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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2006/02/c_026.php 29.05.2015 00:54:07 Uhr 23.11.2019 02:46:40 Uhr
Meldung vom 08.02.2006

Eisstau am Lockwitzbach

Seit den gestrigen Nachmittagstunden waren zahlreiche Einsatzkräfte der Dresdner Feuerwehr (Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr — zeitweise bis zu 80 Einsatzkräfte) und Kräfte des THW zur Bekämpfung von Überflutungsgefahren im Einsatz. Im Osten der Stadt bereitete wegen des massiv einsetzenden Tauwetters und der starken Regenfälle besonders der Lockwitzbach Probleme.
Das sich bildende Oberflächenwasser, das wegen des zumeist noch gefrorenen Bodens nicht versickern konnte, ließ den Wasserstand des Lockwitzbaches schnell ansteigen. Die Eisdecke, die stellenweise ca. 15 cm dick war, brach und bildete einen starken Eisgang.
Die Eisschollen führten speziell an Brückenunterführungen und anderen Einengungen zum Anstauen des Wassers und zum Überflutungen, so dass in einige Keller und Tiefgaragen Wasser eindrang. Schwerpunkte waren die Dorfstraße, die Prof.-Billroth-Straße und die Bahnhofstraße (Dresden-Niedersedlitz). Die Bahnhofstraße und die Nebenflächen wurden von Wasser und Eisschollen überflutet. Auch die Eisenbahnunterführung wurde unpassierbar.
Die Feuerwehr beseitigte, teilweise durch den Einsatz von Baggern und auch manuell Eisstauungen, so dass gegenwärtig ein Wasserabfluss in Richtung Elbe erfolgen kann. Zum Abdichten gefährdeter Bereiche wurden durch die Einsatzkräfte ca. 3000 Sandsäcke eingesetzt.
Im Bereich der Dorfstraße wurde gegen 23:00 Uhr ein Haus vorsorglich evakuiert, weil Probleme fehlender Standfestigkeit eines Baukranes von der Feuerwehr befürchtet wurden. Die Befürchtungen konnten nach Konsultation der Baufirma ausgeräumt werden. Die Baugrube in unmittelbarer Nähe des Kranes und die gefluteten Kellerräume wurden abgepumpt.
In anderen Bereichen der Landeshauptstadt kam vereinzelt auch zum Eindringen von Schmelzwasser in Gebäude. Die Feuerwehr kam dabei insgesamt in 20 Fällen zum Einsatz. An einigen Stellen wurde durch Einsatz von Sandsäcken das Eindringen des Wassers verhindert.

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