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Meldung vom 09.05.2005

Bundesweite Eröffnung des Tages des offenen Denkmals im September in Dresden

Dresden wird in diesem Jahr bundesweit den Tag des offenen Denkmals eröffnen. Die Vorbereitungen dazu sind in vollem Gange. Über 25 Einrichtungen und Institutionen haben bereits ihre Teilnahme zugesagt, viele weitere sind angefragt.

Mit der bundesweiten Eröffnungsveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals am 11. September 2005 steht Dresden im Mittelpunkt dieses größten bundesweiten Aktionstags für den Denkmalschutz. Die Eröffnung auf der Brühlschen Terrasse durch Staatsministerin für Kultur und Medien Dr. Christina Weiss, Ministerpräsident Prof. Dr. Dr. Georg Milbradt, Oberbürgermeister Ingolf Roßberg, den Präsidenten der Deutschen UNESCO-Kommission Minister Walter Hirche und den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Prof. Dr. Dr.-Ing. E.h. Gottfried Kiesow, gibt den Startschuss für ein umfangreiches Programm zum diesjährigen Schwerpunktthema „Krieg und Frieden“.

Kulturdenkmale wurden in Kriegen beschädigt und in Friedenszeiten erneuert oder sie hatten den Zweck, Menschen vor Angriffen zu beschützen, z. B. Burgen, Stadtmauern oder Wehrkirchen. Zudem gibt es fast überall Bauten, Mahnmale und Stätten des Erinnerns an Kriegsopfer und den Verlust bedeutender Kulturgüter sowie Orte großer Friedensschlüsse. Gerade Dresden ist durch die verheerenden Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und die bis in die Gegenwart reichende Diskussion zur Wiedererrichtung bedeutender Bauwerke prädestiniert, einen Tag des offenen Denkmals mit dem Thema "Krieg und Frieden" zu eröffnen. Eine ideale Ergänzung zum Programm des Denkmaltags ist ein Besuch der Ausstellung "Zeitschichten", die ab 30. Juli im Dresdner Residenzschloss die Geschichte der Denkmalpflege zeigt.

Erste spannende Programmpunkte stehen schon fest. Hier eine Auswahl:
In der Offiziersschule des Heeres ist die Geschichte und Gegenwart der Albertstadt Thema von Vorträgen und einer Ausstellung. Architektur und Natur der Anlage werden erläutert und man kann dem früheren Leben in der Albrechtstadtkaserne zusehen.
Das Sächsische Landesgymnasium für Musik "Carl Maria von Weber" öffnet die Villa Rothermund. Stündlich gibt es in dem wunderschönen Haus eine Führung, die mit einem kurzen Konzert beginnt.
Offen wird auch der Bismarckturm und das Moreaudenkmal sein.
Die Synagoge bietet Führungen durch Gemeindezentrum und Synagoge.
Die Grundschule Am Rosengarten öffnet mit einem Kinderprogramm zu Gottfried Semper und einer Ausstellung zur zerstörten Villa Rosa. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Semperclub Dresden. Hier kann zum Thema Villa Rosa sogar gebaut und gepuzzelt werden. Über die Entstehung der Semperbüste vor der Schule wird ein Film gezeigt.
Auch das Lapidarium der Stadt Dresden in der Ruine der Zionskirche hat geöffnet. Hier liegen noch viele Details einst im Krieg zerstörter Gebäude.
Am Standort der ehemaligen Sophienkirche ist das Modell der Kirche mit der Busmannkapelle zu sehen und es finden Führungen zu einzelnen Stationen im ehemaligen Kirchenraum statt.

Wer sich noch am Tag des offenen Denkmals 2005 in Dresden beteiligen möchte kann sich im Kultur- und Denkmalschutzamt unter Telefon 03 51/ 4 88 89 59 melden.

Am 11. September 2005 findet der Denkmaltag zum 13. Mal bundesweit statt. Mittlerweile ist er zu einem festen Termin in jedem Kulturkalender geworden. 2004 mobilisierte das Angebot wieder rund 4 Millionen Bürger in über 2.500 Städten und Gemeinden. Damit ist der Tag des offenen Denkmals eine der erfolgreichsten Kulturveranstaltungen in Deutschland überhaupt. Mehr als 6.700 Kulturdenkmale aller Art luden zu einem Besuch ein – Dank der engagierten regionalen Organisatoren und den vielen freiwilligen Helfern vor Ort.

Europaweit gilt im September bei den European Heritage Days das Interesse vieler Menschen der besonderen Kostbarkeit bekannter und unbekannter Bauten. Auch in Deutschland bietet seit 1993 der Tag des offenen Denkmals am zweiten Sonntag im September die Gelegenheit, baugeschichtliche Zeugnisse, die sonst nicht zugänglich sind, zu erleben. Für dieses wichtige, von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordinierte Kulturereignis darf auch 2005 wieder mit rund vier Millionen Besuchern bundesweit gerechnet werden.

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