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11.01.2006

Mehr Dresdner geboren - Arbeitsbilanz des Standesamtes Dresden 2005

Sophie bleibt Siegerin - Paul verlor Spitzenplatz nach sechs Jahren an Leon
Das Standesamt der Landeshauptstadt Dresden ist für die Beurkundung aller Personenstandsfälle (Geburt, Heirat, Tod), die sich auf dem Territorium der Stadt ereignen, zuständig. Dieser Standesamtsbezirk wird durch das Regierungspräsidium festgelegt und umfasst auch die Eingemeindungsgebiete. Weitere Zuständigkeiten des Standesamtes regeln bundes- und landesrechtliche Vorschriften. In einer Pressekonferenz stellte Bürgermeister Detlef Sittel heute ausgewählte statistische Erhebungen vor:
Geburten 2005
Bürgermeister Detlef Sittel freut sich: “Seit dem Tiefstand 1994 mit 3.017 Geburten steigen die Geburtenzahlen kontinuierlich. Zum ersten Mal wurde die magische Zahl von 6.000 Geburten im Jahr in Dresden überschritten! Die Geburtenzahl hat sich damit zu 1994 verdoppelt.“ 2005 erblickten in Dresden 6.046 Kinder das Licht der Welt, 46 mehr als 2004. Geboren wurden 3.131 Jungen und 2.915 Mädchen. 2005 gab es 120 Zwillinge und zwei Drillinge mit Wohnsitz Dresden und einmal Wohnsitz Radebeul. Der geburtenstärkster Monat war der August mit 566 Geburten. Die wenigsten Kinder (438) kamen im Oktober zur Welt.
55 Prozent der Eltern waren nicht verheiratet, das waren 3.335 Paare, ein Plus von einem Prozent zu 2004. Nachdem 2001 mit 50 Prozent die Hälfte der Kinder außerhalb einer Ehe geboren wurden, steigt dieser Anteil weiterhin von Jahr zu Jahr.
Bei 542 Kindern war ein Elternteil oder beide Ausländer (plus 86 Kinder zu 2004). 25 Prozent der Eltern wohnen nicht in Dresden. Bei den Geburten von Kindern mit ausländischen Eltern waren 85 verschiedene Nationalitäten vertreten. Spitzenreiter ist die Russische Förderation mit 61 Kindern, gefolgt von Vietnam mit 58 Kindern und der Türkei mit 33 Kindern. Selten vertreten waren Zypern, Kolumbien, Estland, Schweden, Armenien und Ägypten mit je einem Kind.
Vornamenwahl
2. 439 Kinder erhielten zwei Vornamen, eine Steigerung von 89 Kindern zu 2004. Anzahl der Kinder mit einem Vornamen: 3.325, zwei Vornamen: 2.439, drei Vornamen: 247, mehr als drei Vornamen: 24. Auf der Vormerkliste stehen 11, die sind noch nicht beurkundet.
Bei den Mädchen hält der jahrelange Kampf um Platz 1 an. Bei den Jungen verlor Paul nach sechs Jahren Alleinherrschaft seine Spitzenstellung an Leon. Aufsteiger des Jahres 2005 ist bei den Mädchen „Emily“ von Platz 20 auf Platz neun. Bei den Jungen „Richard“ von Platz 20 auf Platz zehn. Ganz neu in der Rangliste auf Platz 12 ist „Luca“. Insgesamt erschienen bei den Jungen acht neue Vornamen unter den ersten 30 Plätzen. Abgewählt wurden Emilia (2004 Platz 18), Lucas (2004 Platz 17), Benjamin (2004 Platz 19), Erik (2004 Platz 21). Sie alle fielen aus der Wertung der TOP 30.

