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08.04.2005

Springbrunnen am Kronstädter Platz eingeweiht

Fast genau 102 Jahre nach seiner Einweihung 1903 wurde heute der Springbrunnen am Kronstädter Platz in Dresden-Laubegast wieder in Betrieb genommen. Bürgermeister Dirk Hilbert und der Leiter des Grünflächenamtes Detlef Thiel starteten den Brunnen mit einem zünftigen „Wasser marsch“.
Dank der Unterstützung von über 20 Spendern konnte die Anlage rekonstruiert werden. Als Dankeschön weist jetzt eine Bronzetafel (455 x 225 mm) auf die Spender hin. Sie ist befestigt an einem in der Erde eingebrachten Sandsteinsockel, der vor dem Brunnen steht.

Der gesamte Brunnen wurde abgetragen und auf ein neues Fundament gesetzt. Alle technischen Installationen sind erneuert. Am Rand der Parkanlage beherbergt ein neuer Pumpenraum die Elektroschalt- und -steueranlage. Hier ist auch die Pumpentechnik mit einem eigens gebohrten Brauchwasserbrunnen mit automatischer Niveauregulierung untergebracht. Im Oktober 2004 wurde der Probelauf durchgeführt. Danach kam auf das Brunnenbecken eine Winterabdeckung aus Holz.
Auf Initiative des Ortsamtes Leuben begann das Architekturbüro Dr. Köckeritz 1999 mit der Planung - die 1. Spendenleistung. Daraus resultierte eine Kostenschätzung von 83.000 Euro. Dem Grünflächenamt standen diese Mittel nicht zur Verfügung. Spenden mussten geworben werden. Geldspenden in Höhe von 15.000 Euro, Sachspenden in Höhe von 25.000 Euro und Eigenmittel des Grünflächenamtes in Höhe von 15.000 Euro ermöglichten 2004 den Baubeginn. Der Rest der Summe konnte durch Eigenleistungen des Grünflächenamtes ausgeglichen werden: Tiefbau und Baustelleneinrichtung führte das Amt selbst aus. Die Anschlusskosten für Wasser entfielen durch den gebohrten Brunnen und Springbrunnenpumpe, Düse, Scheinwerfer und verschiedene Elektroteile konnten von einem abgebauten Brunnen (1) verwendet werden.

Der Brunnen auf dem Kronstädter Platz (bis 1926 Bismarckplatz) wurde am 16. Mai 1903 gemeinsam mit der Parkanlage übergeben. Baumeister Münziger schaffte einen Springbrunnen mit mehrstufiger Vulkandüse, der mit vielen blühenden Pflanzen umrahmt war. Zum Schutz zwischen Weg- und Pflanzfläche baute die Firma Bienert einen eisernen Promenadenzaun. Das Beet um den Brunnen herum war mit einem hölzernen Jägerzaun begrenzt. Nach dem Krieg verschwand dieser in den Öfen als Heizmaterial. Der Springbrunnen auf dem Kronstädter Platz wurde 1903 mit Hilfe von großzügigen Spenden errichtet. Seit dem 2. Weltkrieg fristete der Brunnen ein trostloses Dasein, wurde schließlich zweckentfremdet als Sandkasten benutzt.

(1) Brunnenschale Touristengarten – ehemals zwischen Hotel Königstein und Linienstein, Prager Straße

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