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09.01.2006

Dresdner Museen im Jubiläumsjahr der Stadt

Ersterwähnungsurkunde und Menschenbilder von Dix im Landhaus, Science-Center in den Technischen Sammlungen und neue Präsentation im Carl-Maria-von-Weber Museum

In einer Pressekonferenz informierte Oberbürgermeister Ingolf Roßberg heute gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Lutz Vogel und den Direktoren des Stadtmuseums Dresden, Dr. Werner Barlmeyer, der Technischen Sammlungen Dresden, Dr. Helmut Lindner und dem Leiter der Städtischen Galerie Dresden, Dr. Gisbert Porstmann über Vorhaben der Städtischen Museen Dresden in diesem Jahr.
Seit fast einem Jahr arbeiten die acht Dresdner Museum in einem neuen Verbund zusammen. Dazu gehören das Stadtmuseum Dresden, die Technischen Sammlungen Dresden, die im vergangenen Jahr erfolgreich gegründete Städtische Galerie Dresden, das Kügelgenhaus, das Kraszewski-Museum, das Carl-Maria-von-Weber-Museum, das Schillerhäuschen — ebenfalls im vergangenen Jahr wiedereröffnet — und das Heimat- und Palitzsch-Museum Prohlis.
Das Landhaus am Pirnaischen Platz, Heimstätte des Stadtmuseums Dresden und der Städtischen Galerie Dresden, ist noch eingerüstet. Noch in diesem Jahr wird es in neuem Glanz erstrahlen und die Dresdner und ihre Gäste zum Stadtjubiläum 2006 begrüßen. Die Wiedereröffnung des Stadtmuseums im Jahre 2006 beginnt mit einem Prolog: ab dem 31. März wird die Urkunde zur Ersterwähnung der Stadt Dresden erstmals öffentlich zu sehen sein. Mit Modellen und Animationen macht die Ausstellung sichtbar, was die Urkunde über die Machtverhältnisse im Elbtal zu Beginn des 13. Jahrhunderts und über die Prozeduren des damaligen Rechts berichtet. Wissenschaftliche Experten und eine Reihe der ersten Dresdner Dinge verdeutlichen, was wir heute über die Frühzeit der Stadt wissen. Am 25. September 2006 soll dann die neue Dauerausstellung zur Dresdner Stadtgeschichte und ein Schaudepot im Stadtmuseum Dresden eröffnet werden.
Mit ihren ersten Sonderausstellungen wird die Städtische Galerie Dresden Zeichen setzen: „sehen, was da ist“ — Menschenbilder von Dix und anderen; gezeigt werden etwa 95 Arbeiten aus der südwestdeutschen Privatsammlung Frieder Gerlach vom 3. Februar 2006 bis zum 9. April 2006. Und nahezu zeitgleich wird ein Dresdner Künstler mit einer großen Retrospektive geehrt: „Willy Wolff zum Hundertsten“. Malerei, Collagen, Zeichnungen, Walzungen und Monotypien, Objekte. Vom 10. Februar 2006 bis 7. Mai 2006. Die erste Preisträgerausstellung des DREWAG-Kunstpreises für Gegenwartskunst wird ab dem 2. Juni 2006 in der Galerie präsentiert.
Jedes Wochenende lädt der Familiensonntag alle Kinder (ab 3 Jahre), Eltern, Großeltern und Freunde in die Städtische Galerie ein. In spielerischer Form, die den Kindern beim Entdecken und Wahrnehmen der Kunstwerke hilft, geht es auf Entdeckungsreise in die Welt und Sprache der Kunst. Jede Veranstaltung bietet Möglichkeiten, sich im Gestalten eigener kleiner Kunstwerke auszuprobieren.
Große Umbaumaßnahmen stehen auch in den Technischen Sammlungen an. Das Museum bekommt eine neue Heizungsanlage. Diese Gelegenheit wird zum Anlass genommen, das besonders beliebte Experimentierfeld zu verlegen, mit neuen Modellen zu erweitern und in den nächsten Jahren zum Science Center Dresden auszubauen. Gespräche mit Kooperationspartnern wie dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus wurden bereits aufgenommen. In Kooperation mit der Technischen Universität wird derzeit an einer Sonderausstellung mit dem Titel „Wahr?_Zeichen“ gearbeitet, die sich dem Beziehungsgefüge Wissenschaft — Fotografie — Kunst widmen wird.
Das zu den Kleinoden der Dresdner Museumslandschaft zählende Carl-Maria-von-Weber-Museum wird eine völlig neue Sammlungspräsentation bekommen. Ein Konzept für ein modernes Musikermuseum in Dresden wird erarbeitet. Zudem wird das ehemalige Winzerhaus in Hosterwitz in den nächsten Monaten nach und nach renoviert und den Anforderungen eines Museums entsprechend ausgestattet werden.
Das Kügelgenhaus feiert im April 2006 bereits sein 25jähriges Bestehen. Dank der damaligen Initiative einiger Dresdner Bürger ist es heute möglich, eine für in Dresden einzigartig erhaltene barocke Bürgerwohnung zu besichtigen und mehr über die für Dresden äußerst reiche Zeit der Romantik zu erfahren. Geheimnisse der Romantiker ist das neue Angebot für Schülerinnen und Schüler im Kügelgenhaus. Gleich zwei Themen werden in dieser Veranstaltung angesprochen: Der kunstgeschichtliche Überblick zur Romantik in Dresden mit dem Schwerpunkt Malerei sowie die Techniken und Arbeitsweisen von Malern der Romantik. Altersgerecht wird den Schülerinnen und Schülern bis hin zum Abiturniveau und speziell auch für Kunstleistungskurse fundiertes Wissen über die Zeit der Romantik in Dresden vermittelt sowie die praktische Abfolge der Entstehung eines Gemäldes in jener Epoche anschaulich vorgestellt.
Das Kraszewski-Museum ist das deutsch-polnische Museum in Sachsen und Treffpunkt zahlreicher deutsch-polnischer Gäste. Das dort neu eingerichtete Café KulturA ist nicht nur Museumscafé sondern auch Treffpunkt für Bewohner der Äußeren Neustadt. Mit dem anspruchsvollen literarischen Programm im Jahr 2006 „Polen erlesen“ wird erstmals konzentriert die junge polnische Literaturszene zu Gast in Dresden sein.

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