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Meldung vom 26.10.2006

Stipendienprogramm „START“ sucht weitere engagierte Stifter und Förderer

Projekt soll in der Landeshauptstadt auch nach 2008 fortgesetzt werden
„START“ - ein Schülerstipendienprogramm für begabte und engagierte Zuwandererkinder ist seit Dezember 2004 eine feste Größe in Dresden. Damit das ambitionierte Projekt auch im Jahr mit dem gleich Einsatz 2008 fortgeführt werden, kann bemüht sich die Projektleitung um neue Förderer. Bis jetzt finanzieren die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, die Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung und die Gemeinnützige Hertie-Stiftung das Programm. Dresden bildet mit bisher fünf Stipendiaten nur einen kleinen Teil des Projekts. Bundesweit werden im START-Programm im Schuljahr 2006/2007 über 400 Schülerinnen und Schüler aus über 50 Herkunftsländern gefördert. Im Jahr 2002 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Hessen ins Leben gerufen, konnte „START“ mittlerweile mit Hilfe von über 80 Kooperationspartnern in 14 Bundesländern aufgebaut werden. Neben Sachsen und Hessen gibt es „START“ auch in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.
Für das Schuljahr 2006/2007 werden in der Landeshauptstadt zwei weitere Stipendienplätze in den Klassenstufen 8 bis 12 vergeben. Es haben sich 23 Mädchen und sieben Jungen beworben. Sie alle besuchen weiterführende Schulen, von der Mittelschule über das Gymnasium bis zum Beruflichen Schulzentrum. Voraussetzung für den Migrationshintergrund und die Bewerbung am Programm ist, dass mindestens ein Elternteil nicht aus Deutschland stammt. Für das Dresdner Projekt stehen bis Mitte 2008 104.000 Euro zur Verfügung. Bisher stellen die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank 80.000 Euro und die Marga und Kurt Möllgaard Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft 24.000 Euro. Die Landeshauptstadt Dresden steuert zwei Projektleiterstellen und Verwaltungsleistungen bei. Nach 2008 soll, so die einhellige Bereitschaft der Partner, das Programm weitergeführt und eine neue Projektvereinbarung geschlossen werden. Sollte die Finanzierung in etwa gleich bleiben, können in Dresden damit weiterhin fünf bis sieben Jugendliche betreut werden. Ein Stipendium kostet rund 5.000 Euro pro Stipendiat und Jahr.
Damit zukünftig eine höhere Zahl an Stipendiaten gefördert werden kann, suchen die Projektleiter weitere Stifter, die gewillt sind, ein oder mehrere Jugendliche mit einem Stipendium zu unterstützen. Dabei ist es völlig unerheblich, aus welcher Branche der Förderer kommt. Er wird dann in das Auswahlverfahren der Stipendiaten einbezogen. Bei erfolgreicher Aufnahme hält die Projektleitung Kontakt zwischen dem Förderer und seinem Stipendiaten. Für Firmen ist das auch in personeller Hinsicht interessant. Die Jugendlichen sprechen stets zwei oder mehrere Sprachen und sind gut ausgebildet. So könnte eine Firma das Potenzial der Schüler auch für ihre Nachwuchspolitik nutzen.
Das Bewerbungsverfahren für das Schuljahr 2006/2007 ist bereits abgeschlossen. Es standen insgesamt 30 Bewerber aus der Mongolei, Lettland, Vietnam, Usbekistan, Russland, Bulgarien, Syrien, Rumänien und Kirgisien zur Auswahl. Einige wurden in Deutschland geboren, andere im Ausland. Entscheidende Auswahlkriterien sind schulische Leistungen, gesellschaftliches Engagement und die soziale wie persönliche Situation. Sechs geeignete Kandidaten werden zu einem Gespräch am 21. November 2006 eingeladen. Zwei davon werden in einer feierlichen Aufnahmezeremonie im Januar 2007 offiziell in das Dresdner START-Stipendienprogramm aufgenommen. Gleichzeitig laufen auch die Auswahlgespräche für die Stadt Leipzig, sowie in anderen Bundesländern.
Die leistungsstarken und engagierten Schülerinnen und Schüler erhalten auf ihrem Weg zum höheren Bildungsabschluss ein Notebook mit Internetzugang, monatlich 100 Euro Bildungsgeld, exklusive Beratungsangebote für Ausbildungs- und Studienplanung, Bildungsseminare sowie Einladungen zu Exkursionen. Einmal im Jahr treffen sich alle START-Stipendiaten. Die Stipendiaten sollen sich kennen lernen und gegenseitig unterstützen. Für die Jugendlichen ist die Aufnahme in das „START“ Programm eine Anerkennung ihrer Leistungen und das Signal, dass sie hier willkommen sind.
Das Projekt wurde für seine Integrationsleistung seit 2002 durch den damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau, den Türkisch-Deutschen Klub und die Hessische Landesregierung ausgezeichnet.

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