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Meldung vom 14.06.2005

Zwei Etagen auf Stelzen für den Fußball

Neues Vereinsheim für Fußballverein FV Dresden 06 Laubegast e. V. eingeweiht

Oberbürgermeister Ingolf Roßberg weihte heute gemeinsam mit den Sportlern den Neubau für das Vereinshaus des FV Dresden 06 Laubegast e. V. auf der Steirischen Straße 1 ein.

Die Sportanlage war sehr stark vom Elbehochwasser 2002 betroffen und nicht mehr nutzbar. Das alte Gebäude wurde abgebrochen und an gleicher Stelle entstand in einem Jahr für rund 1.275.000 Euro ein neues Vereinsheim. Auf einer Nutzfläche von insgesamt 735 Quadratmetern auf zwei Etagen können sich die Sportlerinnen und Sportler in acht Umklei-dekabinen umziehen und in vier Duschanlagen duschen. Für die Schiedsrichter gibt es zwei Umkleideräume mit extra Waschräumen. Außerdem sind für Platzwart, Verein und Trainer separate Räume vorgesehen. Das Gebäude wurde auf Stelzen gestellt, die Räume befinden sich oberhalb der festgesetzten Hochwassermarke. Das Vereinsheim soll noch erweitert werden. Der Fußballverein Dresden 06 Laubegast e. V. will mit dem Bau einer Gaststätte für etwa 90 Personen schnellstmöglich beginnen. Die Fundamente dafür sind bereits fertig.

Mit Abschluss der Arbeiten am neuen Vereinsheim sind die Flutschäden an der gesamten Sportanlage beseitigt. Der Rasenplatz wurde saniert und ein Kunstrasenplatz neu gebaut. Die gesamten Hochwassermaßnahme - Rasenplatz, Kunstrasenplatz und Funktionsgebäude - kostete 2.295.240 Euro. Davon sind 1.820.292 Euro Mittel aus dem Regierungspräsidium (Hochwasserschadensbeseitigung), 245.424 Euro Soforthilfe aus dem Hochwasserfond des Landes und 229.524 Euro Eigenmittel der Landeshauptstadt Dresden.

Am 24. August 2002 war das Wasser abgepumpt und der gesamte Schaden an der Sportanlage sichtbar. Der Rasenplatz stand acht Tage bis etwa 3,5 Meter unter Wasser und war mit einer zehn Zentimeter dicken Schlick- und Schlammschicht überzogen. Der Sportrasen verfaulte und das gesamte Umfeld verschlammte. Der Nebenplatz war etwa 2,5 Meter über-flutet, völlig aufgeweicht und mit Schlamm überzogen. Das Vereinsgebäude, Nebengebäude und das Casino standen etwa 80 bis 120 Zentimeter unter Wasser. Die Gipswände, Türen und Fenster waren verquollen und unbrauchbar, alle Bodenbeläge, Einbauschränke und Möbel zerstört. Trikots, Sport und Trainingsgeräte sowie für den Spielbetrieb notwendige Geräte Rasenmäher, Kreidemaschine und Ballnetze konnten nicht mehr genutzt werden. Die Gebäude mussten nach Begutachtung durch das Gesundheitsamt abgebrochen werden. Alles wurde vom Elbschlamm befreit, der Hartplatz provisorisch wieder hergestellt. Damit konnte der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden. Für Vereinsbüro und zum Umkleiden dienten ab November 2002 Container. Trikots und Trainingsgeräte wurden neu beschafft. Die im Nebengebäude aktiven Judoka des JC ARASHi wurden in das WFZ Blasewitz dauerhaft umgesetzt und haben dort eine neue Heimstatt gefunden. Der Trainingsbetrieb der Fußballer wurde auf nicht zerstörten Plätzen in Dresden durchgeführt. Punktspiele wurden nur auswärts ausgetragen

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