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04.03.2005

Sprecherrat des Gesunde Städte-Netzwerkes traf sich im Dresdner Rathaus

Das Gesunde Städte-Netzwerk der Bundesrepublik Deutschland ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Kommunen, die sich damit ein Lern-, Aktions- und Diskussionsinstrument geschaffen haben. Städte, Kreise oder Stadtbezirke können dem Netzwerk beitreten. Die Organe des Gesunde Städte-Netzwerkes sind die Mitgliederversammlung und der Sprecherrat. Die Mitgliederversammlung wählt aus ihrer Mitte den Sprecherrat, der dreimal im Jahr zusammentritt. Dem Sprecherrat gehören paritätisch fünf Vertreter der kommunalen Körperschaften und fünf Vertreter von Gesundheitsinitiativen und Selbsthilfezusammenschlüssen an. Der Sprecherrat vertritt das Netzwerk nach außen, organisiert die Mitgliederversammlung und ist verantwortlich für die Weiterentwicklung des Netzwerkes und die Aufnahme neuer Mitglieder.
Das Sekretariat des Gesunde Städte-Netzwerkes befindet sich seit Mai 2004 in Münster, zuvor wurde es 15 Jahre lang von Hamburg geführt. Das Sekretariat dient vor allem der Unterstützung des Sprecherrates.

Gesunde Städtenetzwerk
Das bundesdeutsche Gesunde Städte-Netzwerk wurde 1989 in Frankfurt am Main von neun Großstädten und einem Kreis gegründet. Heute gehören ihm 60 Kommunen mit ca. 18,5 Millionen Einwohnern in Deutschland an.
Das Netzwerk ist Teil der „Gesunde Städte“-Bewegung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die 1987 vom Europäischen Regionalbüro der WHO, Kopenhagen, mit dem europäischen „Healthy Cities Network“ ins Leben gerufen wurde. Ausgangspunkt für die Gesunde Städte-Initiative der WHO ist die Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung von 1986. Deren Ziel ist der Erhalt oder die Verbesserung der Gesundheit in den Lebensräumen, wie Schulen, Betriebe, Städte, Stadtteile und Krankenhäuser. Hier verbringen die Menschen einen großen Teil ihres Lebens. Im Vordergrund steht die Gesundheitsförderung, weniger die Behandlung von Krankheiten.

Gesunde Städte-Arbeit in Dresden
Sozialbürgermeister Tobias Kogge sprach über die Schwerpunkte der Gesunde Städte-Arbeit in Dresden. Die Landeshauptstadt ist seit November 1991 Mitglied im europäischen und im deutschen Gesunde Städte-Netzwerk. Aus beiden Mitgliedschaften ergaben sich für Dresden bereits positive Erfahrungen, insbesondere bei der Kooperation der Selbsthilfebewegung und beim Erarbeiten von erweiterten Gesundheitsberichten, sogenannten Gesundheitsprofilen, zum Teil mit formulierten Gesundheitszielen. Das vierte Stadt-Gesundheitsprofil soll im Sommer veröffentlicht werden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist das „Gesunde Altern“. In den nächsten Jahren ist ein demografischer Wandel zu bewältigen. Gesundheitliche Prävention soll dazu beizutragen, älteren Menschen möglichst lange ein mobiles und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Der Dresdner Beirat für Gesunde Städte initiierte dafür eine Arbeitsgruppe. Um das Thema Gesundheitsverträglichkeitsprüfung kümmert sich eine weitere Dresdner Arbeitsgruppe. Mit dieser Prüfung soll herausgefunden werden, welche Effekte Programme und -projekte auf die Gesundheit der Bevölkerung haben und wie sich dieses verteilen.
Wichtige Orte für Prävention und Gesundheitsförderung sind in Dresden die Krankenhäuser, insbesondere die städtischen Einrichtungen. Das wird weiter unterstützt und gefördert. Ärzte werden als Ansprechpartner für Gesundheitsförderung akzeptiert und spielen eine große Rolle bei der Verbreitung von Informationen zur Prävention von Krankheiten und Förderung von Gesundheit.

Vom 3. bis 4. März 2005 trafen sich im Dresdner Rathaus die Sprecher des Gesunde Städ-te-Netzwerkes der Bundesrepublik Deutschland. In einer Pressekonferenz stellten Sozialbürgermeister Tobias Kogge und die Vertreterin des Sprecherrates, Dezernentin für Jugend, Soziales, Gesundheit und Wohnen der Stadt Münster, die Ergebnisse der Sitzung vor.
Auf der Tagesordnung stand die Weiterentwicklung des Gesunde Städte Aktionsprogramms „Kommunale Kompetenzen für Gesundheit“ Diskutiert wurde aktuell der Entwurf des Präventionsgesetzes. Die Bundesregierung will mit dem Gesetz Prävention und Gesundheitsförderung neben Heilung, Rehabilitation und Pflege als vierte Säule im Gesundheitssystem aufbauen. Das Gesunde Städte-Netzwerk erachtet hierbei vor allem die primäre Prävention und Gesundheitsförderung auf kommunaler Ebene für wichtig.
Der Sprecherrat informierte über den Gesunde Städte Preis, seine Auslobung, die Jury und die Preisverleihung. Der Gesunde Städte Preis 2005 steht unter dem Motto „Netzwerke der Generationen — gesund und sozial“. Projekte können bis zum 15. April 2005 im Gesunde Städte Sekretariat Münster eingereicht werden. Verliehen wird der Preis am 9. Juni 2005 in Erlangen, auf der diesjährigen Mitgliederversammlung.

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