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Meldung vom 28.11.2006

Ständige Ausstellung im Stadtmuseum öffnet am 30. November

Altes wiedersehen und Neues entdecken
Am kommenden Donnerstag, 30. November, öffnet die neue ständige Ausstellung im Stadtmuseum Dresden. Nach über dreijährigem Planen und Bauen, Forschen und Restaurieren wurde sie noch im Jubiläumsjahr der Stadt fertiggestellt. Das Stadtmuseum lädt die vielen Freunde der Dresdner Geschichte in die Ausstellung ein, um Altes wiederzusehen und Neues zu entdecken.
Im Mittelpunkt der Ausstellung im sanierten Landhaus stehen die Dresdnerinnen und Dresdner als Akteure, Zeugen und Sammler der Stadtgeschichte. Die Tradition bürgerlicher Kultur ist das Leitmotiv: das Mit- und Gegeneinander zwischen der Stadt und dem Machtzentrum des sächsischen Hofes, die Entfaltung bürgerlichen Selbstbewusstseins im 19. Jahrhundert, die Behauptung bürgerlicher Kultur gegen die Diktaturen des 20. Jahrhunderts, aber auch die Beteiligung an deren Kulturvernichtung.
Großen Raum nimmt die neueste Stadtgeschichte ein, die Demokratien und Diktaturen des 20. Jahrhunderts, die Entwicklungen und Kontroversen der Gegenwart.
Die politischen Ereignisse und Veränderungen in der Stadt und im täglichen Leben reflektieren viele Dresdnerinnen und Dresdner in Tagebüchern, Fotoalben und Zeichnungen. In über 150 Geschichten erzählen sie aus ihrem Leben in der Stadt. Wochenschauen, professionelle Dokumentar- und ambitionierte Amateurfilme beleuchten den Wandel der Stadt im letzten Jahrhundert.
Viele Bürgerinnen und Bürger liehen oder schenkten Exponate. Dazu gehört ein Stück Sandstein vom Schloss, das ein Dresdner bei seiner Flucht aus der DDR im Kofferraum eines VW-Käfers als Glücksbringer und Andenken umschlungen hielt.
Endlich kann das Museum auch den „Sophienschatz“ fast vollständig zeigen. Dabei handelt es sich um Schmuck aus den Gräbern der Sophienkirche und die mit kostbaren Anhängern dekorierte Königskette der Dresdner Bogenschützen. 1977 waren große Teile des Schatzes aus dem Stadtmuseum gestohlen worden.
Anhand von Ton- und Bilddokumenten können sich die Besucherinnen und Besucher ausführlich zum Beispiel mit der Dresdner Musikgeschichte oder dem Ringen der Dresdner Juden um Gleichberechtigung im 19. Jahrhundert beschäftigen. Ein Raum ist der Geschichte des Erinnerns an die Zerstörung der Stadt im Februar 1945 gewidmet.
Die neue ständige Ausstellung beginnt in der Gegenwart. Im Foyer des 4. Obergeschosses ist ein 54 Quadratmeter großes Luftbild von Dresden, das größte Luftbild der Stadt, auf dem Fußboden montiert. Es entstand in Zusammenarbeit mit der Stadt und der TU Dresden. Das Bild im Maßstab 1:3600 ist begehbar. Die Besucher haben Gelegenheit, vor ihrem Rundgang durch die Stadtgeschichte die Stadtlandschaft als Ganzes und die eigenen Lieblingsorte in Dresden aus der Luft zu betrachten.
Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden, Telefon (03 51) 65 64 80, geöffnet Dientag, Mittwoch, Donnerstag, Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Freitag von 12 bis 20 Uhr.

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