Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/breitbandausbau/gefoerderter-ausbau.php 19.12.2025 08:19:18 Uhr 08.01.2026 18:35:27 Uhr

Geförderter Ausbau der Landeshauptstadt Dresden

Hier erhalten Sie Informationen zu den aktuellen Fortschritten bei der Verlegung von Glasfaserleitungen in Dresden.

Im Sommer 2017 wurden die Internetversorgung und Datennetztopologie im Dresdner Stadtgebiet hinsichtlich unterversorgter Adressen untersucht. Als unterversorgt gilt eine Adresse gemäß Bundesförderrichtlinie, wenn nicht mindestens 30 Mbit/s Bandbreite am Anschluss technisch möglich sind und keine Ausbauzusage eines Telekommunikationsunternehmens für den Nahbereich vorliegt.

Die Ergebnisse dieser Analysen nutzte die Stadtverwaltung, um Fördermittel zum Breitband-Netzausbau bei Bund und Freistaat Sachsen zu beantragen. Mit dem Erhalt der Förderbescheide von Bund sowie Freistaat Sachsen und der Finanzierungszusage des Dresdner Stadtrates für den städtischen Teil wurde die Gesamtfinanzierung zur Erschließung der unterversorgten Adressen im Dresdner Stadtgebiet mit modernen Glasfaseranschlüssen  gesichert.

Was wird gemacht?

Blick in einen Kanal mit verlegten Glasfaserkabeln

Für mehr als 1.600 unterversorgte Adressen, so genannte „Weiße Flecken“, laufen seitdem Planungen, Genehmigungsverfahren und Schritt für Schritt Bauarbeiten vom Auftragnehmer Vodafone, um sie an das hochmoderne Glasfasernetz anzuschließen. Das entspricht rund 3.300 Haushalten. 

Die Bauarbeiten im Rahmen des Förderprojektes umfassen vier Lose im Stadtgebiet, in denen rund 200 Kilometer Glasfasern verlegt und die erforderliche technische Infrastruktur an Knotenpunkten aufgebaut werden muss, damit Haushalte angebunden werden können.

Laufende Bauarbeiten und geplante Baustarts:

Dezember 2025

Zahlen

  • Insgesamt zu verlegende Trassenkilometer: 47,2
  • Bisher gebaute Trassenkilometer (Stand: 1.12.2025): 29,1
  • Neu geschaffene Glasfaser (in km): ca. 15 
  • Anzahl gesetzter Kabelverzweiger (KVZ): 7
  • Im Bau befindliche PoP (Netzknoten): 3

Ausbaugebiet 1 Innenstadt und Süden

Die Mitverlegungen im Stadtteil Naußlitz (Hohendölzschener Straße) schreiten weiterhin voran. In der Potschappler Straße, im Collmweg sowie an der Heideschanze ist ein Großteil der Trasse bereits hergestellt. Die drei Multifunktionsgehäuse der aktiven Netzknoten wurden gestellt und die Stromversorgung bereitgestellt.

Geplante Maßnahmen

Momentan werden die laufenden Baustellen winterfest gemacht. Im ersten Quartal des kommenden Jahres ist die Fortsetzung der Maßnahmen in der Potschappler Straße/Heideschanze sowie in Laubegast und an der Tharandter Straße bis zum Eiswurmlager vorgesehen. Parallel dazu erfolgt in baulich abgeschlossenen Abschnitten und zur Anbindung der aktiven Technikstandorte die Glasfasermontage.

Zahlen

  • Insgesamt zu verlegende Trassenkilometer: 41,3
  • Bisher gebaute Trassenkilometer (Stand: 1.12.2025): 32,9
  • Neu geschaffene Glasfaser (in km): ca. 15
  • Anzahl gesetzter Kabelverzweiger (KVZ): 20
  • Im Bau befindliche PoP (Netzknoten): 3

Ausbaugebiet 2 West

In Niedergohlis muss im kommenden Jahr der Lückenschluss zur B6 noch hergestellt werden. Die Arbeiten in der Hässigen Straße sind abgeschlossen. In Unkersdorf und Steinbach stehen Restarbeiten an, insbesondere das Schließen von Tiefbaulücken sowie die Herstellung fehlender Hausanschlüsse. Im Bereich Merbitz ist die Baumaßnahme, beginnend von der Feuerwehr im Westen, in östliche Richtung bis über den Kirchenweg hinaus vorangekommen. In der Talstraße muss die Realisierung teilweise oberirdisch auf Masten erfolgen. Die Planung hierfür wurde abgeschlossen.

Geplante Maßnahmen

Neben der Fertigstellung der laufenden Projekte liegt der Fokus zu Beginn des Jahres 2026 auf den Lückenschlüssen in Rennersdorf, Brabschütz, Gohlis, Unkersdorf und Steinbach. Sobald es die Witterung zulässt, kann auch die Fortsetzung der Baumaßnahmen auf der Merbitzer Straße vorbereitet werden. Auch hier erfolgt parallel in abgeschlossenen Bereichen die Glasfasermontage zur Anbindung der Technikstandorte.

