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Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/01/pm_009.php 08.01.2026 15:08:13 Uhr 09.01.2026 10:41:30 Uhr |
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Dresdens Einwohnerzahl 2025 rückläufig
Ursache ist ein hohes Geburtendefizit
Am 31. Dezember 2025 hatten laut dem Melderegister der Landeshauptstadt Dresden 571.510 Personen ihren Hauptwohnsitz in Dresden. Das sind 2.138 Einwohnerinnen und Einwohner oder 0,4 Prozent weniger als im Vorjahr. 2024 gab es noch einen Zuwachs der Bevölkerung.
Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner mit deutschem Pass sank von 501.770 im Jahr 2024 auf 498.311 im Jahr 2025. Der Rückgang setzte sich damit fort.
Ausländische Staatsangehörige
Ohne deutschen Pass waren zum Jahresende 73.199 Personen in Dresden gemeldet. Die mit Abstand am häufigsten vertretenen ausländischen Staatsangehörigen in Dresden kommen aus der Ukraine mit 10.375 Personen (2024: 9.919) und aus Syrien mit 7.069 Personen (2024: 7.301). Indien folgt mit 3.948 Personen (2024: 3.532) auf Platz drei. Der Ausländeranteil betrug 12,8 Prozent und ist damit etwas höher als 2024 (12,5 Prozent).
Geschlechterverteilung
Die Verteilung nach Geschlechtern war zum Jahresende 2025 weiterhin recht ausgeglichen: 284.382 Personen (49,8 Prozent) waren männlich und 286.988 (50,2 Prozent) waren weiblich. 140 Personen waren im Melderegister als „divers“ oder „ohne Angabe“ eingetragen. Das sind deutlich mehr als noch in den beiden Vorjahren (2024: 66, 2023: 14). Grund dafür ist eine Gesetzesänderung, die Änderungen des Geschlechts im Melderegister vereinfacht hat.
Geburten und Sterbefälle
Zur Bevölkerungsbewegung liegen vorläufige Zahlen aus dem Dresdner Melderegister vor. Die Zahl der Lebendgeborenen – deren Mütter mit Hauptwohnsitz in Dresden gemeldet sind – ging 2025 auf 3.890 zurück, im Vorjahr waren es 4.106 und im Jahr 2023 noch 4.268 Kinder. Der Geburtenrückgang, der 2017 eingesetzt hat, schwächte sich in den vergangenen Jahren etwas ab. Die Geburtenzahl der letzten zwölf Monate war seit Jahresmitte 2024 weitgehend stabil, ging jedoch in der zweiten Jahreshälfte 2025 wieder zurück. Ein Teil der Meldungen des Standesamtes konnte aufgrund von IT-Problemen allerdings noch nicht in das Melderegister übertragen werden.
Die Anzahl der Gestorbenen hat sich 2025 wieder leicht erhöht und betrug 5.881 (2024: 5.816). Die Differenz aus Geborenen und Sterbefällen ergibt im Jahr 2025 ein sogenanntes Geburtendefizit von 1.991 Personen. Es fällt damit höher aus als in den Vorjahren (2024: 1.710, 2023: 1.764).
Zu- und Fortzüge
Nach den vorläufigen Angaben aus dem Melderegister sind 2025 circa 29.000 Personen nach Dresden zugezogen und ungefähr genauso viele auch fortgezogen. Der Wanderungssaldo war 2025 damit relativ ausgeglichen. Im letzten Jahr gab es noch einen Wanderungsüberschuss von etwa 3.000 Personen. Auffällig sind im Jahr 2025 insbesondere weniger Zuzüge aus dem Ausland sowie den ostdeutschen Bundesländern (einschließlich Sachsen) bei gleichzeitig höheren Fortzügen in die ostdeutschen Bundesländer und nach unbekannt, einschließlich der sogenannten Abmeldungen von Amts wegen.