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Meldung vom 01.06.2006

Henrik Ibsen in Dresden - neue Ausstellung im Stadtarchiv

„Ibsens Frauen“ so der Titel der neuen Ausstellung im Dresdner Stadtarchiv, die der Erste Bürgermeister Dr. Lutz Vogel heute gemeinsam mit Vertretern der Osloer Nationalbibliothek und des Norwegischen Außenministeriums eröffnen wird. Anlass ist der 100. Todestag des norwegischen Schriftstellers und Dramatikers Henrik Ibsen im Ibsen-Jahr 2006 .
Zu sehen sind neben Originalschriften Ibsens, die Skulpturen der norwegischen Bildhauerin Nina Sundbey. Sie stellen weibliche Hauptfiguren aus Ibsens Dramen „Nora oder Ein Puppenheim“, „Peer Gynt“, „Hedda Gabler“, „Die Frau vom Meer“ und „Wenn wir Toten erwachen“ dar. Henrik Ibsen lebte von 1868 bis 1874 in Dresden. Anhand von Dokumenten aus dem Stadtarchiv Dresden werden “Ibsen’s Spuren in Dresden” verfolgt.
Die Ausstellung ist vom 2. bis 30. Juni im Stadtarchiv, Elisabeth-Boer-Straße 1 zu sehen. Geöffnet ist dienstags und donnerstags von 9 bis 18 Uhr, mittwochs von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Am Donnerstag, 8. Juni, 19 Uhr, ist im Stadtarchiv eine Veranstaltung des Erich-Kästner-Museums „Der Europäische Standpunkt —Ein Ibsen-Abend in Dresden“ im Stadtarchiv geplant. Dresdner Schauspieler lesen aus Ibsens Briefen, die er in Dresden schrieb, Musik aus „Peer Gynt“ ist zu hören und die englische Verfilmung „A Doll`s House“ von 1973 ist zu sehen.
Ibsens Spuren in Dresden
Ibsen wohnte 1868 An der Frauenkirche 8 in der ersten Etage. Von 1869 bis 1870 wohnte er in der Königsbrücker Straße 33, das Haus erhielt später die Hausnummer 71. 1871 wohnte Ibsen in der Dippoldiswalder Gasse 7. Von 1872 bis 1875 steht er unter der Wettiner Straße 22 (heute Schweriner Straße) im Dresdner Adressbuch. 1874, nach über zehnjähriger Abwesenheit, besuchte Ibsen Norwegen und 1875 übersiedelte er nach München.
In der Wettiner Straße 22 vollendete Ibsen 1873 sein Werk “Kaiser und Galiläer”. Eine Gedenktafel zum 50-jährigen Bestehen des Literarischen Vereins, dessen Mitglied Ibsen von 1873 bis 1875 und dessen Ehrenmitglied er seit dem 12. Oktober 1904 war, wurde 1908 vom Literarischen Verein am Haus angebracht.
Während seiner Dresdner Jahre entstand 1869 “Der Bund der Jugend” und 1871 erschienen “Gesammelte Gedichte”. 1872 wurden die ersten deutschen Übersetzungen seiner Stücke herausgegeben.
Die erste Aufführung eines Trauerspiels von Ibsen im Königlichen Hoftheater Dresden erfolgte am 27. September 1876 mit “Nordische Heerfahrt”. Es folgten “Die Stützen der Gesellschaft” am 14. Oktober 1889, “Nora. Ein Puppenheim” am 3. März 1890 und “Ein Volksfeind” am 5. November 1890. Bis heute werden die Dramen und Schauspiele von Henrik Ibsen immer wieder in die Spielpläne der Dresdner Theater aufgenommen.

Die Ausstellung „Ibsens Frauen“ wurde bereits in der Osloer Nationalbibliothek gezeigt, bevor sie nach Deutschland wanderte. Anschließend ist sie in Italien und zuletzt in Ägypten, in der Bibliotheca Alexandrina, zu sehen.

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