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Meldung vom 11.02.2005

13. Februar - Erinnern, Gedenken, Mahnen, Versöhnen

„In der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 verbrannte das Antlitz der weltbekannten Kunststadt Dresden bis zur Unkenntlichkeit. Dies war die größte Katastrophe in der fast achthundertjährigen Geschichte der Stadt – eine von Menschen gegen Menschen hervorgerufene Katastrophe“ (1)

Die Dresdner gedenken an jedem 13. Februar der Zerstörung ihrer Stadt. Doch ist dies gerade zum 60. Jahrestag der Zerstörung nicht nur ein Gedenken das in die Vergangenheit gerichtet ist. Vielmehr geht es darum der Welt zu zeigen, dass Frieden und Versöhnung zwischen den Menschen und Völkern keine bloßen Ideen sind. In Dresden sind sie ein Stück Realität geworden, die Frauenkirche ist dafür das beste und wohl schönste Beispiel.
Zum 60. Jahrestag der Zerstörung Dresdens haben sich viele Gruppierungen, unabhängige Vereinigungen, Initiativen, Vereine und Gesellschaften und Institutionen und die Landeshauptstadt Dresden gemeinsam engagiert, diesen Tag der Trauer in Würde, im Gedenken an die Toten, mit der Botschaft für eine Versöhnung und eine friedliche Zukunft zu begehen. Zahlreiche Veranstaltungen, Ausstellungen und Projekte sind entstanden. Informationen im Internet unter www.dresden.de/13.Februar

Stille Kranzniederlegung auf dem Dresdner Heidefriedhof
Die Landeshauptstadt Dresden lädt 11:00 Uhr zur Stillen Kranzniederlegung auf dem Dresdner Heidefriedhof ein. Neben Oberbürgermeister Roßberg, Ministerpräsident Milbradt und Landtagspräsident Illtgen und internationalen Gästen gedenken hier die Dresdner der Toten der Bombennacht und zugleich den Opfern der Nazidiktatur. Es ist gut, dass der Weg zur Gedenkstätte auf dem Heidefriedhof durch ein Rondell führt, in dem Stelen an die Vorgeschichte des 13. Februar 1945 erinnern: an den tausendfachen Tod in Konzentrationslagern wie Auschwitz oder Bergen-Belsen und an bombardierte Städte wie Coventry und Rotterdam. Es ist ein Zeichen der Versöhnung und des Gedenkens, wenn die Dresdner und ihre Gäste an diesen Stelen Blumen niederlegen, um auch am Heidefriedhof zu zeigen: Dresden war kein singuläres Ereignis. Der Dresdner Heidefriedhof und der Ehrenhain ist ein Ort des Gedenkens und der Stille, kein Ort für Reden und Demonstrationen. Deshalb bittet die Landeshauptstadt Dresden alle Teilnehmer der Kranzniederlegung, auf Transparente und Fahnen zu verzichten.

(1) Verbrannt bis zur Unkenntlichkeit – Die Zerstörung Dresdens 1945. Herausgeber: Landeshauptstadt Dresden, Stadtmuseum. DZA Verlag für Kultur und Wissenschaft 1994

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