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06.01.2006

Petersburger Dialog und Russlandjahr 2006 in Dresden

Der Freistaat Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden haben sich Anfang 2005 gemeinsam um die Austragung des Petersburger Dialoges 2006 in Dresden beworben. Der auf Initiative von Präsident Wladimir Putin und dem früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder ins Leben gerufene Petersburger Dialog ist das zentrale deutsch-russische Forum für den offenen Dialog der Zivilgesellschaften beider Länder und soll den deutsch-russischen Beziehungen mit seinen Debatten fortlaufend neue Impulse geben.

Inzwischen ist die Bewerbung positiv beschieden worden: Der nächste Petersburger Dialog wird in der zweiten Jahreshälfte 2006 in Dresden stattfinden und dem 800. Dresdner Stadtjubiläum einen weiteren Höhepunkt verleihen. Es sieht ganz danach aus, dass zu der Veranstaltung auch Präsident Putin und Bundeskanzlerin Merkel in Dresden begrüßt werden können.

Von dem Petersburger Dialog 2006 in Dresden werden nach dem Regierungswechsel in Deutschland wichtige Impulse für die künftige deutsch-russische Zusammenarbeit und die Rolle der Zivilgesellschaften in diesem Prozess erwartet. Oberbürgermeister Ingolf Roßberg dazu: „Von Dresden soll eine klare Botschaft ausgehen: Russland gehört zu Europa und darf nicht aus den gesamteuropäischen Integrationsbestrebungen ausgeschlossen werden. Streitpunkte wie der Königsberg-Transit sowie die Lage in Tschetschenien und im Nordkaukasus dürfen nicht zu neuen Trennungslinien in Europa führen. Die EU und Russland müssen zu einer `strategischen Partnerschaft´ finden, die diesen Namen auch wirklich verdient.“

Um dies und die Bedeutung zu untersteichen, die dabei eine breite Zusammenarbeit der Zivilgesellschaft auf allen Ebenen spielt, sieht Oberbürgermeister Roßberg das Jahr 2006 auch als ein „Russlandjahr in Dresden“. Die sich mit dem deutsch-russischen Dialog befassenden Einrichtungen in Dresden werden dazu ermuntert, im Vorfeld des Petersburger Dialoges 2006 eigene Initiativen mit deutsch-russischem Bezug zu entwickeln und so das Gesamtbild um den Petersburger Dialog 2006 in Dresden aktiv mitzugestalten.

Im Rahmen von Informationsveranstaltungen, Diskussionsrunden, Lesungen, Ausstellungen und andere Aktivitäten soll gezeigt werden, wie nah und lebendig Russland in Dresden ist und durch welch breites bürgerschaftliches Engagement die Zusammenarbeit mit Russland getragen wird. Die 45 Jahre alte Städtepartnerschaft zwischen Dresden und St. Petersburg wird durch die vielfältigsten Kooperationen zwischen den Bevölkerungen geprägt. Seit 2002 gibt es in St. Petersburg das „Dresdner Büro der sächsischen Wirtschaft“ – ein bislang einmaliges Gemeinschaftsprojekt der Landeshauptstadt Dresden, der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, der IHK Dresden und der Wirtschaftsförderung Sachsen.

All dies soll als Beweis für die Vielfalt der deutsch-russischen Beziehungen in das Russlandjahr und den Petersburger Dialog 2006 in Dresden eingebracht werden. In die Internetpräsentation der Landeshauptstadt Dresden wurde unter www.dresden.de/europa eine eigene zweisprachige Rubrik zum Russlandjahr und zum Petersburger Dialog 2006 in Dresden aufgenommen.

Dass die Zusammenarbeit mit Russland wichtig ist, soll auch die Präsentation der Landeshauptstadt Dresden und ihrer Beziehungen zu ihrer russischen Partnerstadt gemeinsam mit dem Deutschen Generalkonsulat zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 2006 in St. Petersburg deutlich machen.

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