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Meldung vom 18.09.2006

Korrelationen, Matrizen, Inferenzen: Statistische Woche 2006

Pünktlich zur Feier des 800-jährigen Stadtjubiläums reiht sich Dresden wieder in die Riege der Halbmillionenstädte ein. Seit dem 12. August 2006 hat Dresden amtlich über 500.000 Einwohner, so lautete die Mitteilung der Kommunalen Statistikstelle. Ihre Aufgaben gehen aber weit über das bloße Zählen von Einwohnern hinaus. Anhand der Analyse von Altersstrukturen, Zuwanderungs- und Abwanderungsraten, sowie Geburten- und Sterbeziffern lassen sich Trends in der Bevölkerungsentwicklung feststellen, die Grundlage zahlloser Entscheidungen werden. Die Kenntnis über die Zusammensetzung der Bevölkerung ist die Basis der kommunalen Selbstverwaltung in Deutschland. Bürgermeister Detlef Sittel brachte es auf den Punkt als er in einem Statement feststellte: „Die Kommunale Statistikstelle leistet für Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft eine unentbehrliche Arbeit.“
Um aktuelle Probleme, neueste Methoden der Datenerhebung und Prognosen für die Zukunft zu diskutieren, treffen sich Statistiker aus Deutschland und europäischen Nachbarländern in der Woche vom 18.-21. September in der Landeshauptstadt Dresden.
Der Verband Deutscher Städtestatistiker (VDSt) analysiert die Reformen der Sozialsysteme in den Städten. Die Zusammenlegung und geänderte Betreuung von Arbeitslosenhilfe- und Sozialhilfeempfängern hat den relevanten Personenkreis erheblich verändert. Für die Kommunalstatistik stellt sich die Frage, was die veränderten Zahlen über die Arbeitsmärkte und soziale Strukturen nun überhaupt aussagen.
Die Deutsche Statistische Gesellschaft (DStatG) zählt in ihren Reihen 800 Statistiker aus Wissenschaft, amtlicher Statistik und Praxis. Das diesjährige Hauptthema lautet „Unternehmensstatistik: Melden wir nur oder nutzen wir sie auch?“ Durch gezieltere Datenerhebungen und bessere Auswertungsverfahren sollen die Ergebnisse der Analyse von Unternehmensstatistiken verbessert und der dafür nötige Aufwand erheblich reduziert werden.
Die Deutsche Gesellschaft für Demografie (DGD) richtet einen zweitägigen Workshop zum Thema „Die demographische Situation in Ost- und Westdeutschland“ aus, dazu eingeladen sind alle an den derzeitigen Bevölkerungstrends Interessierten.
Statistik in Dresden gibt es schon sehr lange, nämlich seit 132 Jahren und 5 Monaten. Am 1. Mai 1874 wurde ein „Statistisches Bureau“ gegründet. Dresden erhielt als 10. deutsche Stadt eine statistische Dienststelle, noch früher Leipzig (1867) und Chemnitz (1873). Das zeigt den hohen wirtschaftlichen Rang Sachsens in der damaligen Zeit.

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