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Meldung vom 15.06.2005

Am 24. Juni wird es offiziell: Das Dresdner Elbtal ist UNESCO Welterbe

Direktor des UNESCO Welterbezentrums übergibt nächste Woche auf Schloss Albrechts-erg die Urkunde für das UNESCO-Welterbe Dresdner Elbtal

Das Dresdner Elbtal ist seit dem 2. Juli 2004 als Welterbe der Menschheit anerkannt. Am 24. Juni 2005 findet am Dresdner Elbhang auf Schloss Albrechtsberg die offizielle Übergabe der UNESCO-Welterbe-Urkunde statt. Oberbürgermeister Ingolf Roßberg empfängt das wichtige Dokument aus den Händen von Prof. Francesco Bandarin, Direktor des UNESCO-Welterbezentrums in Paris.

Das Welterbe Dresdner Elbtal umfasst Kultur- und Naturerbe von einmaligem, universel-lem Wert zwischen dem Dorf Söbrigen bei Schloss Pillnitz im Osten bis zum Schloss Übi-gau im Westen. Ausgehend von der höfischen Festkultur des Barock entwickelte sich über Jahrhunderte eine Harmonie von Natur und Kultur. Landwirtschaftliche Nutzung, Architek-tur, Gärten und Technik verbinden sich zu einem außergewöhnlichen Ganzen.

Mit der Anerkennung als Welterbe erhält Dresden ein international werbewirksames Prädikat, mit dem die Stadt in vorderster Reihe des globalen Wettbewerbs um Touristen und Investoren mitspielen kann. Über das nationale Recht und daraus abgeleitete örtliche Vorschriften hinaus sind keine zusätzlichen Restriktionen zu erwarten. Der Begriff der „sich entwickelnden Kulturlandschaft” schließt ein Weiterwachsen, ein Anpassen an neue soziale und technische Entwicklungen ausdrücklich ein, sofern sie mit dem außergewöhnlichen und universellen Wert des Schutzgutes vereinbar sind.

Das Kultur- und Naturerbe der Welt zu erhalten, zu schützen und für nachfolgende Generationen zu bewahren, ist eines der Hauptziele der UNESCO. Aus dieser Verantwortung heraus verabschiedete die UNESCO 1972 die “Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt”. 167 Staaten haben diese Konventionen bisher unterzeichnet. Die Welter-beliste umfasst gegenwärtig 730 Kultur- und Naturerbestätten in 125 Ländern. Die UNESCO vergibt das Prädikat „Welterbe” nach einem inhaltlich, räumlich und zeitlich festgelegten Verteilerschlüssel. Damit soll ein Gleichgewicht der Kultur- und Naturerbestätten der einzelnen Kontinente sichergestellt werden. Die Liste für Bewerbungen aus Deutschland ist bis 2018 abgeschlossen. Erst mit der nächsten “Tentativliste” (Prüfliste) hat Deutschland die Möglichkeit, weitere Bewerbungsplätze zu reservieren.

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