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Meldung vom 29.09.2006

Kongress zum Stadtjubiläum Dresdens wartet mit hochrangigen Referenten auf

Zukunft der Visionen
Nachdem es die Lokale Agenda 21 mit ihrer längsten Kaffeetafel der Welt ins Guinness Buch der Rekorde geschafft hat, findet in Dresden am 13. und 14. Oktober eine weitere Zukunfts-Veranstaltung mit großer Strahlkraft nach außen und innen statt: Der Kongress „Zukunft der Visionen“, zu dem hochkarätige Referenten begrüßt werden. Erwin Teufel, Ministerpräsident a. D. von Baden-Württemberg hält den Eröffnungsvortrag, der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier sowie der Vorsitzende des Wissenschaftsrates Berlin, Prof. Dr. Peter Strohschneider werden sprechen.
„Zukunft der Visionen. Reflexionen über Anfang und Ende in der Bürgergesellschaft“ — ein komplexes Thema. „Mit diesem Kongress zum Stadtjubiläum möchten wir den öffentlichen Diskurs zur Zukunftsfähigkeit und -gestaltung Dresdens weiterführen, der durch die vorangegangenen Projekte der ZukunftsWerk Stadt bereits in Gang gesetzt worden ist. Ich kann mir vorstellen, dass aus dem Kreis der Interessenten, der sich im Laufe der ZukunftsWerk Stadt gebildet hat, eine Art Bürgerakademie hervorgeht,“ so Frank Eckhardt, Projektleiter ZukunftsWerk Stadt Dresden.
Als Prolog zum Kongress setzten sich bereits am 20. September namhafte Vertreter wie Prof. Dr. Georg Milbradt, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen mit dem „Zukünftigen Europa“ auseinander. Mit 300 Besuchern war bereits diese Podiumsdiskussion ausgesprochen gut besucht. Auch für den Kongress, an dem insgesamt ca. 150 Personen teilnehmen können, liegen bereist 45 Anmeldungen vor.
Sehr froh sind die Veranstalter, das Deutsche Hygiene-Museum Dresden als Austragungsort gewonnen zu haben. Liegt das Museum doch als Ort der Moderne und als wichtiges Zentrum der Reformbewegung am Anfang des letzten Jahrhunderts sehr nahe an der thematischen Ausrichtung und Bestimmung des Kongresses. Denn Visionen sollen auch diesmal wieder entwickelt werden. Ausgangspunkt des Kongresses ist die Annahme, dass das Gemeinwesen von heute aus vielen unterschiedlichen Teilsystemen besteht, die wiederum jeweils ihre eigenen Visionen entwickeln. Somit gibt es keine für alle verbindliche Utopie mehr. Visionen sind für die Weiterentwicklung einer Gesellschaft unabdingbar, keine Frage. Ohne Träume und „Spinner“ kein Flugzeug, U-Boot oder Fernsehgerät. Aber wie kann eine solch komplexe Gesellschaft zu gemeinsamen Visionen, einer gemeinsamen Wertebasis finden? Der Kongress geht dieser Frage nicht anhand des komplexen und abstrakten Modells Gesellschaft nach, sondern überträgt die Fragestellungen und Theorien auf das Modell der Stadt und stellt beispielhaft die Frage, wie einzelne Teilsysteme der Stadt mit der Grenzsituation von Anfang und Ende, Leben und Tod umgehen. Für den Kongress hat man vier Teilsysteme herausgegriffen: Recht und Politik, Religion und Kultur, Wissenschaft sowie Kommunikation und Medien. „Deutlich wird dieses Prinzip zum Beispiel am Thema der Stammzellenforschung, zu dem es weit auseinander gehende Positionen gibt, ein gewisser Konsens oder zumindest eine ständige Auseinandersetzung damit jedoch unumgänglich sind“, so Dr. Joachim Klose, Projektleiter des Kongresses. Der Titel des Kongresses klingt zunächst recht abstrakt. „Wenn jedoch diese erste Schwelle überwunden ist, kann das Thema viele Menschen fesseln, davon bin ich überzeugt. Für mich persönlich liegt der Reiz dieses Kongresses darin, das komplexe System Stadt zunächst in die einzelnen Bereiche zu zerlegen, um es dann mittels eines allen gemeinsamen Themas wieder zusammenzuführen. Wir haben dafür das Thema Leben/Tod, Anfang/Ende gewählt, da es ein Thema ist, das alle Bereiche der Gesellschaft bzw. der Stadt durchzieht und jeden einzelnen Menschen auch ganz unmittelbar betrifft“, so Dr. Klose weiter.
Ein herzliches Dankeschön gilt den Unternehmen und Institutionen, ohne die eine Durchführung dieses Kongresses nicht möglich gewesen wäre.
Für die Teilnahme an dem Kongress ist eine Anmeldung erforderlich. Die Kongressgebühr beträgt 15,00 EURO (10,00 EURO ermäßigt). Anmeldungen sind möglich per Telefon 0351- 8 66 02 32 oder E-Mail zukunftsoffen@zukunftswerk-stadt.de sowie am Konferenztag beim Tagungszentrum im Eingangsbereich des DHM.
Veranstalter:
Veranstaltungsbüro 2006 der Landeshauptstadt Dresden und Kathedralforum Dresden
Mit freundlicher Unterstützung: DREWAG — Stadtwerke Dresden GmbH
Sponsor: Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Mitveranstalter: Konrad Adenauer Stiftung, Dresden
Partner: Deutsches Hygiene-Museum Dresden

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