünftig aussehen.

Im Zuge der Planung wird der Unfallschwerpunkt an der Kreuzung Salzburger Straße/Pirnaer Landstraße entschärft. Darüber hinaus soll das Umsteigen an der DVB-Haltestelle Lassallestraße vereinfacht werden. Der potenzielle Standort für eine Rettungswache zwischen Mügelner Straße und S-Bahnlinie nimmt im Rahmen des Großprojekts ebenfalls konkrete Züge an. Im Bereich des Altelbarms kann die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes endlich Fahrt aufnehmen.

Im Hintergrund werden viele weitere Fragestellungen geklärt: So die Neuordnung von Trinkwasser-, Fernwärme- und Abwasserleitungen im Gebiet, Zuwegungsmöglichkeiten für angrenzendes Gewerbe oder die Verlagerung eines Hundsportplatzes.



Blaues Band Geberbach

Lageplan
Teilbereich Fördergebiet „Dresden Südost“ mit Darstellung des neuen Gewässerverlaufes des Geberbaches

Mit dem einstimmigen Stadtratsbeschluss vom 22. März 2018 zum neuen Fördergebiet "Dresden Südost" fiel auch der Startschuss für das zentrale Projekt "Blaues Band Geberbach".

Der Geberbach, welcher ab der Dohnaer Straße Prohliser Landgraben genannt wird und anschließend in den Niedersedlitzer Flutgraben mündet, soll in einem etwa 4 Kilometer langen Bereich in zwei Abschnitten renaturiert und erlebbar gemacht werden.

Der erste Abschnitt erstreckt sich von der Mügelner Straße, wo er derzeit in eine Verrohrung verschwindet bis in den Niedersedlitzer Flutgraben auf Höhe der Kreuzung Salzburger Straße/Pirnaer Landstraße. Hier soll auf einer neuen Strecke der Bach offengeführt werden. Die in der Mügelner Straße befindliche Verrohrung bleibt weiter bestehen und soll zukünftig als Entlastungskanal das Regenwasser von Prohlis ableiten.

Der zweite Abschnitt führt ab Höhe der Kiesseen Leuben im Niedersedlitzer Flutgraben bis zur Elbe. Der in Dammlage befindliche Geberbach soll hier renaturiert und erlebbar gemacht werden.



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