Beliebteste Namen
Mädchen

RangNameVorjahrAnzahl

1Sophie(1)106

2Marie(2)88

3Anna(4)63

4Leonie(3)56

5Charlotte(6)53

6Emma(9)51

7Elisabeth(8)49

8Maria(7)49

9Emily(20)47

10Helene(15)47


Jungen

RangNameVorjahrAnzahl

1Leon(3)72

2Paul(1)67

3Tim(9)63

4Alexander(4)62

5Lukas(12)57

6Maximilian(8)53

7Moritz(10)52

8Max(7)51

9Jonas(5)50

10Richard(20)50


Besondere Vornamenwünsche wie Corban, Djala, Filius, Frances, Nour El Dean, Sananda, Suki, Tjordis wurden genehmigt. Abgelehnt wurden Nupel, Szuki (dafür Suki), Nairi, Gohar, Aram, weil diese Namen in den Büchern und anderen Quellen nicht nachgewiesen werden konnten.
Eheschließungen
„Getraut“ haben sich letztes Jahr insgesamt 1.675 Paare, das sind 18 weniger als 2004. Geheiratet wurde 518 Mal am Sonnabend ( plus 27 zu 2004), 33 Mal auf Schloss Albrechtsberg (plus sieben zu 2004) und 22 Mal auf dem Dampfschiff (plus eins zu 2004).
476 Paare heirateten nach der standesamtlichen Trauung noch kirchlich. 29 weniger als 2004. Beliebtester Hochzeitsmonat war wieder der Juli mit 222 Trauungen. Wenig Hochzeitslaune hatten die Dresdnerinnen und Dresdner im kalten Januar, da waren es nur 49 mutige Paare. 166 Ehe wurden in Dresden mit einem oder zwischen ausländischen Partnern geschlossen. Die Anzahl der Nationalitäten lag bei 53 plus einem Staatenlosen. Am häufigsten waren folgende Länder vertreten: 1. Russland, 2. Ukraine, 3. Türkei.
Ehenamenswahl
Bei der Wahl des Ehenamens gibt es seit dem 12. Februar 2005 eine neue Möglichkeit. Es kann auch der Name der Frau oder des Mannes zum Ehenamen bestimmt werden, der nicht der Geburtsname ist. Eine statistische Erfassung dazu ist nicht vorgesehen.
Hinweis: EGBGB Art. 229 § 13 Neubestimmung des Ehenamens bei Eheschließung vor dem 12. Februar 2005. (1) Ehegatten, die vor dem 12. Februar 2005 die Ehe geschlossen und einen Ehenamen bestimmt haben und deren Ehe noch besteht, können bis zum 12. Februar 2006 erklären, dass sie den zum Zeitpunkt der Erklärung über die Bestimmung des Ehenamens von der Frau oder dem Mann geführten Namen, der nicht der Geburtsname ist, zum Ehenamen bestimmen. Sofern der geführte Name aus einem Ehenamen und einem hinzugefügten Begleitnamen (§ 369) besteht, kann die Erklärung über die Hinzufügung widerrufen oder der hinzugefügte Name zum neuen Ehenamen bestimmt werden.
Achtung: In 4 Wochen endet die Erklärungsfrist!

Lebenspartnerschaften
Mit dem Sächsischen Gesetz zu Regelung der Zuständigkeit und des Verfahrens nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz vom 9. September 2005 ist das Einwohner- und Standesamt seit dem 1. Oktober 2005 für die Entgegennahme der Erklärungen zur Begründung von Lebenspartnerschaften zuständig. In Dresden schloss das Standesamt zwei Lebenspartnerschaften. Die erste Lebenspartnerschaft schlossen Männer im Oktober 2005 und die zweite Lebenspartnerschaft Frauen im Dezember 2005. Die Männer behielten ihren bisherigen Familiennamen, die Frauen wählten einen gemeinsamen Lebenspartnerschaftsnamen.
Sterbefälle
In Dresden wurden letztes Jahr 5.513 Sterbefälle beurkundet (plus 175 zu 2004). Es verstarben 2.562 Männer und 2.951 Frauen. 235 Bürger/innen verstarben als Alleinstehende, das bedeutet, es gab keinerlei Angehörige. Die Anzeige des Sterbefalls und die Bestattung erfolgte auf Veranlassung des Ordnungsamtes (plus 89 zu 2004).
Weitere standesamtliche Zahlen von 2005
2005 gab es in Dresden 618 Kirchenaustritte, 140 weniger als 2004. Dies ist die geringste Zahl seit 1992.
Es wurden insgesamt 998 Scheidungen registriert. 393 Scheidungen betrafen Ehen, die nach dem 3. Oktober 1990 geschlossen wurden.

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