Zahlen

  • Insgesamt zu verlegende Trassenkilometer: 58
  • Bisher gebaute Trassenkilometer (Stand: 1.12.2025): 25
  • Neu geschaffene Glasfaser (in km): ca. 5
  • Anzahl gesetzter Kabelverzweiger (KVZ): 8
  • Im Bau befindliche PoP (Netzknoten): 4

Ausbaugebiet 3 Nord

In der Bergsiedlung sind die Arbeiten größtenteils abgeschlossen, ebenso in Altfriedersdorf sowie an der Liegauer Straße (außerhalb von Langebrück) und am Weixdorfer Weg. „An den Teichen“ laufen die Baumaßnahmen nach verzögertem Start in Mitverlegung mit dem Wettbewerb.

Geplante Maßnahmen

Der Bau „An den Teichen“ schreitet voran. Hier gelten Auflagen zum Baumschutz sowie durch Mitverlegungen mit Dritten, was sich auf die Bauzeit auswirkt. Aufgrund  Bindefrist von Genehmigungen soll noch im Dezember die Autobahn auf der Hermann-Reichelt-Straße unterquert werden. Der Baustart ist vorbereitet. Anschließend ist geplant, die Trasse an dieser Stelle in Richtung Osten fortzuführen. Sobald die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen, wird der Lückenschluss zum Heidehof auf der Dresdner Straße in Langebrück als eine der vorrangigen Aufgaben eingeplant.

Zahlen

  • Insgesamt zu verlegende Trassenkilometer: 55,1
  • Bisher gebaute Trassenkilometer (Stand: 1.12.2025): 47
  • Neu geschaffene Glasfaser (in km): ca. 14
  • Anzahl gesetzter Kabelverzweiger (KVZ): 26
  • Im Bau befindliche PoP (Netzknoten): 3

Ausbaugebiet 4 Ost

Die Sanierung des „Alten Bahndamms“ in Schönfeld wurde abgeschlossen. Das gilt im Wesentlichen auf für die Baumaßnahmen auf der Meixstraße, dem Nordweg dem Reitzendorfer Weg und dem Spiegelweg. Der Bau der Ersatztrasse zwischen Schullwitz und Eschdorf hat begonnen. Die Realisierung auf der Bühlauer Str. in Höhe Am Gassenberg muss aufgrund der notwendigen Vollsperrung und der gleichzeitigen Sanierung der Straße, koordiniert werden. Die Realisierung wird voraussichtlich in den Schulferien erfolgen.

Geplante Maßnahmen

Die laufenden Projekte werden weitergeführt, mit besonderem Fokus auf die Glasfasermontage. Zum Jahresbeginn 2026 muss der Fokus auf der Schließung von Lücken in Weißig auf der Bautzner Landstraße, der Bahnhofstr, Forststr. und Hauptstr. sowie der Cunnersdorfer Str. bzw. Am Schloß in Schönfeld liegen.

Karte der Ausbaugebiete

Die vorgesehenen Termine, ab denen eine Anschaltung möglich sein soll, sind ab einer Zoomstufe kleiner 1:3.000 zu erkennen. 

Wer ist beteiligt?

Nach erfolgter Evaluation unterversorgter Adressen in Dresden beantragte die Stadtverwaltung Fördermittel zum Breitband-Netzausbau bei Bund und Freistaat Sachsen. Die Ergebnisse waren auch Grundlage, für die öffentliche Vergabe der Stadtverwaltung für Netzplanung, -bau und -betrieb.

Im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens hat die Stadtverwaltung die Vodafone GmbH als Auftragnehmerin und Projektpartnerin gefunden. Die Beauftragung wurde durch den Stadtrat bestätigt. Mit dem Erhalt der Förderbescheide von Bund und Freistaat Sachsen und der Finanzierungszusage des Dresdner Stadtrates für den städtischen Teil wurde die Gesamtfinanzierung gesichert. Der Vertrag mit der Vodafone GmbH konnte geschlossen werden. Am 16. Juli 2020 startete das öffentlich geförderte Projekt zur Versorgung der Weißen Flecken in Dresden.

Wer sind die Förderpartner?

  • Bundesförderung Breitband
  • Bundesministerium für Digitales und Verkehr
  • Freistaat Sachsen

Wie wird gefördert?

Die Netzplanung, Netzbau- und Betrieb für die Glasfaserverlegung werden bezüglich nicht gedeckter Kosten, der so genannten Wirtschaftlichkeitslücke, über die Bundesförderung zum Breitband vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Diese Finanzierungslücke für notwendige Investitionen lässt sich am Telekommunikationsmarkt nicht erwirtschaften. Deshalb würde ohne Förderung kein entsprechender Netzausbau erfolgen. Die Finanzierung der Wirtschaftlichkeitslücke von rund 25,3 Mio. Euro wird für die vier Dresdner Ausbaugebiete durch Fördermittel des Bundes (12,7 Mio. Euro) und eine Ko-Finanzierung des Freistaates Sachsen (10,1 Mio. Euro) geschlossen. Auch die Landeshauptstadt Dresden steuert weitere 2,5 Millionen Euro aus ihrem Haushalt bei.

Für die Grundstückseigentümer werden die Anschlüsse innerhalb des Förderprojektes kostenlos errichtet. Voraussetzung dafür war der Abschluss eines Grundstücksnutzungsvertrages der Eigentümer mit der Vodafone bis zum 17. November 2020. Das war notwendig, um den reibungslosen Planungs- und Ausbauablauf und feste Projekttermine, auf die sich die Stadt als Auftraggeberin mit der Vodafone verständigt hat, zu realisieren.

Anzeige

Partner