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06.06.2006

Bald wieder Tanz, Theater und Musik im Festspielhaus Hellerau

Gerüst im Festspielhaus fällt - Sanierung geht gut voran
Seit Februar 2005 wird das Festspielhaus Hellerau auf der Karl- Liebknecht- Str. 56 saniert und umgebaut. In reichlich zwei Monaten ist der erste Bauabschnitt beendet. Im August soll das Haus spielfertig übergeben werden. Der Leiter des Hochbauamtes der Landeshauptstadt Dresden, Michael Hofmann informierte heute vor Ort über den aktuellen Stand der Bauarbeiten und gewährte einen ersten Blick in den neuen Saal.
Der Rohbau ist abgeschlossen. In den Seitenbühnen und im Saal sind die Decken und Wände vom Umbau 1935 bis 1938 entfernt worden. Jetzt entspricht der Saal wieder der ursprünglichen Geometrie von Heinrich Tessenow 1911.
Das Gerüst für die Arbeiten unterm Dach und an den Wänden im Saal ist abgebaut. Nach historischem Vorbild wurden die Fenster nachgebaut oder rekonstruiert und erhielten den notwendigen Schallschutz. Die Bühnentechnik und Teile der Haustechnik sind über die gesamte Raumlänge von 54 Metern im offenen Dachgeschoss untergebracht. Begehbare Bühnenstege aus Stahl sind in die Dachkonstruktion in zwölf Metern Höhe integriert. Von hier werden Beleuchtung, Lautsprecher, Rauchmelder und Heizkörper montiert. Auch die Lastpunkte und Kettenzüge befinden sich an den Bühnenstegen, die in einem Raster von drei mal drei Metern über der gesamten Saalfläche verteilt sind. Nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten sind gut erhaltene Putzflächen nicht abgeschlagen sondern in die neue Putzoberfläche integriert worden. Die Wandbilder (Graffiti) der Künstlerin Nancy Spero wurden abgenommen und sollen restauriert werden.
Jetzt sind die Ausbauarbeiten im Festspielhaus Hellerau in vollem Gang. Derzeit wird der gesamte Boden und der Orchestergraben in der Mitte des Saales mit einem Bühnenboden ausgestattet. Der Orchestergraben erhält ein höherverstellbares Tafelbodensystem, wodurch unterschiedliche Bühnensituationen hergestellt werden können. Garderoben für Künstler und Lagerräume sind im Keller untergebracht und befinden sich in der Ausbauphase. Besuchergarderoben, Sanitärräume und Kasse sind dann rechts und links vom Hauptfoyers im Erdgeschoss angeordnet. Der Oberlichtsaal Ost wird als Proberaum für die Forsythe Company ausgebaut. Insgesamt sind ca. 27 Firmen mit bis zu 100 Handwerkern im gesamten Gebäude tätig.
Von den ca. 10,87 Mio. Euro Baukosten sind allein 4 Mio. Euro für die Bühnen- und Haustechnik. Der Anteil an Fördermittel für den Bau beträgt 2,8 Mio. Euro.
Im zweiten Bauabschnitt, der 2007 beginnen soll, sind der Außenputz und der restliche Innenausbau im 1. OG, im Oberlichtsaal West und im Keller vorgesehen. Für die Finanzierung stehen ab 2007 ca. 3 Mio. Euro aus dem Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz “ zur Verfügung.

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