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Meldung vom 11.10.2006

Lesung als Abschluss des Kongresses „Zukunft der Visionen“

„Lichternacht“ mit Patrick Roth
Zum Abschluss des Kongresses „Zukunft der Visionen“ liest Patrick Roth am Samstag, 14. Oktober 2006, 20 Uhr im Deutschen Hygiene Museum Dresden aus seinem Buch „Lichternacht“. Veranstalter sind das Kathedralforum, die Adenauer-Stiftung Dresden und die ZukunftsWerk Stadt. Der Eintritt ist frei.
Patrick Roth (Jg. 1953) wuchs in Karlsruhe auf und zieht 19-jährig nach Paris. Zum weiteren Studium (Anglistik und Romanistik) wechselt er nach Freiburg. Es entstehen erste literarische und filmische Arbeiten. 1975 kommt Roth als DAAD-Stipendiat nach Los Angeles, wo er seitdem lebt. Der Ort ist Programm. Denn bevor Roth in den achtziger Jahren auch zum Schreiben findet, widmet er sein Leben vor allem dem Film. Er studiert am Cinema Department der University of Southern California, nimmt Schauspielunterricht, führt Regie und schreibt Drehbücher. Sein Schreiben ist von den eigenen Filmversuchen und vom szenischen Denken des Films geprägt. Weitere wesentliche Einflüsse auf sein Schaffen sind die Bibel, die Tiefenpsychologie C.G. Jungs und seine eigene Biographie. Seine Geschichten sind im kalifornischen Alltag angesiedelt. Die Protagonisten sind „kleine Leute“ mit „scheinbar spleenigen Geheimnissen, hinter denen Existenzielles aufscheint: Schuld, Erlösung, Liebe und Tod.“ Roth wurde für sein literarisches Schaffen vielfach ausgezeichnet. 2003 erhielt er etwa den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. Im Jahre 2006 ist Roth Mainzer Stadtschreiber.
Zum Buch: Santa Monica am Abend des 24. Dezember 2002: In einem Appartment unweit vom Strand wollen sich Joe und Rose das Jawort geben. Eine kleine Gesellschaft ist geladen, der Trauung beizuwohnen. Noch warten alle auf die Braut, die sich im ersten Stock in Schale wirft, da wartet der Bräutigam mit einer Geschichte auf: Am Weihnachtsabend vor 25 Jahren war er auf dem Weg zu einer Frau, den Ring in der Tasche ... Als Rose wenig später im Brautkleid die Treppe hinabschreitet, ist nichts mehr wie zuvor. Patrick Roth hat mit „Lichternacht“ ein verzauberndes kleines Meisterwerk geschaffen. In bewegenden, dichten Bildern erzählt er von dunklen Erfahrungen, von Träumen, von Schmerz und Todesangst und schließlich von der Liebe, die nie mehr loslässt.
Weitere Werke: Die Wachsamen (1990), Die Nacht der Zeitlosen (2001), Zur Stadt am Meer (2005) Starlite Terrace (2004) sowie die sogenannte „Christus Triologie“: Riverside (1991), Johnny Shines oder Die Wiedererweckung der Toten (1993) und Corpus Christi (1996).

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