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https://www.dresden.de/de/rathaus/aemter-und-einrichtungen/unternehmen/stadtarchiv/neuigkeiten.php 04.10.2021 11:16:55 Uhr 21.10.2021 14:28:36 Uhr

Neuigkeiten

Übergabe des fotografischen Bestandes von Christine und Günther Starke an das Stadtarchiv. v.l.n.r: Prof. Thomas Kübler, Christine Starke, Günter Starke und Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch
Übergabe des fotografischen Bestandes von Christine und Günther Starke an das Stadtarchiv. v.l.n.r: Prof. Thomas Kübler, Christine Starke, Günter Starke und Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch

Das Stadtarchiv erhält eine bedeutsame Fotodokumentation des Dresdner Fotografenpaars Christine und Günter Starke

Im Beisein der Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus, Annekatrin Klepsch, erhielt das Stadtarchiv Dresden am Montag, den 27. September 2021, eine bedeutsame Dokumentation von Christine und Günter Starke aus den Jahren 1980 bis 2006.

Der Fotobestand umfasst ungefähr 10.000 Mittel- und Großformat Negative sowie Kleinbild Diapositive. Sowohl Christine Starke als auch Günter Starke fotografierten detailliert den Zustand historisch bedeutsamer öffentlicher Gebäude und Straßenzüge vor der Sanierung und stellten den Neubau vergleichend gegenüber. Die Kulturbürgermeisterin würdigte das Fotografenpaar als Persönlichkeiten und Chronisten Dresdens, die das stadtgesellschaftliche Leben nicht nur einzigartig künstlerisch, sondern auch kulturell erlebbar dokumentieren.

Mit der Übergabe des ersten Teils von Fotonegativen erhält das Stadtarchiv eine einzigartige Fotosammlung zu Dresdens Stadtentwicklung der letzten 30 Jahre die außerhalb der Verwaltungsunterlagen von unschätzbaren Wert sind, so der Amtsleiter Professor Thomas Kübler.

Vitrine mit historischen Unterlagen vom Bankhaus Gebrüder Arnhold
Das Bankhaus Gebrüder Arnhold auf der Waisenhausstraße
Das Bankhaus Gebrüder Arnhold auf der Waisenhausstraße
Blick auf das Arnholdbad, 1950
Blick auf das Arnholdbad im Jahr 1950

Besuch Familie Arnhold in Dresden

Anlässlich des 100. Geburtstages von Henry H. Arnhold dankte die Stadt Dresden dem Engagement der gesamten Familie für die geleisteten Stiftungen in Vergangenheit und Gegenwart. Gemeinsam mit dem Stadtmuseum arrangierte das Stadtarchiv Dresden eine kleine Ausstellung mit Exponaten aus den Beständen beider Institutionen.

Bankhaus Gebrüder Arnhold

Am 26. Dezember 1864 erfolgte die Gründung des Bankhauses Ludwig Philippson (1826-1894). Max Arnhold (1845-1908) trat als Prokurist ein und avancierte bis 1876 zum Alleininhaber. Wenige Monate nach dem Eintritt seines Bruders Georg (1853 – 1926) firmierte das Bankhaus ab dem 3. Januar 1882 unter dem Namen Gebrüder Arnhold.  Das Stammhaus befand sich in Dresden auf der Waisenhausstraße 20-22 und beschäftigte in den 1920er Jahren über 500 Mitarbeiter.

Georg-Arnhold-Bad

Nachdem im Mai 1923 die Ilgen-Kampfbahn, heute das Areal des Rudolf-Harbig-Stadion, eingeweiht wurde, entstand im selben Jahr die Idee zum Bau eines Freibades, für dessen Umsetzung Georg Arnhold 400.000 Reichsmark stiftete. Architekt des Bades sowie der Kampfbahn war der damalige Dresdner Stadtbaurat Paul Wolf. Am 27. Mai 1926 erfolgte die feierliche Einweihung und ab dem 4. Juni 1926 war das Bad für die Dresdner Öffentlichkeit freigegeben.

