Technische Daten:
- Baujahr: 1959
- Bauart: Spannbetonfertigteile mit Ortbetonverguss
- Fläche: ca. 190 m²
- Breite: ca. 12 Meter zwischen den Geländern
Das Bauwerk überführt in Ost-West-Richtung die Gleisanlagen der S-Bahnstrecke Görlitz – Dresden. Es befindet sich zwischen den Einmündungen Magazinstraße und Elisabeth-Boer-Straße.
Was ist geplant?
Das neue Bauwerk wird eine Fahrbahnbreite von sieben Metern zwischen den Borden haben und erhält beidseitige Gehwege von 2,5 Metern Breite. Aus bautechnologischen Gründen und zur Freihaltung des Lichtraumes für ein optionales drittes Gleis erhöht sich die Stützweite auf 21,5 Meter.
Ende Oktober 2026 soll das neue Bauwerk voraussichtlich bereits für Fußgänger freigegeben werden. Im Anschluss wird die Behelfsbrücke zurückgebaut. Die Verkehrsfreigabe für den motorisierten Individualverkehr ist Stück für Stück Ende 2026 geplant. Die Kreuzungsbereiche Elisabeth-Boer-Straße und Magazinstraße werden mit der Baumaßnahme zu erneuert. Das erfolgt in mehreren Abschnitten. Grund dafür ist, dass zu jeder Zeit die Durchlässigkeit für Feuerwehr und Individualverkehr gewährleistet werden muss.
Im Februar 2027 ist der Abschluss der Baumaßnahme geplant. Auf Basis dieser Planung wurden bereits Sperrpausen bei der DB AG angemeldet.
Folgende Hauptbaumaßnahmen sind vorgesehen:
- Abbruch des bestehenden Bauwerkes
- Neubau der Brücke einschließlich angrenzender Flügel- und Stützwände
- Ausbau beider angrenzender Kreuzungsbereiche einschließlich Leitungsbau
- Verkehrsführung während der Bauzeit
- Landschaftspflegerische Maßnahmen.
Verkehrsführung während der Baumaßnahme:
Baubedingt wird die Einfahrt in die Elisabeth-Boer-Straße von der Fabricestraße aus gesperrt. Während der Dauer der Sperrung wird deshalb die Einfahrt von der Königsbrücker Straße in die Provianthofstraße eingerichtet.
Bis zur Inbetriebnahme der provisorischen Fußgängerbrücke ist der südliche Gehweg über die Brücke geöffnet, so dass die Querung über die Bahnlinie für Fußgänger und Radfahrer ohne Unterbrechung gewährleistet ist.
Baufortschritt (Stand Juli 2026)
Die Maßnahme startete im Januar 2026 mit dem Bau der temporären Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer. Diese wurde Mitte Februar 2026 freigegeben. Inzwischen Brücke wurde die Brücke vollständig abgebrochen, indem zunächst der Überbau planmäßig ausgehoben und anschließend die Widerlager abgebrochen wurden.
Die neuen Widerlager wurden bewehrt und betoniert. Parallel wurden die neuen Überbauträger zunächst beim Stahlbauer gefertigt, mit Korrosionsschutz versehen und anschließend zum Betonwerk transportiert. Hier wurde noch der Stahlbetonflansch (eine Betonschicht mit Randverbreiterung) aufbetoniert, die später als Schalung für den Ortbeton der Fahrbahnplatte dienen soll.
In der Nacht vom 9. Juli zum 10. Juli montierte eine Spezialfirma die fünf neuen Träger mittels eines Autokrans. Damit die je rund 30 Tonnen schweren Verbundbauteile sicher eingehoben werden konnten, erfolgte eine nächtliche Vollsperrung der darunterliegenden Bahnstrecke inklusive Abschaltung der Oberleitungsanlage. Aufgrund der engen Platzverhältnisse wurden drei der fünf Träger auf Abruf geliefert und vom Schwerlast-LKW direkt an ihren späteren Einbauort gehoben. Zur Sicherung der Lage wurden alle Träger im Anschluss miteinander gekoppelt.
Des Weiteren war werksseitig an den beiden Randträgern bereits das für die Kappen notwendige Traggerüst vormontiert, sodass die Sperrpausen der Bahnanlage auf ein Minimum reduziert werden konnten. Alle Träger konnten in einer Nacht verlegt werden.
Als nächste Arbeiten stehen die Bewehrung und Betonage der Anschlussbereiche zwischen Widerlager und Überbauträgern an. Es folgen dann die Herstellung der Fahrbahnplatte mitsamt Abdichtung und die Betonage der Brückenrandbereiche. Die Arbeiten liegen damit im Plan.