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https://www.dresden.de/de/wirtschaft/wissenschaft/excellence-award/dea2021_bachelor.php 18.03.2022 12:41:30 Uhr 29.01.2023 00:36:33 Uhr

DEA-Preisträger 2021 Stufe Bachelor

Lukas Grambole (HTW Dresden)

Langfristige Instrumente zur Fremdfinanzierung für die SachsenEnergie AG

Kurzbeschreibung

Durch die Fusion der DREWAG und der ENSO, welche im Dezember 2020 beschlossen wurde, entstand in Form der SachsenEnergie das größte kommunale Versorgungs­unternehmen Ostdeutschlands. Die neue Dimension der fusionierten Gesellschaft und ihre ambitionierten Investitions­vorhaben führen dazu, dass ihre bisher genutzten Finanzierungsinstrumente nicht zu einer zielgerichteten Deckung ihrer Kapital­bedarfe ausreichen. Während auf der Eigenkapitalseite das Vermögen der kommunalen Anteilseigner geschont werden soll, bringen die wachsenden Volumen etablierte Fremdkapitalgeber in Folge des Klumpenrisikos an ihre Grenzen. Demgegenüber bieten die neue Unternehmensgröße und Finanzierungsmöglichkeiten abseits klassischer Kreditformen Potenziale, um die Investititons­vorhaben der SachsenEnergie effizient umzusetzen.

Diese Arbeit erörtert daher, welche Instrumente zur langfristigen Fremdfinanzierung der SachsenEnergie existieren und welche Vor- und Nachteile diese für das Unternehmen haben.

Botschaft für den DRESDEN EXCELLENCE AWARD

Der SachsenEnergie als kommunalem Versorgungsunternehmen wird im Zuge aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen wie der Digitalisierung und dem Aufbruch in eine klimaneutrale Gesellschaft eine entscheidende Rolle zuteil. Als Komplettanbieter im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge treibt das Unternehmen die Verbreitung von erneuerbaren Energiesystemen aktiv voran und entwickelt seine Netze in Dresden und Ostsachsen rund um die Versorgung mit Strom, Gas, Fernwärme, Wasser und Breitband-Zugängen fortwährend weiter. Auf diese Weise trägt die SachsenEnergie zur Dekar­bonisierung des emissionslastigen Energiesektors bei und gestaltet eine zukunftsfähige Infrastruktur für die Menschen und die Wirtschaft vor Ort. Hierfür möchte das Unternehmen im Zeitraum von 2022 - 2031 drei Milliarden Euro investieren, was im Hinblick auf den damit verbundenen Kapitalbedarf eine große Herausforderung für den Konzern der Landeshauptstadt Dresden darstellt.

Meine Bachelorarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung dieser Investitionen, da sie der SachsenEnergie zahlreiche Möglichkeiten verdeutlicht, um ihre Vorhaben situationsbezogen optimal zu finanzieren. Die dargestellten Finanzierungsinstrumente zeigen dem Unternehmen zusätzliche Potentiale für seine Bemühungen im Rahmen der Energiewende und des Netzausbaus auf, um ihm eine krisenfeste und risikoarme Finanzierungsstrategie zu ermöglichen, welche zur Zeit insbesondere im Hinblick auf die beschleunigte Erderwärmung, die Klimaschutzziele der Landeshauptstadt Dresden und die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie von essentieller Bedeutung ist.

Durch die anwendungsorientierte Betrachtung von klassischen und neuartigen Fremd­finanzierungs­instrumenten in Bezug auf die SachsenEnergie als kommunales Versorgungs­unternehmen gehen von meiner Bachelorarbeit grundsätzliche Implikationen aus, die auch auf andere Unternehmen der sächsischen Landeshauptstadt übertragen werden können, um ihre Kapitalbedarfe effizient zu decken.

Nächste Ziele und Vorhaben

Im März 2021 begann ich ein Masterstudium im Management mittelständischer Unternehmen an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, um mein Wissen in den Bereichen der Wirtschafts­wissenschaften und der Führung von regional verankerten Unternehmen zu vertiefen. In diesem Zusammenhang beschäftige ich mich verstärkt mit Nachhaltigkeitsaspekten in Bezug auf die Umweltökonomie und das Umweltmanagement.

Meine explizit erworbenen Kenntnisse aus dem Finanzbereich des Energiesektors setze ich während meines konsekutiven Studiums schwerpunktmäßig bei der Finanzierung von Wind- und Solarparks ein. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus der Branche untersuche ich zurzeit im Rahmen eines Projektes, mit welchen Instrumenten Energieparks abseits der Förderung durch das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz langfristig finanziert werden können, um ein national und international anwendbares Konzept zur Finanzierung einer klimaneutralen Energieversorgung zu entwickeln. In diesem Themengebiet möchte ich im Jahr 2022 meine Masterarbeit schreiben und anschließend innerhalb der Energiebranche tätig werden.

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