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Meldung vom 30.11.2006

Kriminalpräventiver Jugendhilfepreis EMIL 2006 wird morgen verliehen

Morgen (1. Dezember) wird zum zweiten Mal der kriminalpräventive Jugendhilfepreis EMIL verliehen. Sein Name steht als Abkürzung für engagierte, mutige und intervenierende Lebenshilfe. Die Auszeichnung von Landeshauptstadt Dresden und Stiftung für Soziales & Umwelt der Ostsächsischen Sparkasse ist mit einem Preisgeld von 3.000 Euro verbunden. "Mit der Preisvergabe wollen wir die vielen ehrenamtlichen Vereine, die in der präventiven Jugendarbeit tätig sind, für ihr Engagement und ihre Arbeit würdigen", erklärt Carsten Biesok, Vorstandsmitglied der Stiftung für Soziales & Umwelt der Sparkasse.

15 Projekte hatten sich für den EMIL 2006 beworben. Die Jury entschied sich für den Jugendtreff „Spike“ Altstrehlen 1 e. V. Besonders beeindruckt war sie von der Arbeit dieses Vereins mit Graffiti-Sprayern. Wöchentliche Graffiti-Workshops gehören zu seinem Angebot. Die Sprayer können legale Flächen nutzen. Ein Beispiel dafür ist die Bahnbogengalerie am Bahnhof Mitte. Sie wurde von Jugendlichen unter Anleitung ihrer Projektleiter mitgestaltet. Auch in der Flutrinne können Arbeiten der Sprayer bewundert werden. "Mit der beispielhaften kriminalpräventiven Arbeit des Vereins ist es gelungen", so Sozialbürgermeister Tobias Kogge, "illegale Graffiti in unserer Stadt zurückzudrängen.“

Die Preisverleihung bildet den Auftakt zur Fachtagung des Dresdner Gesprächskreises Jugendhilfe und Justiz, der sich dem Umgang mit jugendlichen und heranwachsenden Sexualstraftätern widmet. Das Thema wurde gewählt, weil die Praxis der Jugendhilfe und der Kinder- und Jugendpsychiatrie belegt, dass es zunehmend Kinder und Jugendliche mit sexuell grenzverletzendem Verhalten gibt. Diesem Verhalten liegt oftmals fehlende soziale Kompetenz im Umgang miteinander zugrunde. Fehlende Therapiemöglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen erschweren die Arbeit der Jugendhilfe und Justiz.

Ziel der Fachtagung ist es daher, Handlungsstrategien zu erarbeiten und Angebote zu entwickeln. Denn eine bedarfsgerechte, professionelle Arbeit mit den Tätern ist auch der beste Opferschutz. Als Referenten und Gesprächspartner stehen etwa Chefarzt Dr. med. habil. Peter Hummel, Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in Arnsdorf, Oberstaatsanwalt Christian Avenarius, Leiter der Jugendstaatsanwaltschaft Dresden, Rechtsanwalt Alexander Hübner, Mitglied der Strafverteidigervereinigung Sachsen-Anhalt, Beiratsmitglied der DVJJ- Landesgruppe Sachsen e.V., zur Verfügung.

Der Jugendhifepreis EMIL wurde erstmals 2005 verliehen. Preisträger war der Kinderland Sachsen e. V. mit seinem erfolgreichen Streitschlichtungsprojekt in der 44./56. Mittelschule. Er setzte sich in einem Wettbewerb unter insgesamt 12 Bewerbern durch.

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