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Meldung vom 08.11.2006

Dresdner Demokratiewochen vom 7. bis 21. November

„Es verändert sich nichts, wenn man sich nicht einmischt“
Demokratie — die Volksherrschaft — lebt davon, dass Bürger mitdiskutieren, sich einmischen und politisch aktiv sind. Dafür werben die ersten Dresdner Demokratiewochen und wollen damit gleichzeitig gegen antidemokratisches Denken mobilisieren. Außerdem möchten sie anregen, über die Zukunft der Demokratie nachzudenken. Vom 7. bis 21. November sind die Bürgerinnen und Bürger zu zahlreichen Informations- und künstlerischen Veranstaltungen eingeladen.
— Podiumsdiskussion
Um das Thema „Wir wollen Bürgerbeteiligung! — Aber welche? Was man aus der Auseinandersetzung um die Waldschlößchenbrücke lernen kann“ geht es am Mittwoch, 8. November, 18:30 Uhr im Kulturrathaus, Königstraße 15. Die ZukunftsWerk Stadt lädt zu der Podiumsdiskussion ein.
— Spaziergang durch Dresden am Schicksalstag 9. November
Der 9. November ist in der Geschichte der Dresdner und der Deutschen ein sehr wichtiges Datum: 1848 Erschießung des Republikaners Robert Blum, 1918 Ausrufung einer deutschen Republik durch Scheidemann und einer sozialistischen Republik durch Liebknecht, 1923 gescheiterter Umsturzversuch Hitlers, 1938 Reichspogromnacht, , 1989 Mauerfall. Mit ihren Inszenierungen erinnern Künstler der Stadt am Donnerstag, 9. November, an wichtige Ereignisse in Dresden. Die Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich gemeinsam auf einem Rundgang daran zu erinnern. Die einzelnen Stationen:
17.30 Uhr Treff Eingang Bärenzwinger
17.45 Uhr Bärenzwinger
18.30 Uhr DVB-Sonderbus, Fahrt zum Ständehaus
19.00 Uhr Ständehaus
19.45 Uhr am Fuß der Carolabrücke, Neustädter Seite
20.30 Uhr zwischen Kreuzkirche und Rathaus
21.30 Uhr Lichthof des Rathauses.
— SPIEL! Ängste und Träume
Sebastian Krumbiegel setzt sich ein für eine Zivilgesellschaft, die tolerant und weltoffen ist. „Es verändert sich nichts, wenn man sich nicht einmischt“, sagt er. Der Sänger der „Prinzen“ und Kristof Hahn lesen am 10. November, 22.30 Uhr im Kleinen Haus Glacisstraße 28, aus dem Buch „Hoffnung säen — Lebensgeschichten von Flüchtlingen“. Es versammelt Krumbiegels Lebensgeschichten von Flüchtlingen aus Afghanistan, Iran, Irak, Serbien und Syrien. Menschen kommen zu Wort, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und jetzt in Deutschland leben. Dazu erklingen Lieder aus Sebastian Krumbiegels Soloalbum sowie Cover-Versionen von Rio Reiser oder Udo Lindenberg.
— Das dynamische Labyrinth
Am 12. November, 15 Uhr, wird „Das dynamische Labyrinth“ auf der Schloßstraße/Ecke Taschenberg eröffnet. Die Installation des Künstlers Sebastian Hempel ist beweglich. Der Besucher durchwandert die Kunstinstallation und trifft auf sich permanent verändernde Situationen, die durch die Bewegungen anderer Besucher verursacht werden. Der Gedanke dahinter: Jeder, der sich einen Weg durch das „Labyrinth des Lebens“ bahnt, verändert etwas. Er verschiebt Wände und Begrenzungen.
Das für das eigene Fortkommen notwendige Verschieben von Hindernissen, kann gleichzeitig die Bewegungsräume anderer einschränken, aber auch erweitern.
— Demokratie auf Rädern und Schienen
„Demokratie in Fahrt — Politische Bildung auf Rädern und Schienen“ ist das Rahmenprogramm der Demokratiewochen überschrieben. Auf den Bildschirmen von Straßenbahnen und Bussen erhalten die Fahrgäste Antworten auf die Frage „Was ist Demokratie?“ Kurze, prägnante Präsentationen erklären Begriffe, wie Demokratie, Pluralismus, Zivilcourage und Toleranz.
Schirmherr für „Demokratie in Fahrt“ ist Erich Iltgen, Präsident des Sächsischen Landtages. Die Dresdner Demokratiewochen finden zum ersten Mal statt. Initiator ist Bürger.Courage, eine überparteiliche Bürgerinitiative gegen Rechtsextremismus und Gewalt. Unterstützt wird sie von der Stadt Dresden, den Verkehrsbetrieben, der Technischen Universität und der Sächsischen Landeszentrale für Politische Bildung; von Landtagspräsident Erich Iltgen und weiteren Politikern und Künstlern. Kooperationspartner sind außerdem die ZukunftsWerk Stadt und die Ostsächsische Sparkasse Dresden.
Weitere Informationen im Internet:
www.demokratiewochen.de und www.buerger-courage.de

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