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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/01/pm_045.php 22.01.2026 15:25:51 Uhr 22.01.2026 17:56:36 Uhr

Gesundheitsprojekt für Frauen mit Migrationserfahrung erfolgreich

Verein nimmt entwickelte Workshop-Formate dauerhaft im Angebot auf

43 Workshops, 12 Vorträge sowie mehrere Broschüren und Flyer: Das sind die Ergebnisse eines vierjährigen Gesundheitsprojekts für Frauen und Mädchen mit Migrationserfahrung, welches jetzt erfolgreich zum Abschluss kommt. Umgesetzt wurde es gemeinsam vom Amt für Gesundheit und Prävention und dem Verein MEDEA. Das Projekt wurde mit 110.000 Euro aus Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit gefördert. Rund 550 Frauen mit Migrationserfahrung und 270 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren nahmen an den Angeboten teil. 

„Unser Vorhaben, Frauen und Mädchen in einer selbstbestimmten und eigenverantwortlichen, gesunden Lebensweise zu unterstützen, ist gut gelungen. Das Projekt hat Frauen aus den verschiedensten Herkunftsländern und Altersklassen erreicht. Das Spektrum der Themen ging von Informationen zur seelischen Gesundheit bis zu Fragen der Stressbewältigung. Das wirkt ganz sicher auch über das Projektende hinaus.“

Gesundheitsbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann

In 24 Workshops zur „Einfachen Sprache“, 19 Workshops zur „Seelischen Gesundheit und Stressbewältigung“ sowie 12 vielfältigen Vorträgen konnten sich die Teilnehmenden informieren, austauschen und ihre Gesundheitskompetenz stärken. Ergänzend sind 17 Kooperationsvereinbarungen mit weiteren Trägern geschlossen worden, um die Vernetzung und die nachhaltige Wirkung des Projekts zu sichern.

Die entwickelten Workshop-Formate nimmt MEDEA International künftig dauerhaft in das Angebot auf und stellt sie auch anderen Organisationen zur Verfügung. Die Broschüren werden teilweise überarbeitet und stehen anschließend als interaktive PDFs für Interessierte zur Verfügung. Mit den Gesundheitswegweisern setzt die Stadt Dresden eine vom Stadtrat beschlossene Maßnahme des Aktionsplans Integration um, siehe unter www.dresden.de/integration

„Gesundheitliche Chancengleichheit ist ein zentrales Anliegen des GKV-Bündnisses für Gesundheit. Mit dem Projekt zur Gesundheitsförderung von Frauen und Mädchen mit Migrations- und Fluchterfahrung konnte insbesondere die individuelle Gesundheitskompetenz gestärkt werden, in dem die Teilnehmerinnen für präventive Maßnahmen und Früherkennungsangebote sensibilisiert wurden. Ergänzend dazu wurden Fachkräfte durch gezielte Schulungen und praxisnahe Handreichungen für eine migrantensensiblen Ansprache und Beratung sowie für die besonderen Bedarfe der Zielgruppe qualifiziert.“ 

Jenny Müller, die das Projekt stellvertretend für das GKV-Bündnis für Gesundheit in Sachsen während der Projektumsetzung begleitet hat

Hintergrund:

71.869 Dresdnerinnen und Dresdner haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. (Stand 30. Juni 2025). Der Anteil ausländischer Frauen an der Gesamtbevölkerung beläuft sich auf sechs Prozent (34.045 Personen). Zum Vergleich: Am 30. Juni 2020 gehörten 26.220 Männer und 20.574 Frauen zur ausländischen Bevölkerung Dresdens, der Frauenanteil lag bei 3,7 Prozent.

GKV-Bündnis für Gesundheit in Sachsen:

Das GKV-Bündnis für Gesundheit in Sachsen ist eine gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Förderung der Gesundheit und Prävention in sächsischen Kommunen. Es unterstützt Projekte, die auf die Verbesserung der Lebensqualität ausgerichtet sind und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung kommunaler Gesundheitsförderung.