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08.07.2005

Neuer Spielplatz in Altpieschen öffnet

Der frühere Dorfkern von Altpieschen erwacht nächste Woche endgültig aus dem Dornröschenschlaf. Kinderlachen zieht unter den neun alten Krim-Linden ein. Der Platz, der wegen seines charakteristischen Baumbestandes zwischen 1882 und 1906 Lindenplatz hieß und heute von den Straßenzügen Robert-Matzke-Straße und Altpieschen begrenzt ist, wurde in den letzten vier Monaten zum Spielplatz umgestaltet. Am
12. Juli um 13 Uhr übergibt ihn Stadtplanungsamtsleiter Andreas Wurff gemeinsam mit Planern und Bauausführenden an die Kinder im Wohngebiet.

Das rund 1.400 Quadratmeter große Gelände mit dreieckigem Grundriss verwandelte sich von einer verwahrlosten Brachfläche in eine Oase zum Spielen und Erholen. Der auf einer Sandfläche angelegte Spielplatz orientiert sich an den Bedürfnissen von Kindern bis 12 Jahren. Er ist mit einer Kletter-Seilspinne, einer Rutsche, einer Murmelbahn und einem Balancierband ausgestattet. Außerdem gibt es feste und drehbare Sitzkugeln für die Jüngsten. Eine besondere Attraktion ist das Wasserspiel, ein wasserspeiender Sandsteinquader. Diesen so genannten „Lindenstein“ gestalteten Pieschener Bürger während eines Bildhauerkurses der Kreativen Werkstatt (e.V.). Das von der Stadt beauftragte Planungsbüro Contextplan sponsert die Wasserkosten.

Zur umgestalteten Fläche gehört auch eine frisch asphaltierte Spielstraße, die dem öffentlichen Verkehr entzogen wurde und nun zum Rollern, Skaten, Kreidemalen, Gummihüpfen oder zu ähnlichen Aktivitäten einlädt. Sie verbindet den Spielplatz mit einer ebenfalls erneuerten kleinen Grünzone. Insgesamt neun Bänke sind hier, entlang der Spielstraße und auf den Spielplatz verteilt, so dass die Eltern in der Nähe ihrer Sprösslinge verweilen können.

Die Gestaltung des Quartiersplatzes Altpieschen kostete 171.000 Euro. Davon zahlte die Stadt Dresden 25 Prozent. Den Anteil von 75 Prozent übernahm die Europäische Union, denn sie fördert die Aufwertung im Wohnumfeld innerhalb des „Stadtteilentwicklungsprojektes Leipziger Vorstadt/Pieschen“. Die Vorstellungen und Anregungen der Anwohner flossen bei zwei Workshops im Jahr 2003 ein.

Pieschen-Süd gehört zu den Dresdner Stadtteilen mit einer deutlich unter dem Durchschnitt liegenden Altersstruktur. Während die Bevölkerung in ganz Dresden einen Altersdurchschnitt von 43 Jahren hat, sind es hier 36 Jahre. Der Anteil von Familien und Alleinerziehenden mit Kindern und Jugendlichen ist größer als anderswo. Demgegenüber steht ein Defizit an Kindertagesstätten, Spielplätzen und Freizeitangeboten, das jedoch schrittweise abgebaut wird. So entstand zum Beispiel 2004 ein neuer Spielplatz an der Konkordienstraße.

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