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https://www.dresden.de/de/rathaus/aemter-und-einrichtungen/unternehmen/feuerwehr/brandschutz/vorbeugender-brandschutz.php 17.03.2021 10:30:53 Uhr 13.04.2021 14:42:54 Uhr
ausgelöster Sprinkler nach einem Brand
© Amt 37

Vorbeugender Brandschutz

30. Oktober 2020

Keine Beratung im Vorbeugenden Brandschutz

Bis auf Weiteres finden wegen der Corona-Schutzmaßnahmen keine persönlichen Beratungen im Vorbeugenden Brandschutz, weder vor Ort noch im Bürogebäude Scharfenberger Str. 47 statt.

Auch Terminvereinbarungen sind grundsätzlich nicht möglich.

Beteiligungen sind selbstverständlich weiterhin schriftlich oder per E-Mail: feuerwehr-vb@dresden.de möglich. Personalmangel führt aktuell leider zu erhöhten Wartezeiten.

Vorbeugender Brandschutz

Der Vorbeugende Brandschutz teilt sich bei der Feuerwehr Dresden in zwei Bereiche auf.

1.) Sachgebiet Baugenehmigungsverfahren
2.) Sachgebiet Brandverhütungsschau

Baugenehmigungsverfahren

Das Sachgebiet Baugenehmigungsverfahren, insofern das Amt und die Landeshauptstadt an sich vertretend, nimmt die Funktion „Beteiligung der örtlichen Feuerwehren im [bauordnungsrechtlichen] Genehmigungsverfahren“ gemäß SächsBO, § 69 (1), 2. und DVOSächsBO, § 30 für die Stadt Dresden wahr (gesetzliche Pflicht). Diesem Rahmen entsprechend obliegen den Mitarbeitern des SG Baugenehmigungsverfahren folgende Aufgaben:

  • Prüfung und Beurteilung von Bauvorlagen brandschutztechnischer Relevanz und Erarbeitung von Stellungnahmen für die abfordernden Behörden (i. d. R. Bauaufsichtsamt) bzw. Prüfingenieure
  • Beratung von Architekten, Fachplanern, Bauherren zu brandschutztechnischen Erfordernissen innerhalb und außerhalb förmlicher Genehmigungsverfahren
  • Teilnahme an Bauabnahmen
  • Kontrolle und amtliche Kennzeichnung von Feuerwehrflächensystemen
  • Mitarbeit bei der Aufschaltung von Brandmeldeanlagen und/oder automatischen Feuerlöschanlagen auf die Integrierte Regionalleitstelle sowie bei der Planung und Realisierung von Schließsystemen zur Sicherung des gewaltfreien Zugangs der Feuerwehr im Brandfall

Somit zugehörig erfolgt im Sachgebiet auch die Erarbeitung von Stellungnahmen und die Beratung im Fachbereich Brandmeldeanlagen und Feuerwehrschließungen. Des Weiteren wird das Sachgebiet als Träger öffentlicher Belange auch im Bauplanungsrecht und im Rahmen der Bauleitplanung der Stadt Dresden beteiligt. Insofern obliegen dem Sachgebiet auch die Prüfung und Darstellung brandschutztechnischer Erfordernisse (Stellungnahmen + Beratungen) zu verschiedensten städtischen Satzungs-/Satzungsänderungsentwürfen. Das Gleiche gilt analog für konzentrierte Genehmigungsverfahren zu Infrastrukturvorhaben (z. B. Planfeststellungsverfahren).

Im Rahmen der Pflicht der Stadt Dresden zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung nach § 6, (1), 4. SächsBRKG obliegt dem Sachgebiet gemäß Aufgabengliederungsplan der Stadt Dresden zudem die (nicht nur innerstädtisch) koordinierende Federführung im Prozess der Komplettierung der Sicherstellung der Löschwasserversorgung der Stadt Dresden. Das bedingt die Organisation und Durchführung von LW-Konferenzen mit externen Partnern sowie Beratungen und die Erarbeitung von Stellungnahmen zu zentralen und dezentralen Maßnahmen zur Sicherstellung bzw. Verbesserung der Löschwasserversorgungssituation in der Stadt Dresden.

