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Meldung vom 20.07.2005

"Die Frauen des 20. Juli 1944" - Vortrag im Stadtarchiv

Für Montag, 25. Juli laden die Gleichstellungsbeauftragte für Frau und Mann Kristina Winkler, das Stadtarchiv sowie das Frauenstadtarchiv zum Vortrag ein. Ursula Brekle spricht über "Die Frauen des 20. Juli 1944". Sie veranschaulicht die Lebenswege dreier Frauen, deren Männer im Widerstand gegen das NS-Regime kämpften: Fey Pirzio-Biroli, geb. Hassell; Reinhild Gräfin von Hardenberg und Nina Gräfin Schenk von Stauffenberg.Beginn ist 18 Uhr im Stadtarchiv Dresden, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist frei.

Der Widerstand gegen die NS-Ideologie war in relativ kleinen, isolierten Gruppen organisiert. Eine allgemeine Widerstandsbewegung, die den Sturz Adolf Hitlers und damit den Niedergang des Nationalsozialismus bewirkt hätte, entwickelte sich daraus nie. Viele versuchten es dennoch und mussten dafür früher oder später mit dem Leben bezahlen. Die Attentatsversuche von Generalmajor von Tresckow am 13. März 1943, von Oberst von Gersdorff am 21. März 1944, die Anschläge von Hauptmann Axel von dem Bussche sowie von Leutnants Ewald von Kleist und die Absicht von Rittmeisters von Breitenbuch, Hitler bei einer Besprechung am 11. März 1944 zu erschießen, scheiterten. Letztendlich schlug auch das Attentat von Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 fehl.

Ursula Brekle greift in ihrem Vortrag jenes Thema auf. Im Mittelpunkt stehen die Frauen der Akteure des 20. Juli 1944. Für sie wurde der 20. Juli der Tag, der alles einschneidend veränderte. Ihre Männer wurden verhaftet, gefoltert und hingerichtet; ihre Kinder unter falschem Namen verschleppt. Sie selbst kamen in Haft - einige bis zum Kriegsende. Manche verloren ihr Leben dabei. Nach 1945 mussten sie sich unter schwierigen materiellen Bedingungen eine neue Existenz aufbauen, Berufe erlernen und ihre Kinder allein großziehen.

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