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Meldung vom 27.04.2006

Richtfest für Sportschulzentrum im Ostragehege

Sportmittelschule und Sportgymnasium erhalten neues Areal bis Sommer 2007
Oberbürgermeister Ingolf Roßberg feierte heute im Beisein von Schülern, Lehrern und Trainern das Richtfest für den Rohbau des neuen Sportschulzentrums im Ostragehege am Messering 3. Der Bau des Sportschulzentrums als Ganztagsschule ist der größte Schulneubau der Landeshauptstadt Dresden. Zukünftig sollen hier rund 800 Nachwuchsathleten lernen, wohnen und trainieren. Durch den Neubau werden die Trainingsbedingungen für die Nachwuchssportler erheblich verbessert, da sich dann Schule und Internat sowie über 80 Prozent der Trainingsstätten in unmittelbarer Nachbarschaft befinden.
Auf dem ehemaligen Schlachthofgelände entsteht für Sportmittelschule und Sportgymnasium ein U-förmiges Gebäude mit Sporthalle und Mensa. Sechs angrenzende Gebäude der ehemaligen Erlweinschen Schlachthofbauten werden saniert. In Zukunft dienen sie als Internat und zur Ganztagsbetreuung. Zusammen mit den Sportflächen und den Grünanlagen umfasst das Areal des Sportschulzentrums eine Gesamtfläche von 21.000 Quadratmetern.
Zurzeit arbeiten am Neubau ca. 30 Firmen, an der Sanierung der Altbauten ca. 20 Firmen, alles vorrangig kleine und mittelständige Baufirmen aus der Region und Sachsen.
Mit dem Bau wurde Anfang 2005 begonnen. Die feierliche Grundsteinlegung fand am 20. September 2005 statt. Bisher sind ca. 8,5 Mio. Euro „verbaut“. Die Gesamtkosten einschließlich der Sanierung der Altbauten belaufen sich auf etwa 31 Millionen Euro. 20 Millionen Euro stehen aus Mitteln des Bundes und des Freistaates Sachsen im Rahmen des Investitionsprogramms „Zukunft, Bildung und Betreuung“ zur Verfügung. Die Übergabe des Schulsportzentrums an die Stadt ist für Sommer 2007 geplant.
Derzeit besuchen etwa 420 Schüler das Sportgymnasium und 330 die Sportmittelschule. Sportmittelschule und Sportgymnasium sind „Eliteschulen des Sports“ mit den Schwerpunktsportarten Volleyball weiblich, Wasserspringen, Rudern, Eisschnelllauf / Short Track, Kanu-Rennsport, Schach sowie den wichtigen Sportarten Eiskunstlauf, Leichtathletik, Schwimmen und Fußball. Fünf Dresdner Sportschüler, drei ehemalige und zwei derzeitige Schüler waren bei den Olympischen Winterspiele in Turin dabei. Von den 14 Dresdner Athleten die bei den vergangenen Olympischen Spielen in Athen starteten, besuchten zehn die Dresdner Sportschulen. Mit dem neuen Sportschulzentrum schafft die Stadt die Bedingungen, dass Dresdner Sportler ihre Stadt auch in Zukunft würdig bei hochrangigen nationalen und internationalen Veranstaltungen vertreten können.
Aktuelle „Aushängeschilder“ des Sportgymnasiums: Tony Adam (Olympia-Teilnehmer im Wasserspringen), Martin Roßdeutscher (Junioren-Weltmeister im Kajak-Vierer), Tina Grassow, (Olympia-Teilnehmerin im Short Track), Robert Seifert (Junioren-Weltmeister im Short Track). Olympiamedaillengewinner waren z. B.: Jan Hempel (Wasserspringen), Marc Huster (Gewichtheben), Jens Kruppa (Schwimmen), Karin Enke-Kania (Eisschnelllauf), weitere bekannte Sportler z. B.: Ulf Kirsten und Matthias Sammer (beide Fußball).
Bisher sind die 10. Sportmittelschule und das Sportgymnasium in unterschiedlichen Gebäuden untergebracht. Das alte dreistöckige Gebäude des Sportgymnasium auf der Parkstraße 4 stammt aus dem Jahr 1969. Es wurde bei der August-Flut 2002 stark beschädigt. Die Keller waren voll gelaufen und das Fundament musste umfassend saniert werden. Ähnliches wiederfuhr der Sportmittelschule auf der Gret-Palucca-Straße 1. Die Trainingstätten beider Schulen verteilen sich momentan auf das gesamte Stadtgebiet. Einige Schüler müssen wöchentliche Fahrzeiten von bis zu neun Stunden in Kauf nehmen um, zu den Trainingsstätten zu gelangen.
Die Bauherrenvertretung wird von der WOBA Dresden GmbH wahrgenommen. Die Projektsteuerung erfolgt durch die Immo Service Dresden GmbH. Für die Planung zeichnet das Architekturbüro Meyer und Bassin mit der Bauleitung von Heinle, Wischer und Partner verantwortlich. Die Gebäudetechnik wird von den Büros Decon GmbH und KMT Consult, die Außenanlage durch das Büro Kretzschmar und Partner geplant.
Insgesamt gibt es im Freistaat Sachsen sechs Schulen mit vertiefter sportlicher Ausrichtung: Für die Sommersportarten außer in Dresden noch in Leipzig und in Chemnitz, für die Wintersportarten in Altenberg, in Klingenthal und in Oberwiesenthal.

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