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07.09.2006

Feierliche Eröffnung des Festspielhauses Hellerau in Dresden

Dresden gewinnt einen traditionsreichen Ort der Moderne zurück
Nahezu zeitgleich mit der Rückkehr des Historischen Grünen Gewölbes eröffnete Dresden heute wieder sein Festspielhaus Hellerau.
Nach einer Bauphase von etwa zwei Jahren konnte das 1911 von Heinrich Tessenow und Emile Jacques-Dalcroze als Institut für Musik und Rhytmik konzipierte Festspielgelände, den Bau zurückerhalten, der schon einmal den Begriff von Theater revolutioniert hat.
Zu den Gästen der feierlichen Eröffnung zählten: Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der Ministerpräsident Sachsens, Prof. Dr. Georg Milbradt, der Erste Bürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Dr. Lutz Vogel, der Intendant des Europäischen Zentrums der Künste Hellerau, Prof. Udo Zimmermann und der Künstlerische Direktor der Forsythe Company, William Forsythe.
„Hellerau ist ein exponierter Ort sächsischer Kunstgeschichte. Aus seinem Ruf, ein Labor für das Neue in der Kunst zu sein, entsteht dem Festspielhaus eine ganz besondere Aufgabe für die Zukunft“, sagte Ministerpräsident Georg Milbradt bei der heutigen Eröffnung. „Der Freistaat Sachsen engagiert sich sehr im Bereich der Kulturförderung. Dabei sichern wir nicht nur beispielhaft unsere kulturelle Substanz sondern investieren stets auch in neue Projekte“, so Milbradt weiter.
Ein Ort der Moderne - mit dieser Vision nahmen Dresdner Vereine zu Beginn der 1990er Jahre die Ideen der „Gründer“ auf und belebten den im mehrfachen Sinne brüchigen Ort mit neuen Projekten, mit Theater, Tanz und Medien, mit Musikaufführungen und Ausstellungen. 2004 beschloss die Landeshauptstadt Dresden die Gründung des Europäischen Zentrums der Künste Hellerau. „Die gezielte Positionierung der zeitgenössischen Künste steht für die an historischen Schätzen reiche Stadt im Vordergrund der Kulturentwicklung. Hellerau wird sich zu einem wichtigen Standort in Deutschland für lebendige, künstlerisch avancierte Arbeit und Experimente entwickeln. Die Basis für den „Mythos Hellerau“ ist gelegt“, freut sich der Erste Bürgermeister Dr. Lutz Vogel. Mit Mitteln des Bundes, des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden wurde das Festspielhaus nach den Plänen des Architekten Josef Meier-Scupin saniert und neu gestaltet. 2004 gelang es, den Tänzer und Choreographen William Forsythe für Hellerau zu begeistern und die für eine erfolgreiche Ansiedlung der Company notwendigen Partner zusammen zu bringen.
Wohl einmalig steht die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land Hessen, dem Freistaat Sachsen, der Stadt Frankfurt am Main und der Landeshauptstadt Dresden sowie der Forsythe Company in der Kulturlandschaft der Bundesrepublik Deutschland. "Die Wiedereröffnung des Festspielhauses führt aufs Neue zusammen, was bereits ein Jahrhundert zuvor eine Kettenreaktion der Kreativität auslöste: Architektur und Tanz. Der Ausnahmekünstler William Forsythe verbindet von hier aus zwei bedeutende Kulturregionen Deutschlands mit der Welt", so der hessische Kunstminister Udo Corts.
Die zwischen den Ländern und Städten vereinbarte Finanzierung der Arbeit der Forsythe Company in Frankfurt am Main und in Dresden ist verbunden mit jeweils 25 bis 30 Aufführungen an den beiden Orten. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln wird die Sanierung des Festspielhauses Hellerau und ein Teil des Spielbetriebes der Forsythe Company finanziert.
Der Freistaat Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden danken dem Verein zur Förderung der Europäischen Werkstatt für Kunst und Kultur Hellerau e.V. für sein 1990 begonnenes, bis heute andauerndes Engagement zur Erhaltung und künstlerische Belebung des Festspielhauses.
Das Verdienst, Forsythe für Hellerau zu begeistern und die nunmehr vertraglich verbundenen Partner zusammen zu bringen, kommt dem ehemaligen Vorsitzenden der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und heutigem Präsidenten des Sächsischen Kultursenats, Dr. Bernhard Freiherr von Loeffelholz zu, dem Sachsen und Dresden zu besonderen Dank verpflichtet sind.

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