Deutsches Hygienemuseum

1930 fand die II. Internationale Hygiene-Ausstellung statt, zu der das Museum einen von Wilhelm Kreis entworfenen Museumsbau (1928–1930) im Stil zwischen Neoklassizismus und Bauhaus am Blüherpark bezog. Der Neubau finanzierte sich überwiegend aus Zuschüssen des Reichs, Land Sachsen und der Stadt Dresden. Dabei wurde deutlich, dass eine Umsetzung ohne Sach- oder Geld Stiftungen nicht möglich sein wird. Die Einrichtung des Kleinen Festsaales übernahmen beispielsweise die Gebrüder Arnhold.

Castle College Albrechtsschlösser

Als 1927 die Idee einer amerikanischen Zweiguniversität auf deutschem Boden aufkam, fand das Projekt prominente Unterstützer, darunter die Vertreter der Dresdner Bank, der Güntz-Stiftung sowie des Bankhauses Gebrüder Arnhold. Erklärtes Ziel des Projektes war die Stärkung der deutschen Kultur- und Bildungspolitik sowie der Ausbau internationaler Beziehungen.

Esperanto in Dresden

Heinrich Arnhold lud als Mitorganisator 1908 zum IV. Internationalen Esperanto-Kongress nach Dresden ein. Zu den Teilnehmenden gehörten neben 1450 Esperantisten aus 40 Ländern und sieben Regierungsvertretern auch Dr. Zamenhof, der Schöpfer der Plansprache Esperanto. Der König von Sachsen, Friedrich August III., übernahm die Schirmherrschaft für den Kongress und in der Semperoper wurde Goethes „Iphigenie in Tauris“ in einer Esperanto-Übersetzung aufgeführt. Als Versammlungsräume dienten Räumlichkeiten im Bankhaus auf der Waisenhausstraße.

Tiergartenstraße

Seit den 1920er Jahren veranstaltenden Heinrich und Lisa Arnhold Vortragsabende über wissenschaftliche, politische oder allgemeinbildende Themen in ihrem Haus auf der Tiergartenstraße 32. Das Haus war repräsentativ mit wertvollen Porzellanen, Plastiken, Kunstwerken und Grafiken von Künstlern wie Max Liebermann, Lovis Corinth und Käthe Kollwitz ausgestattet. Ebenso berühmt waren die Gäste, darunter Wassily Kandinsky, Mary Wigman und Albert Einstein.In Erinnerung an diese Veranstaltungen entstand auf Betreiben von Henry Arnhold 2001 die „Lisa and Heinrich Arnhold Lectures“ in Kooperation mit der American Academy und dem Dresden Heritage e. V.

 

Übergabe der Publikation mit Herrn Prof. Kübler und Herrn Dr. Lames
Übergabe der Publikation mit Herrn Prof. Kübler und Herrn Dr. Lames

Bürgermeister Dr. Peter Lames überreicht die Publikation zur Trainerlegende Walter Fritzsch von Uwe Karte an das Stadtarchiv.

Am 20. September 2021 erhielt das Stadtarchiv ein Exemplar der Publikation „Tagebuch für Walter Fritzsch“ vom Bürgermeister Dr. Peter Lames für die Bibliothek. Autor des Buches ist Uwe Karte. Von 1969 bis 1978 war Walter Fritzsch Trainer von Dynamo Dresden. Sein Name ist untrennbar mit der erfolgreichsten Epoche der Vereinsgeschichte verbunden.

Am 4. November 2021 präsentiert Uwe Karte die Biographie über die Dresdner Trainerlegende im Stadtarchiv. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Sie sind herzlich eingeladen.

Prof. Thomas Kübler und Albrecht Voss bei der Vergabe der Stadtbildfotografie
Prof. Thomas Kübler und Albrecht Voss bei der Vergabe der Stadtbildfotografie

Auftrag zur Stadtbildfotografie an Albrecht Voss vergeben

Nach einer intensiven Zeit der Projektvorbereitung und des Auswahlprozesses stellt das Stadtarchiv Dresden mit großer Freude den Stadtbildfotografen Herrn Albrecht Voss vor und bedankt sich bei allen Bewerbern und Bewerberinnen für ihr Interesse.

