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03.03.2006

Umweltgerecht wirtschaften und Profite erzielen dank ÖKOPROFIT Dresden

Die Umwelt entlasten und gleichzeitig Kosten senken — dazu werden 15 klein- und mittelständische Unternehmen in Dresden im Projekt ÖKOPROFIT Dresden (Ökologisches Projekt für Integrierte Umwelttechnik) in den kommenden zwölf Monaten angeregt. Am Mittwoch, dem 8. März 2006, treffen sich die Projektpartner, die teilnehmenden Betriebe und die Umweltberater zur Auftaktveranstaltung für das Dresdner Projekt. Oberbürgermeister Ingolf Roßberg und der Präsident der Industrie- und Handelskammer Dresden werden die Veranstaltung eröffnen.

Gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Dresden, dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung Dresden e.V. und dem Ingenieurbüro Gertec GmbH führt die Landeshauptstadt Dresden das Pilotprojekt – als erste Stadt in Sachsen – durch. Ökoprofit wurde Anfang der 1990er Jahre im österreichischen Graz konzipiert und auf Grundlage von Arbeitsmaterialien, die die Landeshauptstadt München erarbeitet hat, bereits in einigen deutschen Städten erfolgreich umgesetzt.

ÖKOPROFIT Dresden (www.dresden.de/oekoprofit) bringt Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen zusammen und läuft insgesamt über ein Jahr. Die Betriebe werden mit der Unterstützung eines Umweltberater-Teams ihre Produktions- und Dienstleistungsprozesse untersuchen, um die Umweltauswirkungen zu erfassen und schrittweise zu reduzieren. Durch Ökoprofit sollen innerbetriebliche Innovationen ausgelöst werden, die auch zu Kosteneinsparungen führen. In gemeinsamen Workshops werden umweltrelevante Themen bearbeitet. Bei den Beratungen vor Ort zeigen die Umweltberater den Betrieben, in welchen Bereichen Ansätze für Verbesserungen hinsichtlich Rechtssicherheit, Umweltentlastung und Kostensenkung bestehen, so dass die Betriebe ein qualifiziertes Umweltprogramm aufstellen können. Für die Auszeichnung als Ökoprofit-Betrieb am Ende des Projektes werden alle teilnehmenden Unternehmen nach einer einheitlichen Checkliste überprüft.

Das Umweltberater-Team wird von einem Konsortium gebildet, das nach der Ausschreibung im Dresdner Amtsblatt im Dezember 2005 ausgewählt wurde. Es setzt sich zusammen aus dem Dresdner Ingenieurbüro GICON, der Fördermittel- und Unternehmens-Consulting/Service GmbH F.U.C.S. aus Zschopau und dem Institut für Ressourcenschonung, Innovation und Sustainability (IRIS) e. V. an der Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) Berlin.

„Mit dem Ökoprofit können wir nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit gerade der klein- und mittelständischen Unternehmen in unserer Region fördern, die unternehmerisches Handeln mit Umweltschutz verbinden, sondern auch wertvolle Hilfe leisten, die Unternehmer zu Energieeinsparungen anzuregen“, so Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert, in dessen Geschäftsbereich das Projekt vom Amt für Wirtschaftsförderung und Umweltamt begleitet wird.

Das Projekt ÖKOPROFIT Dresden wird im Rahmen des INTERREG III C-Projektes „enercy’ regio“ durchgeführt und vom Freistaat Sachsen und der Europäischen Union unterstützt. Die Regionen Südschweden und die italienische Region Emilia Romagna sind Partner in dem INTERREG III C-Projekt, bei dem die beteiligten Regionen unterschiedliche Methoden der Energieeinsparung durchführen und diese sowie die damit gemachten Erfahrungen untereinander austauschen. In der vergangenen Woche erst trafen sich die Partner aus Italien und Schweden mit den Dresdner Projektpartnern zu einem solchen Erfahrungsaustausch in Dresden. Wirtschaftsförderer aus Italien, ein Energieberater aus Südschweden und die Dresdner Partner tauschten zwei Tage lang ihre Erfahrungen im Umgang mit Energiesparprojekten im Mittelstand aus und entwickelten gemeinsam weitere Vorgehensweisen.

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