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11.04.2005

Kooperation für Dresdens Hochwasserschutz

Der Stadtrat beschloss es im Februar 2005. Jetzt unterzeichneten Oberbürgermeister Ingolf Roßberg und der Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen (LTV), Hans-Jürgen Glasebach eine Kooperationsvereinbarung zur Planung und Realisierung von Hochwasserschutz für Dresdens Innenstadt. Geschützt werden soll speziell die Wilsdruffer Vorstadt, die Altstadt und die Friedrichstadt vor Hochwasser der Elbe und der Weißeritz. Die Vereinbarung legt die notwendigen Maßnahmen, die Verantwortlichkeiten, die Umsetzung und die Finanzierung fest:

1. Schutz der Altstadt und der Wilsdruffer Vorstadt durch den Einsatz mobiler und teilweise stationärer Flutwände zwischen der Brühlschen Terrasse und der Marienbrücke bzw. entlang der Weißeritzstraße bis zur Schweriner Straße.
2. Schutz der Friedrichstadt und des Sanierungsgebietes Historische Friedrichstadt durch den Einsatz mobiler und teilweise stationärer Flutwände zwischen der Marienbrücke und den Sportanlagen bzw. entlang der Magdeburger Straße bis zum Hafen Friedrichstadt.
3. Um den Abflusses in der Flutrinne Großes Ostragehege zu verbessern werden das alte Hochflutprofil wieder hergestellt und Abflusshindernisse wie Eissporthalle und Eisenbahnbrücke entfernt.
4. Die Flutrinne Kaditz erhält ihr altes Hochflutprofil zurück.
5. Im Elbvorland auf der Neustädter Seite zwischen Carolabrücke und Marienbrücke wird abgegraben bis zum alten Deckwerk in Höhe der alten Uferbefestigung aus Sandstein (Elbufer vor ca. 100 Jahren)
6. Die Stadtentwässerung Dresden GmbH baut zur Kanalrückstausicherung im Hochwasserfall neue Schieber ein und ein neues Pumpwerk am Regenrückhaltebecken in Dresden-Johannstadt.
7. Grundwassermonitoring im Auftrag des Umweltamtes für die Überwachung der Grundwasserstände in der Innenstadt.

Das Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden ist verantwortlich für die Durchführung dieser hochwasserschutzverbessernden Maßnahmen. Mit der Planung und Realisierung wird ab dem zweiten Halbjahr 2005 begonnen. Für die Maßnahmen an der Elbeflutrinne (Ostra, Kaditz und Elbufer Neustädter Seite) läuft eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung von deren Ergebnis die Durchführung abhängt. Der Abschluss ist im Jahr 2008 vorgesehen. Dabei wird es zwischen dem Umweltamt und der LTV in allen Planungs- und Bauphasen eine enge Abstimmung geben.

Nach gegenwärtigem Planungsstand betragen die Kosten ca. 20 Mio. Euro. Davon stellt der Freistaat Sachsen über die LTV mehr als 15 Mio. Euro zur Verfügung und vom Regierungspräsidium Dresden liegt ein Zuwendungsbescheid von 0,9 Mio. Euro für drei dieser Maßnahmen vor. Die restliche Finanzierung des Gesamtvolumens wird vom Haushalt der Landeshauptstadt Dresden getragen. Darüber hinaus finanziert die Landeshauptstadt Dresden Hochwasserschutzmaßnahmen, z. B. für Gewässer II. Ordnung in den nächsten Jahren ca. 6 Mio. Euro und das Grundwassermonitoring mit 500.000 Euro.

Der Schutz des Dresdner Stadtzentrums hat höchste Priorität. Die Innenstadt war im August 2002 am stärksten hochwassergeschädigt und besitzt das höchste Schadenspotential. Die Bedrohung der Innenstadt kam nicht nur von der Elbe, sondern auch von der Weißeritz, dem Kaitzbach, dem Grundwasser und der Kanalisation. Die Landeshauptstadt Dresden dankt der LTV für die sehr gute Zusammenarbeit sowohl bei der Hochwasserschadensbeseitigung, die u. a. auch Maßnahmen an den Gewässern Il. Ordnung beinhaltet, als auch den ersten Planungen zu den Hochwasserschutzmaßnahmen für die Dresdner Innenstadt.

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