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Meldung vom 28.06.2005

Offizielle Medaille zum 800-jährigen Stadtjubiläum Dresdens erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert

Heute wird in Anwesenheit des Oberbürgermeisters Ingolf Roßberg erstmalig die Medaille zum 800-jährigen Stadtjubiläum Dresdens präsentiert. In einer limitierten Auflage ist sie in Gold, Silber und Zinn erhältlich. Der Entwurf stammt von dem Dresdner Künstler Peter Götz Güttler, aus dessen Atelier bereits so bekannte Arbeiten wie die Ehrenmedaille der Landeshauptstadt Dresden, der Kunst- und Förderpreis der Landeshauptstadt Dresden sowie die Gussmedaille „Die Glocken der Frauenkirche zu Dresden“ hervorgegangen sind. Herausgeber der Medaillenedition zum Stadtjubiläum Dresdens im Jahre 2006 sind die Sächsische Numismatische Gesellschaft e.V. Dresden und der Numismatische Verein zu Dresden e.V. gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden.

Die Vorderseite der Medaille (Schauseite) zeigt eine Frau mit Hut. Die Frau als Innbegriff der Schönheit und Leichtigkeit steht hier als Allegorie für Dresden. „Ich möchte keine riesige Philosophie um den Entwurf herum bauen. Während des Schaffensprozesses habe ich einfach nach einem passenden Symbol für Dresden und gleichzeitig einer Möglichkeit der Darstellung von realen Orten und Gebäuden gesucht und dabei die Frau mit dem Hut geschaffen“, so Peter Götz Güttler. Der Kopfschmuck der Dame dient als Plattform für zahlreiche Gebäude der Dresdner Alt- und Neustadt — vom Sächsischen Landtag über das Internationale Congress Center Dresden, Haus der Presse, die Yenize bis hin zur Kirche von Leubnitz. „Die Leubnitzer Kirche habe ich mit in den bunten Reigen der Gebäude aufgenommen, da sie meist auf den alten Grafiken Dresdens auch dabei ist“, so Güttler. Neben den Gebäuden hat der Künstler natürlich auch die Elbe eingebunden. Die Augustusbrücke — an der ältesten Querungsstelle — und die Carolabrücke überspringen den Strom, stellvertretend für die Vielfalt und -zahl der Brücken im Weichbild der Stadt. Spielerisch leicht hat der Künstler kleine Details integriert, wie über der Stadt schwebende Ballons — ein Bild, das sich den Dresdnerinnen und Dresdnern sowie deren Gästen tagtäglich bietet. „Ich hatte das Glück, unlängst die sogenannte `Königsroute` mit Residenzschloss, Zwinger, Altmarkt etc. via Ballon aus der Luft erleben zu dürfen und mir dabei gedacht: Welch ein Glück wir Dresdner doch haben, in einer solch wunderschönen, erhabenen Stadt leben zu dürfen“, erläutert der Künstler. Und wer sich die Schauseite der Medaille einmal ganz genau anschaut, wird auch die „Jubiläums-800“ entdecken können.

Während die Schauseite ästhetisch anspruchsvoll ein Bild von Dresden „zeichnet“, übermittelt die von Dirks Krauss, Vorstand Sächsische Numismatische Gesellschaft e.V. Dresden, gestaltete Rückseite Daten und Fakten. Neben dem Schriftzug „800 Jahre Dresden“, der den Anlass der Herausgabe benennt, verweist die Darstellung einer Urkunde nebst Siegel auf die Schiedsurkunde Dietrichs des Bedrängten, Markgraf von Meißen, vom 31. März 1206 und damit die urkundliche Ersterwähnung der Stadt. Die Darstellung des Löwen orientiert sich an dessen Gestaltung auf den Meißner Groschen des 14. und 15. Jahrhunderts. Im Hintergrund angedeutet sind die so genannten Landsberger Pfähle, seit der ersten Erwerbung der Markgrafschaft Landsberg im Jahre 1210 eines der Wappenzeichen des Hauses Wettin. Der Meißner Löwe und die Landsberger Pfähle sind die heraldischen Elemente, die noch heute das am unteren Rand der Medaille integrierte Wappen der Stadt Dresden dominieren. Daneben wird auf der Medaille Dresden 800 gleichzeitig auch ein herausragendes Ereignis der Gegenwart verewigt – die Verleihung des Titels „Stadt der Wissenschaft 2006“ durch den Stifterverband für die Deutsche Wirtschaft.

Medaillenedition in Gold, Silber und Zinn
Der Kenner achtet streng auf die Unterscheidung der Termini Medaille und Münze. Im Gegensatz zur Münze können Medaillen nicht als Zahlungsmittel genutzt werden, sondern versprechen vielmehr ästhetischen Genuss, verbunden mit der Erinnerung an herausragende Ereignisse, sind Sammlerobjekt und Wertanlage zugleich. Erhältlich ist die Dresden-800-Medaille als Gesamtedition (Gold, Silber und Zinn) sowie einzeln in Silber bzw. Zinn. Ganz im Sinne des Jubiläums wird die Medaille, ausgeführt als Hochrelief, in einer Auflagenhöhe von 8.000 Stück Zinn (Verkaufspreis acht Euro einschl. MwSt.), 800 Stück Silber 999 (Verkaufspreis 38 Euro einschl. MwSt.) sowie 80 mal als Gesamtedition in speziellen Holzetuis (Verkaufspreis 800 Euro einschl. MwSt.) herausgegeben.

Die Jubiläumsmedaille hat einen Durchmesser von 40 Millimetern. Prägeort ist Dresden bei der 1. Dresdner Medaillenmünze, Glaser & Sohn GmbH. Zu erwerben ist die Dresden-800-Medaille ab dem 10. Juli u.a. in den Tourist-Informationen Dresden, Schinkelwache/Theaterplatz und Prager Straße sowie den Dresdner Filialen der Dresdner Volksbank-Raiffeisenbank eG und der Ostsächsischen Sparkasse Dresden.

Bei Fragen können sich Interessenten auch gern an das Veranstaltungsbüro 2006 wenden unter Telefon 03 51/ 65 64 86 60 bzw. E-Mail: info@dresden800.de. Wer sich die Dresden-800-Medaille aus nächster Nähe anschauen möchte, ist in das Museum der Dresdner Romantik, Kügelgenhaus, Hauptstraße 13, 01097 Dresden eingeladen. Dort nämlich wird die Medaille einschließlich einiger weiterer Dresden-Medaillen und Gedenkmünzen ab dem 29. Juni 2005 über den Zeitraum eines Monats ausgestellt (Mi - So, 10-18 Uhr).

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