Ferner sind die Mitarbeiter des SG in das Sytem der Einsatzführungsdienste und für den Fall von Großschadenslagen oder Katastrophen in die entsprechenden Führungsstäbe integriert.

Brandverhütungsschau

Die Brandverhütungsschau (BVS) erfolgt auf der Grundlage vom Sächsischen Gesetz über den Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz (SächsBRKG) und weiteren korrespondierenden Regelungen. In der Landeshauptstadt Dresden wird die BVS durch das Sachgebiet (SG) 37.42 auf Grundstücken, in Gebäuden, Betrieben, Einrichtungen und Anlagen mit einer erhöhten Brand- und Explosionsgefahr durchgeführt. Weiterhin erfolgt die BVS auch, wenn bei Ausbruch eines Brandes eine größere Anzahl von Personen oder unwiederbringliches Kulturgut gefährdet sind. 

BVS - pflichtige Objekte sind Sonderbauten wie z.B. Hochhäuser, Verkaufsstätten, Versammlungsstätten, Krankenhäuser, Schulen und Hochschulen, Beherbergungsstätten, Kirchen, Kindertagesstätten. 

Diese Objekte werden im Zeitraum zwischen drei und fünf Jahren begangen. Die Begehungen in den Objekten sind eine präventive Maßnahme und dienen dem vorbeugenden Erkennen und der Abwehr von Gefahren die zu Bränden oder Explosionen führen können. Dabei sind offensichtliche brandgefährliche Zustände festzustellen und ihre Beseitigung zu veranlassen.

 Brandgefährliche Zustände sind insbesondere solche, die

  • die Entstehung eines Brandes und die Ausbreitung von Feuer und Rauch begünstigen,
  • die Rettung von Menschen und Tieren gefährden und
  • wirksame Löscharbeiten behindern.

Mit der Brandverhütungsschau sollen zudem auch die Voraussetzungen für eine zielgerichtete Vorbereitung möglicher Feuerwehreinsätze geschaffen werden. Brandverhütungsschauen umfassen auch die Prüfung der technischen und organisatorischen Maßnahmen des vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes.

Festgestellte Mängel werden dem Eigentümer, Besitzer, Verwalter oder Nutzer des Grundstücks, Gebäudes, Betriebs, oder Einrichtung mitgeteilt. Gleichzeitig erhält er Vorschläge, wie sie beseitigt werden können.

Festgestellte bauliche Mängel, welche erhebliche Bedenken bezüglich der Personenrettung und Brandbekämpfung darstellen, werden der zuständigen unteren Bauaufsichtsbehörde zur Einleitung von Maßnahmen bzw.  Überwachung der Mängelbeseitigung übergeben.

Weitere Aufgaben des Sachgebietes bestehen in der:

  • Abnahme von General- und Bauproben in den Theatern und Spielstätten;
  • Planung, Organisation der Brandsicherheitswachdienste in Theatern und Spielstätten und  Sonderveranstaltungen sowie die  Vorbereitung der Abrechnung der BSW-Dienste;
  • Stellungnahme zu Anträgen zur Genehmigung der Verwendung von Pyrotechnik bei Veranstaltungen;
  • Stellungnahme zu Anträgen zur Genehmigung der Lagerung und des Verkaufs von Pyrotechnik;
  • Beurteilung und Überprüfung der brandschutztechnischen Belangen bei Veranstaltungen und Märkten, sowohl in der Vorbereitung als auch während der Durchführung;
  • Beratung von Bürgern, Firmen und Institutionen zu Fragen des vorb. Brandschutzes;
  • Begehungen zur Erteilung der Betriebserlaubnis von Kindertagesstätten
  • Unterstützung von Landes- und Kommunalbehörden bei der Begehung von Gebäuden, Anlagen und Lagerplätzen mit erhöhtem Personenaufkommen und bei der Herstellung, Verarbeitung und Lagerung von umweltgefährlichen Stoffen

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