Herr Voss arbeitet seit 2012 als Werbefotograf und Videoproduzent mit einer Spezialisierung auf Architekturfotografie in Leipzig, Sachsen und Deutschland. Zu seinen Kunden gehören unter anderem die Stadt Leipzig, die TU Chemnitz sowie die Architektenkammer Sachsen und das Bellevue Hotel in Dresden.

https://www.albrechtvoss.com/

Im August startet das Projekt „Stadtbildfotografie“, das die fotografische Dokumentation Dresdens aufgreift und unsere Stadt im Jahr 2021/2022 für die Zukunft festhält. Gemeinsam mit den Stadtbezirken Prohlis, Leuben, Pieschen, Klotzsche, Altstadt, Neustadt, Cotta und Plauen möchten das Stadtarchiv und Herr Voss an die knapp 150-jährige Tradition der Stadtbildfotografie anknüpfen.

Als Stadtbildfotografie wird die dokumentarische Sicht auf die bauliche und nichtbauliche Stadtlandschaft verstanden. Das reicht von der reinen Architekturfotografie über stadtplanerische Aspekte bis zur Fotografie öffentlicher Verkehrsräume. Es ist geplant, die Fotografien im Anschluss an das Projekt der Öffentlichkeit für die Nutzung zur Verfügung zu stellen.

Jürgen-Michael Schulter übergibt dem Stadtarchiv Dresden seinen Bestand an Luftbildern
Jürgen-Michael Schulter übergibt dem Stadtarchiv Dresden seinen Bestand an Luftbildern

Jürgen-Michael Schulter übergibt seine Luftbilder dem Stadtarchiv

Der bekannte Luftbildfotograf Jürgen-Michael Schulter hat dem Stadtarchiv seinen Bestand an Luftbildern von Dresden übergeben. Schulter dokumentiert seit circa 15 Jahren die Landeshauptstadt aus luftiger Höhe. Auf seinen Bildern zeigen sich deutlich die Veränderungen innerhalb der Stadttopographie. Diese private Übergabe ergänzt wesentlich die amtliche Überlieferung, denn das Zwischenarchiv hat das Luftbildarchiv des Amtes für Geodaten und Kataster im Jahr 2021 übernommen.   

Innungsfahne der Kupferschmiede aus dem Jahr 1859. Die grüne Seidenfahne zeigt florale Siedenstickereien an den Ecken und die Inschrift "Kupferschmiedeinnung 1859"
Innungsfahne der Kupferschmiede aus dem Jahr 1859

Restaurierungsprojekt erfolgreich beendet - Innungsfahne der Kupferschmiede 

Am 14. Dezember 2016 wurde die Doppelblattfahne, mit einer beeindruckenden Größe von 1,60 m mal 1,50 m, der Kupferschmiede-Innung aus dem Jahr 1859 durch Herrn Rother, dem letzten Innungsmeister, dem Stadtarchiv Dresden übergeben. Nach Aufarbeitung des Bestandes beschloss das Stadtarchiv die Innungsfahne restaurieren zu lassen, da das Gewebe zwischen den einzelnen Lagen der drei Gewebeschichten verschmutzt sowie sehr spröde und rissig war. Weiterhin schädigte die reliefartige Silberstickerei die Substanz des grünen Seidengewebes. Ziel der Restaurierung war es, die Innungsfahne wieder in einen ausstellungsfähigen Zustand zu bringen. Für die optimale Archivierung wurde gleichzeitig ein alterungsbeständiger Karton angefertigt.

Abbildung eines Bürgerbuchs mit dem Abdruck des städtischen Bürgereids
Bürgereid der Stadt Dresden aus dem Jahr 1588

Historische Bürgerbücher online verfügbar

Neben den bereits digital zur Verfügung stehenden Kirchlichen Wochenzetteln sowie den Personenstandsbüchern leistet das Stadtarchiv Dresden mit der Digitalisierung von 47 Büchern einen wichtigen Beitrag zur Förderung genealogischer und wissenschaftlicher Forschung.  

