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03.05.2006

Geheimnis der Augustusbrücke gelüftet

In der Werkstatt des Dresdner Stadtarchivs wurden heute die beiden Fundstücke aus dem Sockel der Augustusbrücke geöffnet. Bei Materialuntersuchungen vor Ort wurden am 27. April 2006 eine Kapsel aus Kupfer gefunden, fest verschlossen mit einer geprägten Inschrift. Des weiteren befand sich in der Öffnung eine „Flaschenpost“ der Marke Nordstern-Tafelbranntwein, ebenfalls verschlossen.

Mit einem Bohrschneider dauerte es ca. 5 Minuten und die Kapsel war offen. Eine Pergamenturkunde wurde sichtbar. Die Ungeduld war groß, aber die Urkunde steckte fest. Mit allen Tricks der Papierspezialisten des Stadtarchivs musste sie aber dann doch ihr jahrelanges Versteck verlassen. Die Urkunde hat eine Größe von ca. 74 mal 54 Zentimetern. Im Text werden Details zum Bau der Brücke beschrieben bis hin zu den Kosten und denen die gespart wurden. Informiert wird auch über die Namensgebung der Brücke Unterzeichnet ist das Dokument von Oberbürgermeister Beutler und Justizrat Dr. jur. Georg Stöckl. Die Urkunde trägt das Datum vom 24. August 1910.
Die Urkunde wird jetzt konservatorisch behandelt und dann voraussichtlich im September in der Ausstellung des Stadtarchivs „Schätze“ zu sehen sein. Es ist vorgesehen die Kapsel wieder in den Sockel der Augustusbrücke einzulassen, mit einer Kopie der alten und voraussichtlich einem neuen aktuellem Text. Das Original der Urkunde bleibt als Zeitdokument im Stadtarchiv.

Das Öffnen der „Flaschenpost“ war vergleichsweise leicht. Ein einfacher Zug am Korken enthüllte einen Kopfbogen des Kommunalwirtschaftsunternehmens der Stadt Dresden vom 29. September 1949. Informiert wird über die Personen, die an dem Wiederaufbau der 1945 zerstörten Augustusbrücke beteiligt waren. Die Flasche beinhaltete ursprünglich wohl 0,35 Liter Tafelbranntwein und war mit 22,90 Mark verhältnismäßig teuer. Auch dieses Dokument wird im Stadtarchiv verbleiben.

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