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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2004/01/c_066.php 29.05.2015 00:24:10 Uhr 17.11.2019 04:33:53 Uhr
Meldung vom 23.01.2004

Feuerwache Dresden-Striesen rekonstruiert – zehn neue Fahrzeuge übergeben

Wenn es brennt, kommt die Feuerwehr. Darauf ist Verlass. Trotz der komplizierten Haushaltslage der Landeshauptstadt – die Dresdner Feuerwehr ist schnell vor Ort. Kein Bürger braucht hier Bedenken über seine Sicherheit haben. Dresdens Brandschutzbedarfsplan wird umgesetzt, in neue Technik wird investiert.

Oberbürgermeister Ingolf Roßberg übergab heute gemeinsam mit dem Bürgermeister für Ordnung und Sicherheit, Detlef Sittel, die rekonstruierte Feuerwache an die Striesener Feuerwehrleute. Breite Ausfahrten, neue Haustechnik und sichere Ausstattung bieten nun modernste Arbeitsbedingungen. Und wie üblich, zum Einzug kommt man nicht mit leeren Händen: Insgesamt zehn neue Fahrzeuge wurden heute offiziell übergeben. So können sich die Stadtteilfeuerwehr Bühlau und die Feuerwachen Übigau und Löbtau über neue Löschfahrzeuge freuen. Neue Krankentransport- und Notarztfahrzeuge werden beim Malteser Hilfsdienst und bei der Berufsfeuerwehr zum Einsatz kommen. Die Striesener Feuerwehr erhält eine neue Drehleiter und ein Tanklöschfahrzeug.

Rekonstruktion Feuerwache Dresden-Striesen
Das denkmalgeschützte Gebäude auf der Schlüterstraße 39 wurde 1906/07 vom Stadtbaurat Hans Erlwein als Feuerwehrgebäude errichtet und ist seit dieser Zeit der Sitz der Feuerwache Striesen. Die Übergabe an die Dresdner Feuerwehr erfolgte am 30. September 1907. Unter der Projektleitung des Hochbauamtes der Landeshauptstadt wurde die Feuerwache Dresden-Striesen von Juli 2002 bis Dezember 2003 rekonstruiert. Die Baukosten dafür betragen ca. 2,4 Millionen Euro. Das Land Sachsen fördert davon 205.000 Euro. Als die Feuerwache errichtet wurde, gehörten pferdebespannte Dampfspritzen und Mannschaftswagen zum Fuhrpark der Feuerwehr. Entsprechend waren die Rastermaße der Fahrzeughalle und Höhe und Breite der Tore dimensioniert. Ausfahrten mit den modernen Löschfahrzeugen waren für die Maschinisten Präzisionsarbeit und nur mit angeklappten Spiegeln möglich. Nach der Rekonstruktion können die Fahrzeughallen und Ausfahrten nun sicher und gefahrlos genutzt werden. Die Ausfahrten wurden um ca. 60 Zentimeter breiter und um ca. 45 Zentimeter höher.

Die haus - und elektrotechnischen Anlagen, Sanitäreinrichtungen, Fußböden, Fenster und Türen sowie Dach und Fassade wurden denkmalschutzgerecht und umweltverträglich rekonstruiert. Eine Regenwassernutzung für Übungszwecke, Reinigungsarbeiten und Gartenpflege wurde installiert. Abgestimmt mit den Fachleuten vom Umweltamt sind im Gesims unterm Dach Nistplätze für Haussperling und Mauersegler angelegt. Das Dach ist mit Zellulose gedämmt und die Fensterfugen sind mit Flachs geschlossen. Bisher ungenutzter Raum unterm Dach beherbergt jetzt auf ca. 150 Quadratmetern einen Fitnessraum, zwei Übernachtungszimmer für Refe-rendare und verschiedene Lager. Auf der Turmspitze präsentiert sich ein neuer Winddrachen. Die Arbeits- und Lebensbedingungen der 94 Mitarbeiter der Feuerwache haben sich damit im neuen Gebäude wesentlich verbessert.
Geplant wurde die Rekonstruktion vom Architekturbüro Reiter, vom Büro für Baustatik und Tragwerksplanung Kröning-Ulbrich-Schröter und von der TGA Scholze Ingenieurgesellschaft, alle aus Dresden. Die Aufträge für die Bauausführung wurden durch das Hochbauamt in 21 Fachlosen öffentlich ausgeschrieben und vergeben.

Zehn neue Fahrzeuge übergeben und vorgestellt
Dresden setzt seinen vom Stadtrat beschlossenen Brandschutzbedarfsplan um und baut den Investitionsstau der letzten Jahre bei der Feuerwehr weiter ab. Weitere Einsatzfahrzeuge konnten beschafft und heute offiziell von Oberbürgermeister Ingolf Roßberg übergeben werden.
Die Feuerwachen Übigau und Löbtau erhalten zwei Hilfeleistungslöschfahrzeuge HLF 20/20. Jedes Fahrzeug kostet je ca. 250.000 Euro. Beide Fahrzeuge sind bereits seit Anfang des Jahre im Einsatz. Für die Feuerwache Striesen steht seit kurzem eine neue Drehleiter DLK 23/12 für ca. 530.000 Euro zur Verfügung. Demnächst ist zusätzlich ein Tanklöschfahrzeug TLF 24/50 für ca. 260.000 Euro im Einsatz. Die Stadtteilfeuerwehr Bühlau erhält heute von Oberbürgermeister Ingolf Roßberg die Schlüssel für ihr neues Löschfahrzeug LF 20/16. Das Spezialfahrzeug kostet ca. 250.000 Euro.
Im Rahmen der Ersatzbeschaffung bzw. der Erweiterung der Fahrzeugflotte des Rettungsdienstes wurden zwei Krankentransportwagen (KTW) und drei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) be-schafft. Die Krankenwagen ersetzen zwei Fahrzeuge bei der Berufsfeuerwehr. Die Noteinsatzfahrzeuge werden beim Malteser Hilfsdienst und bei der Berufsfeuerwehr eingesetzt. Ein Kran-kentransportwagen kostet ca. 78.000 Euro, ein Noteinsatzfahrzeug ca. 62.000 Euro.

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