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07.04.2005

Richtfest für Kindertageszentrum in Dresden-Löbtau

Erstmals EU-Förderung für einen Kita-Neubau in Dresden

Gemeinsam mit den Kindern feierte Sozialbürgermeister Tobias Kogge heute Richtfest für das Kindertageszentrum Hermsdorfer Straße 14. Hier entsteht die erste Dresdner Kindertagesein-richtung mit integriertem offenem Kindertreff. Möglich wird das durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) - Stadtentwicklungsprojekt Weißeritz. Die Kindertageseinrich-tung bietet Raum für insgesamt 138 Kinder und die Besucher des Kindertreffs. Es wird sechs Kindergartengruppen für 108 Kinder und zwei Krippengruppen für 30 Kinder geben. Auf dem 4.170 Quadratmeter großen Grundstück an der Hermsdorfer Straße 14 entsteht ein halbkreis-förmiges Gebäude mit einer Nutzungsfläche von insgesamt 978 Quadratmetern auf zwei Eta-gen. Der verbleibende Platz kann als freie Spielfläche genutzt werden.

Im Mittelpunkt des Konzeptes steht die Gemeinschaft. Deshalb liegen im Zentrum des Gebäu-des ein Mehrzweckraum und die „Seifenblasenhalle“ und ein Empfangs-, Spiel- und Flurraum mit einer außergewöhnlichen Leuchtengestaltung. An der Decke der „Seifenblasenhalle“ hän-gen in verschiedenen Höhen unterschiedlich große Kugellampen. Wände und Böden werden dezent in warmen Gelb- und Blautönen gestaltet. Der Weg zur Natur ist kurz. Von den Grup-penräumen geht es direkt auf die Spielwiese. Hier finden die Kinder auch ein „Amphitheater“. Ganz besonders interessant werden die neuen Bewohner die Wand finden, die das Außen-spielgelände der Krippenkinder von dem der Kindergartenkinder trennt. Unterschiedliche Mate-rialien wie Rundhölzer, Mauerwerk, Beton und Maschendraht laden zum Durchschauen, Fühlen und Hören ein.

Die Kosten für Planung und Bau betragen insgesamt 2.155.809 Euro. Durch das Stadtteilent-wicklungsprojekt Weißeritz, einem Förderprogramm zur städtischen Entwicklung und Revitali-sierung von Brachflächen ( EFRE-Fonds) werden davon 1.887.309 Euro bereit gestellt. Die Ei-genmittel der Landeshauptstadt Dresden betragen 268.500 Euro.

Die alte Kindertageseinrichtung auf der Hermsdorfer Straße 14 wurde im Frühjahr 2003 abge-rissen. Der erste Spatenstich für den Neubau war am 22. Oktober 2004. Eröffnet wird das Kin-dertageszentrums im September 2005. Die WOBA-Tochtergesellschaft STESAD GmbH setzt das anspruchsvolle Projekt um. Mit dem Neubau verbessert sich die Kinderbetreuung in einem Wohngebiet mit einem hohen Anteil an sozial schwachen Familien und Alleinerziehenden. Das neue Haus wird sich als Begegnungszentrum für die Familien im Sozialraum präsentieren. Das Kindertageszentrum wird in Trägerschaft der Kindervereinigung Dresden e. V. geführt. Eltern können ihre Kinder bereits jetzt anmelden. Die Kindervereinigung nimmt die Anmeldungen unter 03 51/ 31 22 90 oder mail@kindervereinigung-dresden.de entgegen.

Über das Stadtentwicklungsprojekt Weißeritz konnte der Neubau kurzfristig finanziert werden. Die Weißeritz gilt als verbindendes Element im Projekt. An ihren Ufern begann bereits vor über hundert Jahren die industrielle Entwicklung der Stadt. Produktionsmethoden änderten sich mit dem industriellen Fortschritt und damit auch die Gewerbe und angrenzenden Wohngebiete. Ziele des Stadtentwicklungsprojektes sind: Wirtschaft, Beschäftigung und Soziokultur im Stadt-teil fördern, die städtebauliche Situation, die Umwelt- und Wohnfeldsituation verbessern und technische und soziale Infrastruktur entwickeln.

Außer dem Abbruch der alten Kindertageseinrichtung und dem Neubau wurden und werden mit Fördermitteln der Europäischen Union weitere Projekte vorbereitet und realisiert. Dazu gehören in dem ca. 300 Hektar großen Fördergebiet: die Rekonstruktion eines Abschnittes der Fabrik-straße, der Neubau der Südwestumfahrung des ehemaligen Kohlebahnhofs, die Sanierung des Aussichtsturmes „Hoher Stein“, die Förderung der Gewerbezentren „Bienertsche Brotfabrik“ in Plauen und „Felsenkeller“ im Plauenschen Grund und die Sanierung im Gymnasium Plauen. Auch in Löbtau konnte mit finanzieller Unterstützung aus dem EFRE-Fonds einiges begonnen werden: An der 35. Grund- und Mittelschule, Clara-Zetkin-Straße 20 entstand ein neuer Schul-sportplatz mit Freizeitnutzung, der Bünauplatz wird umgestaltet und die neuen unterirdischen Wertstoffsammelanlagen am Badweg und auf dem Schillingplatz werden bereits durch die Be-wohner genutzt.

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