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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2006/06/c_011.php 29.05.2015 00:59:07 Uhr 19.11.2019 04:40:21 Uhr
Meldung vom 07.06.2006

Faltblatt Jugend- und Drogenberatungsstelle

Rauchen ist bei Jugendlichen heute bundesweit weniger angesagt als noch vor einigen Jahren. Gleichzeitig sinkt das Einstiegsalter für Cannabis, der am weitesten verbreiteten illegalen Droge in Deutschland. Beide Trends belegt der Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung vom Mai 2006. Vorstufe des Cannabiskonsums bilden meist Zigaretten. Deshalb kommt der Tabakprävention, gefolgt von der Alkoholprävention, eine Schlüsselstellung im Zurückdrängen aller illegalen Drogen zu.

Während die Raucherquote unter den 12- bis 17-Jährigen 2001 noch bei 28 Prozent lag, sank sie 2005 auf 20 Prozent. Dieses Ergebnis von Präventionsarbeit, Tabaksteuererhöhung sowie verschärften Abgaberegelungen ist zwar erfreulich, gibt jedoch keinen Anlass zur Entwarnung. Denn auf inzwischen 16 Jahre ist das Durchschnittsalter derer gesunken, die erstmals zum Joint greifen.

Die Folgen des frühzeitigen Cannabisgebrauchs werden auch in der Jugend- und Drogenberatungsstelle im Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Dresden sichtbar. Im Jahr 2005 hatten 54 Prozent der Besucher Probleme infolge ihres Cannabiskonsums. Die Mehrzahl von ihnen ist zwischen 18 und 21 Jahren alt. An zweiter Stelle standen die Stimulantien mit 27 Prozent, gefolgt von den Opioiden mit 14 Prozent.

Die kommunale Jugend- und Drogenberatungsstelle hält ein umfangreiches Informations- und Hilfsangebot sowohl für Jugendliche als auch deren Angehörige und Bezugspersonen bereit. Dazu zählen Gruppenveranstaltungen und Projekte, Einzelgespräche, Rechtsaufklärung, Krisenintervention und Vermittlung weiterführender Hilfen, Krankenhausbesuche sowie Therapievorbereitung, -vermittlung und -nachsorge. Auch ein Info-Cafe steht regelmäßig offen. Die Ratsuchenden können sich auf eine kostenlose und vertrauliche Beratung verlassen. Lehrer, Eltern und Personen aus dem Umfeld von Jugendlichen erhalten Unterstützung bei ihren Bemühungen, dem Suchtmittelmissbrauch vorzubeugen. Schulklassen und Jugendgruppen können Präventionsveranstaltungen besuchen.

Über das gesamte Angebot der Beratungsstelle informiert jetzt ein neu aufgelegtes Faltblatt. Unter dem Titel „Jugend- und Drogenberatungsstelle“ liegt es ab Freitag (9. Juni) kostenlos in den Dresdner Bürgerbüros und Rathaus-Informationsstellen aus. Außerdem wird es im Gesundheitsamt, Georgenstraße 4, und in der Jugend- und Drogenberatungsstelle, Wiener Straße 41, angeboten. Es erscheint in 5. aktualisierter Auflage und wurde in 5.000 Exemplaren hergestellt. Weitere Informationen befinden sich im Internet unter www.dresden.de/wegweiser.

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