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13.09.2005

Hochwasserschutz für die Dresdner Innenstadt beginnt beim Grundwasser

Für einen wirksamen Hochwasserschutz muss das Grundwasser beachtet werden. Dies zeigte sich aktuell bei der Hochwasserkatastrophe im Alpenraum. Insbesondere im Alpenvorland stieg der Grundwasserspiegel in einigen Gebieten schnell und bis fast zur Geländeoberfläche an und verursachte erhebliche Probleme für die Gebäude. Die Kraft des Grundwassers erlebte Dresden 2002. Größere Gebäudeschäden konnten nur Dank der rechtzeitigen Warnung vor dem zu schnellen Auspumpen der Keller vermieden werden.

Broschüre „Auswirkungen des Hochwassers 2002 auf das Grundwasser“
Die Landeshauptstadt Dresden hat in einem über zwei Jahre vom Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) mit insgesamt 400.000 Euro geförderten Forschungsprojekt die Zusammenhänge und Wechselwirkungen des Hochwassers mit dem Grundwasser untersucht. Der Ergebnisbericht des Forschungsprojektes liegt jetzt als Broschüre „Auswirkungen des Hochwassers 2002 auf das Grundwasser“ vor. (Anlage 2 — Titel der Broschüre). Die Broschüre ist gegen eine Schutzgebühr von zehn Euro im Sekretariat des Umweltamtes auf der Grunaer Straße 2 in 01069 Dresden erhältlich. Fragen zum Thema werden unter Telefon 03 51/ 488 62 78 beantwortet.
Im Bericht zeigen zahlreiche informative Abbildungen und Kartendarstellungen, wie sich das Grundwasser beim Hochwasser verhalten hat und welche Auswirkungen auf die Grundwasserstände und auf die chemische Beschaffenheit im Hinterland auftraten. Es hat ein und ein halbes Jahre gedauert, bis der Dresdner Grundwasserspiegel wieder auf den Normalbereich absank. Wird die oberirdische Überflutung wirksam begrenzt, entschärft das den Grundwasseranstieg im Innenstadtbereich erheblich. Im Bericht wird die Notwendigkeit einer umfassenden Überwachung der Grundwasseranstiege im Hochwasserfall aufgezeigt und ein modernes Grundhochwassermanagement für Dresden vorgeschlagen.

Automatische Grundwassermessung
In den letzten Wochen wurden die ersten drei Grundwassermessstellen hergestellt und mit automatischen Messgeräten ausgestattet. Die Grundwasserstände können ohne aufwendige Vor-Ort-Begehungen direkt auf den PC übertragen werden.
In diesem Jahr sollen noch weitere 23 Messstellen mit der innovativen Technik ausgestattet werden. Mit dem Grundwasserüberwachungssystem beginnt der Bau des Hochwasserschutzsystems für die Dresdner Innenstadt. Der nächste Schritt wird der Überflutungsschutz für die Altstadt gegen Elbhochwasser sein. Geplant ist bis 2006 der Abschnitt vom Bärenzwinger an der Brühlschen Terrasse bis zur Augustusbrücke. Das Projekt ordnet sich in das vom Freistaat Sachsen geförderte Maßnahmepaket Hochwasserschutz Innenstadt ein. Die Finanzierung erfolgt aus städtischen Mitteln. Die Arbeiten sollen bis 2006 abgeschlossen sein.
Bis Ende 2006 Zukünftig sollen die Messwerte der automatischen Grundwassermessstellen für die Bürger im Internet unter www.dresden.de/Themenstadtplan bereitstehen. Die notwendigen Planungen zum Aufbau der Hochwasserüberwachung für das Grundwasser in Dresden hat das Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden in enger Abstimmung mit den Landesbehörden vorbereitet und durchgeführt.

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