Die Bürgerrollen und Bürgerbüchern sowie die Bürger-Steuer-Büchern und Bürger-(Verpflichtungs-) Protokolle der Stadt Dresden reichen vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Die Unterlagen verzeichnen diejenigen Einwohner, die das Bürgerrecht erworben hatten, indem sie den Bürgereid geleistet und das Bürgergeld gezahlt hatten. Mit dem Bürgerrecht erwarben diese sogenannten Neubürger bestimmte Rechte, unter anderem zur Ausübung eines Gewerbes oder das Wahlrecht, gleichzeitig waren aber auch Pflichten wie die Verteidigung der Stadt, Geschoßabgaben oder die Übernahme von Ämtern daran gebunden. Einwohner der Stadt ohne Bürgerrecht wurden als Beiwohner (Beisassen) bezeichnet. Häufig wird in Bürgerbüchern die Herkunft der Neubürger festgehalten. Da die Bürgerbücher laufend fortgeführt wurden, sind die Einträge chronologisch und nicht nach Namen angeordnet. Über unsere Archivsoftware Scope können Sie in den digitalisierten Archivalien recherchieren.

Unter folgendem Link können Sie die Bürgerbücher einsehen.

Es zeigt den Mitarbeiter (Minijob) des DKA Fabio Rovigo, Prof. Matthias Drude (1. Vorsitzender) sowie die weiteren sechs Gründungsmitglieder Dr. Werner Barlmeyer, Prof. Thomas Kübler (hintere Reihe von links nach rechts), Frank Geißler, Katharina Lengert, Juliane Linke und Friedermann Stolte (vordere Reihe von links nach rechts).
Fabio Rovigo, Prof. Matthias Drude (1. Vorsitzender), Dr. Werner Barlmeyer, Prof. Thomas Kübler (hintere Reihe von links nach rechts), Frank Geißler, Katharina Lengert, Juliane Linke und Friedermann Stolte (vordere Reihe von links nach rechts).

Neuer Impuls für das Deutsche Komponistenarchiv

Das kulturelle Leben Dresdens ist um eine Facette reicher geworden: Am 28. September gegründet, hat es sich der Verein der Freunde und Förderer des Deutschen Komponistenarchivs e. V. zur Aufgabe gemacht, das in Trägerschaft von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste befindliche Deutsche Komponistenarchiv (DKA) finanziell und ideell zu unterstützen. Seit wenigen Tagen ist der Verein als gemeinnützig anerkannt.

Mangels finanzieller Förderungen war die Arbeit des DKA, das Vor- und Nachlässe deutscher Komponistinnen und Komponisten aller Genres (z. B. Birger Heymann, Gerd Natschinski, Hans Poser, Helmut Zacharias) sammelt und für die praktische und wissenschaftliche Nutzung erschließt, nahezu zum Erliegen gekommen. Aus Spendenmitteln finanziert der Verein seit diesem Jahr einen Minijob für die Arbeit am DKA, dessen Bestände derzeit im Zwischenarchiv des Dresdner Stadtarchivs aufbewahrt werden. Zugleich sucht der Verein in Zusammenarbeit mit dem Beirat des DKA nach einer langfristigen Perspektive für das Archiv.

Zu den Gründungsmitgliedern des Vereins zählen Dr. Werner Barlmeyer (ehemaliger Leiter des Amts für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden und des Dresdner Stadtmuseums), Prof. Thomas Kübler (Leiter des Dresdner Stadtarchivs) und Juliane Linke (Leiterin der Musikabteilung der Städtischen Bibliotheken). Als Vorsitzender des Vereins wurde Prof. Matthias Drude (Professor für Musiktheorie an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden und Vorsitzender des Landesverbands Sachsen/Sachsen-Anhalt im Deutschen Komponistenverband) gewählt. Sein Stellvertreter ist Frank Geißler (HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste).

Noch schlummern zahlreiche ungehobene Schätze des Archivs in Kartons. Für die weitere Erschließung der Bestände erbittet der Verein Spenden und freut sich auch über neue Mitglieder.

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