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Meldung vom 18.11.2004

Dresden ist Kommune des Jahres 2004

Dresden ist ausgezeichnet: Als „Kommune des Jahres 2004“. Oberbürgermeister Ingolf Roßberg nahm den Preis des ostdeutschen Sparkassen- und Giroverbandes am 16. November in Potsdam entgegen: „Dresden erhält diesen Preis für das Projekt Kommunalforum für Wirtschaft und Arbeit. Unsere Stadt beweist damit Unternehmergeist. Die Vernetzung ist geglückt. Behörden, Wirtschaft und Institutionen ziehen in Dresden mit Erfolg gemeinsam an einem Strang“.

Durch sein innovatives Potenzial in Mikroelektronik, Bio- und Nanotechnologie avancierte Dresden zur Hochburg der Materialforschung. Mit elf Fraunhofer-, drei Max-Planck- und vier Leibniz-Instituten konzentrieren sich hier nach Berlin die meisten Forschungseinrichtungen auf diesem Spezialgebiet. Maschinen- und Fahrzeugbau, Luft- und Raumfahrttechnik sind wieder im Aufwind; auch diese Bereiche profitieren vom Know-how eines bran-chenübergreifenden Materialforschungsverbunds. Die enge Verflechtung von Wirtschaft und Wissenschaft gilt als zugkräftiger Standortvorteil.

Mittlerweile fand das Dresdner Kommunalforum Aufnahme in die Reihe der Best-Practice-Beispiele des Deutschen Städtetages; in der Sächsischen Schweiz/ Weißeritzkreis werden vergleichbare Modelle auf Kreisebene praktiziert. Zukünftig wird sich auch das Kommunalforum mit ganz Dresden unter einer neuen Dachmarke vermarkten. Bis zum 800. Stadtjubiläum 2006 soll sie Wirtschaft, Kultur und Tourismus gleichermaßen ansprechen. Für das Motto wird dem sich spiegelnden Namen der Stadt lediglich ein Punkt hinzugefügt. Dresden Punkt - ohne Kommentar.

Dresdens Gewerbeentwicklung überschritt 2004 die magische Zahl von 40.000 Unternehmen; das ist eine Verzehnfachung gegenüber 1999. Mit 13, 7 Prozent ist die Arbeitslosenquote eine der niedrigsten in Ostdeutschland. Das Wirtschaftswachstum lag 2003 in Dresden bei 3,6 Prozent, in Sachsen vergleichsweise bei 2,5 Prozent, in ganz Deutschland bei minus 0,1 Prozent.

Hightech ist in Dresden auf dem Vormarsch und die Europäische Union wuchs nach Osten. Deshalb bekam das Kommunalforum vor zwei Jahren eine neue Struktur. Neben Insolvenzhilfen sind im Team »Pro Mittelstand« Bestandsentwicklung, Kooperation und Vergabekonferenzen der Schwerpunkt. „Unternehmensgründungen“, „Internationale Wirtschaftskontakte“, „Arbeit & Bildung“ heißen andere neu profilierte Gruppen; das Team „Zukunfts-technologie & Branchennetzwerke“ bündelt Wissenschafts- und Technologiekompetenz. Neue Netzwerke entstanden: Das Kompetenznetzwerk Silicon Saxony das Mikroelektronik-Cluster präsentiert die Landeshauptstadt als europäisches Zentrum der Halbleiterindustrie. Vertreten sind hier u.a. Infineon Technologies, Advanced Micro Devices und dem Zentrum Mikroelektronik Dresden. Am Netzwerk »BioMeT« — Biologie-Medizin-Techik — beteiligen sich rund 250 Partner.

Das Kommunalforum für Wirtschaft und Arbeit bewährt sich seit 1996, vernetzt Akteure und Aktivitäten: Kommunalbehörden, Gewerkschaftsbund und Agentur für Arbeit, Industrie-, Handels- und Handwerkskammern, die Sächsische Aufbaubank, Wirtschaftsverbände und Universitäten. Im Amt für Wirtschaftsförderung laufen die Fäden zusammen. Fünf auf Schnittstellen und Synergien orientierte Arbeitsgruppen formierten sich: Frühwarnsysteme für gefährdete Unternehmen, Existenzgründung und Arbeitsbeschaffung, Vernetzung von Zulieferern und Abnehmern, Bündeln von Bildungsangeboten und Ausgleich von betriebswirtschaftlichen Defiziten, Ermitteln des Fachkräftebedarfs der Zukunft und Koordination der Beschäftigungsförderung.

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