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02.08.2006

Deponie Radeburger Straße erhält Schutzmantel - Nachsorge dauert noch bis zum Jahr 2035

Seit April arbeitet die Stadtreinigung Dresden an der Stilllegung der geschlossenen Deponie Radeburger Straße. Bis Ende Oktober werden die erforderliche Hangneigung hergestellt, Unebenheiten ausgeglichen und eine 2,5 mm starke Kunststofffolie sowie eine Drainage aufgebracht. Komplettiert wird der Schutzmantel für die Deponie mit 15 Zentimeter Kies und einer 1,5 Meter starken Erdschicht. Damit soll verhindert werden, dass Wasser in die Deponie eindringen und Gase unkontrolliert entweichen können. Schließlich kommen noch Bäume und Sträucher auf die Deponie.
Voraussichtlich 2008, nach weiteren Bauarbeiten, wird die Stilllegung beendet. Zur anschließenden Nachsorge gehören die Kontrolle von Grundwasser, Bodensetzungen und Entgasungen. Sie dauert voraussichtlich bis zum Jahr 2035, Gesamtkosten ca. 30 Mio. Euro.

Auf der Deponie Radeburger Straße am Dresdner Heller wurden von 1986 bis 2000 fast zwei Millionen Tonnen Abfälle aus Haushalten und Gewerbe entsorgt. Bis zur Einführung der getrennten Bioabfallsammlung 1996 kamen dazu auch zahlreiche organische Abfälle.
Im Innern der Deponie werden beim Abbau dieser Stoffe Gase und Sickerwasser frei gesetzt. Das Gas, 50 bis 60 Prozent Methan, hat etwa den halben Heizwert von Erdgas. Mittels 24 Gasbrunnen, seit 1995 in die Deponie eingebaut, wird das Gas abgesaugt und anschließend in zwei Blockkraftwerken verwertet und nur im Ausnahmefall verbrannt. Mit 33 Mio. von insgesamt 42 Mio. Kubikmeter erfasstem Gas wurden bisher über 60 Mio. Kilowattstunden Strom erzeugt und ins öffentliche Netz eingespeist. Diese Strommenge deckt den Jahresbedarf von 24 000 Drei-Personen-Haushalten.

Den Auftrag zur Planung von Stilllegung und Nachsorge der Deponie Radeburger Straße erhielt das Büro ICL Ingenieurconsult Leipzig, die Stadtreinigung Dresden GmbH führt die Arbeiten aus. Im Jahr 2005 wurden die Bauleistungen und die Optimierung der Gaserfassung im Gesamtwert von über 4 Mio. Euro öffentlich ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt die Firma AMAND GmbH & Co. KG. Das Regierungspräsidium Dresden bewilligte EU-Fördermittel von ca. 1,6 Mio. Euro.

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